Insekten, die man kennen könnte

So mancher Käfer, Schmetterling, oder auch Hummel oder Fliege tummelt sich bei uns im Garten, deren Namen wir bisher nicht kannten. Damit Sie bei der nächsten Insektenzählung für den Nabu vielleicht auch mal andere Exemplare erkennen und nicht mehr schreiben müssen: "Fliege (unbestimmt), Schmetterling (unbestimmt), haben wir hier eine Sammlung von weniger bekannten Schönheiten aus der heimischen Insektenwelt zusammengestellt.

Blaue Holzbiene
Auch wenn sie laut brummt: Sie kommt in friedlicher Absicht: Die Blaue Holzbiene. Sie bohrt Höhlen in morsches Holz; dort zieht sie dann ihre Brut auf. Bildrechte: imago images/Panthermedia
Blaue Holzbiene
Auch wenn sie laut brummt: Sie kommt in friedlicher Absicht: Die Blaue Holzbiene. Sie bohrt Höhlen in morsches Holz; dort zieht sie dann ihre Brut auf. Bildrechte: imago images/Panthermedia
Landkärtchen (Sommergeneration) auf Acker-Kratzdistel
Ich bin das Landkärtchen. Ich sauge Nektar. Im Sommer findet man mich auf Bärenklau, Wiesenkerbel, Engelwurz, Wilder Möhre und anderen weißen Doldenblütlern. Auch Ackerkratzdistel, Wasserdost und Goldrute fliege ich gern an. Eier für die nächste Generation klebe ich in Türmchenform unter Brennesselblätter. Als schwarze Raupe sehe ich ziemlich stachelig aus mit meinen vielen Dornen, die ich sogar auf dem Kopf habe. Bildrechte: IMAGO / Panthermedia
Schachbrett (Melanargia galathea) oder Damenbrett sitzt im Gras.
Gestatten? Schachbrett, ich bin ein mittelfgroßer Falter, der aussieht wie ein von euch Menschen gemachtes Spiel. Zum Leben brauche ich blütenreiche Wiesen auf nährstoffarmen Standorten. Blöd, wenn die vor dem juli gemäht werden, denn dann fallenmeine Eier nicht auf den Boden, wo sie hingehören. Ich trinke Nektar violetter Blüten zum Beispiel von der Flockenblume, Kratzdistel oder Skabiose.  Bildrechte: IMAGO / imagebroker
Nierenfleckzipfelfalter (Thecla betulae), sitzt auf einem Blatt.
Der Nierenfleckzipfelfalter: Hier ist der Name Programm, die orangen Flecken auf den Flügeln sehen aus wie zwei Nieren, am unteren Flügelende zwei Zipfel. Er mag Honigtau, Frucht- und Baumsäfte. Allerdings ist er meistens erst ab Juli zu sehen. Bildrechte: IMAGO / blickwinkel
Zimtwanze, Glasflügelwanze (Corizus hyoscyami)
Gestatten, Zimtwanze! Ich habe eine Riesenverwandtschaft, weltweit gibt es 40.000 Wanzenarten, in Deutschland knapp 1.000. Ich gehöre zur Familie der Glasflügelwanzen; am liebsten ernähre ich mich von Pflanzensaft der Königskerzen, schlürfe aber auch andere. Bildrechte: IMAGO / imagebroker
Totenkopfschwebfliege (Myathropa florea)
Hübsch, diese Totenkopfschwebfliege! Man würde sie kaum mit den Larven in Verbindung bringen, als die sie in Baumhöhlen voller schmutzigem Wasser heranwachsen. Ausgewachsene Exemplare verzehren Pollen und Nektar und leben in Wäldern, Bruchwäldern sowie auf feuchtem Weideland, aber eben auch in Gärten bei menschlichen Siedlungen. Bildrechte: IMAGO / imagebroker
Rothalsbock ( Stictoleptura rubra, Syn.: Leptura rubra, Corymbia rubra, Aredolpona rubra )
Rothalsbock-Käfer ernähren sich von Pollen und Blütenteilen wie den Staubgefäßen, Stempeln oder Blütenblättern von Dolden- oder Korbblütlern. Die Larven verpuppen sich zwei Jahre lang in totem Holz. Bildrechte: IMAGO / STAR-MEDIA
Marienkäferlarve
Oft gefragt in Gartenforen: Was ist das denn, ist das gefährlich? Nein, ist es nicht, das ist die Larve des Marienkäfers, die ziemlich viel Hunger hat und jede Menge Blattläuse im Garten beseitigt. Bildrechte: IMAGO
Kamelhalsfliege (Phaeostigma major)
Die schwarzhalsige Kamelhalsfliege ist das Insekt des Jahres. Langer Hals, große, filigrane, glasklare Flügel: So fliegt sie seit Millionen Jahren über die Erde. Um sie beim Insektenzählen zu zu treffen, müssste man sich in Baumrinden herumtreiben oder in den Baumkronen. Bildrechte: IMAGO / McPHOTO
Russischer Bär oder Spanische Flagge (Euplagia quadripunctaria)
Den Russischen Bären bitte merken für die Insektenzählung im Sommer: Dieser Nachtfalter aus der Familie der Bärenfalter wird erst im Juli aktiv. Kennzeichen: eine grellbunte Färbung, die potentiellen Fressfeinden signalisieren soll, dass er gefährlich ist. Dank dieser Färbung kann er auch am Tag auf Nahrungssuche gehen. Man trifft ihn an windgeschützten Waldwegen. Bildrechte: IMAGO / McPHOTO
Ein Schmeißfliege sitzt auf einem Blatt.
PS: Auch wer die Fliegenart nicht exakt bestimmen kann: Jeder Sechsbeiner, der gesichtet wird, zählt bei der Insektenzählung. Das hier ist übrigens eine klassische Schmeißfliege. Bildrechte: Colourbox.de
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