Volleyball | DVV-Pokal Alexander Waibl: "Es war eines Pokalfinals unwürdig"

Der Trainer des Dresdner SC wusste bereits vor dem Endspiel um den DVV-Pokal, dass die Partie gegen Stuttgart unter diesen Bedingungen eigentlich nicht zu gewinnen war. Die Augen sind nun auf die Meisterschaft gerichtet.

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Den Geburtstag hat sich Alexander Waibl sicher anders vorgestellt. Am Sonntag (20.03.2022) wurde der Trainer der Volleyballerinnen des Dresdner SC 54 Jahre, ausgerechnet an diesem Abend musste der DSC zum Pokalfinale gegen MTV Stuttgart antreten, drei Wochen nach dem Massenausbruch an Corona-Fällen im Team. "Das war ein Pokalfinale light, eine unwürdige Veranstaltung. Es waren kaum 1.000 Leute da. Eine Ansetzung, zweieinhalb Wochen, nachdem wir acht Spielerinnen hatten, die sich mit Corona ansteckten. Damit war das Ergebnis vorweggenommen. Das Spiel zu keinem Zeitpunkt spannend", sagte Waibl "Sport im Osten". Stuttgart gewann nach 70 Minuten mit 3:0.

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Spielerinnen noch nicht fit

Damit wollte der Coach die starke Leistung der Stuttgarterinnen keineswegs geringschätzen. Die sei Weltklasse gewesen. Von einem Spiel auf Augenhöhe konnte aber nicht die Rede sein. "Ich wusste, dass es in diesem Sport und Frische, Athletik und Präzision geht. Wir hatten drei Balleinheiten, bei denen die Spielerinnen körperlich nicht fit waren." Im Pokalfinale hätten dann Spielerinnen auf dem Parkett gestanden, die "gerade zweieinhalb Wochen nach der Infektion waren".

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Zwar hätte keine Spielerin schwere Symptome gehabt. Aber die Nachwirkungen seien jetzt noch deutlich zu spüren. "Mehrere haben muskuläre Probleme, es hat Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit. Der Körper wird schnell müde", so Waibl. Eine Verlegung des Endspieles auf einen späteren Zeitpunkt kam für den Verband dennoch nicht in Frage.

Meisterschaft: Denken von Spiel zu Spiel

Viel Zeit zur Regeneration bliebt dem DSC nicht, bereits am Mittwoch wartet das nächste Bundesliga-Spiel. Hier ist noch nicht einmal klar, die die Playoffs am Ende ausgetragen werden. Ziel des Dresdner SC ist, Platz zwei oder drei in der Hauptrunde zu belegen, und so Stuttgart in einem möglichen Halbfinale aus dem Weg zu gehen. "Wir denken von Playoffrunde für Playoffrunde. In erster Runde wartet schon ein harter Brocken." Auch die Meisterschaft gehe nur über Stuttgart.

rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 21. März 2022 | 17:45 Uhr

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