Studie Alkohol: Gewohnheitstrinker erkranken eher an Darmkrebs

"Zum Wohl!" sagen wir, und stoßen munter an, "Auf Deine Gesundheit!" Ziemlich paradox, wenn man sich vor Augen führt, dass Alkohol in Sachen Darmkrebs seine Finger mit im Spiel hat. Denn einer der Risiko-Faktoren für Darmkrebs ist Alkoholkonsum.

Ein Mann mit einem Glas Rotwein in der Hand
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Wer weniger Alkohol trinkt, muss sich offenbar weniger vor Darmkrebs fürchten. So könnte man das Fazit einer Studie aus Heidelberg umschreiben, die genetische Faktoren und Alkoholkonsum von 5.104 Darmkrebspatienten und 4.131 Kontrollpersonen miteinander verglichen hat. Dazu wurden zum einen genetische Daten erhoben und zum anderen Informationen über Lebensgewohnheiten in verschiedenen Lebensphasen bis zum Zeitpunkt der Befragung bzw. dem Zeitpunkt der Darmkrebs-Diagnose abgefragt. Also wieviel Bier, Wein und Schnaps in bestimmten Lebensabschnitten getrunken wurde.

Gene, Alkohol und eine mathematische Gleichung

Die Datenanalyse zeigte: Leute, die durchschnittliche oder überdurchschnittliche Mengen Alkohol wie zwei oder mehr Gläser Bier täglich tranken, erkrankten deutlich häufiger an Darmkrebs als die, die nur wenig Alkohol tranken. Für Forscher Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) zeigt sich klar: Wer viel Alkohol trinkt, riskiert bereits in jüngeren Jahren eine Darmkrebsdiagnose: "Dieses Risiko multipliziert sich mit dem gemessenen genetischen Risiko". Umgekehrt bedeute das für diejenigen mit einem hohen genetischen Risiko-Profil, dass sie durch einen gesunden Lebensstil ohne übermäßigen Alkoholkonsum ihr Darmkrebsrisiko deutlich senken können.

Links/Studien

Die komplette Studie lesen Sie hier im Original.

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Ein Mann trinkt aus einer Getränkebüchse. 35 min
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