Handball | Bundesliga Wildcats verlieren Lea Gruber

Der SV Union Halle-Neustadt muss einen weiteren Abgang verkraften. Demnach wechselt Rückraumspielerin Lea Gruber in die 1. Liga nach Schweden. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt. Zudem teilte der Bundesligist mit, dass der Verein die Lizenz für die Saison 2022/23 erhalten hat.

Lea Gruber
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Die 25-Jährige wechselt im Sommer zum schwedischen Erstligisten IFK Kristianstad. "Es ist keine Entscheidung gegen den Verein, sondern ich erfülle mir einen persönlichen Wunsch", sagte Rückraumspielerin Gruber in einer Pressemitteilung des Vereins. Zwar erlitt Gruber vor zwei Wochen einen Kreuzbandriss und wurde am Mittwoch operiert, doch der schwedische Club habe Vertrauen hinsichtlich ihrer Genesung und stattete Gruber mit einem Zweijahresvertrag aus.

Trainerin Katrin Welter Halle, Lea Gruber Halle , Swantje Heimburg Halle und TrainerThomas Müller
Wildcats-Trainerin Katrin Welter (l). und Swantje Heimburg (3.v.l.) stützen Lea Gruber (M.)nach ihrer Kreuzbandverletzung. Bildrechte: IMAGO / Fotostand

Die gebürtige Schwäbin war drei Jahre beim SV Union Halle-Neustadt und erreichte den Aufstieg in die 1. Bundesliga und konnte anschließend zwei Mal den Klassenerhalt an der Saale feiern. "Lea Gruber kann auf drei erfolgreiche Jahre bei den Wildcats zurückblicken. Wir freuen uns, dass sie durch ihre konstant guten Leistungen ihren Traum in Schweden erfüllen kann. Für ihren weiteren Lebensweg wünschen wir ihr alles Gute und sehen den Abgang als Verein auch mit einem weinenden Auge", sagte Sportdirektor Jan-Henning Himborn.

Wildcats erhalten Lizenz

Positive Nachrichten gab es am Mittwoch von der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Union hat die wirtschaftlichen Vorraussetzungen für die Bundesliga erfüllt und die Lizenz für die kommende Saison erhalten. Auch der Thüringer HC sind

Union Halle-Neustadt: Jan-Henning Himborn 5 min
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Sportdirektor Himborn: "Unsere Mannschaft schützen"

Aus diesem Grund und weil der kommende Gegner BVB Dormund aus Termingründen einer Spielverlegung nicht zugestimmt hatte, werden die "Wildcats" am Mittwochabend (4. Mai) zum angesetzten Nachholspiel gegen den BVB nicht antreten. Laut Hallenser Vereinsmitteilung wird die Partie mit 0:0 Toren und 2:0 Punkten für die Westfalen gewertet.

Sportdirektor Jan-Henning Himborn sagte: "Wir haben eine große Verantwortung für unsere Spielerinnen und wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, wo wir uns schützend vor unsere Mannschaft stellen müssen, um weitere Verletzungen auszuschließen."

Man habe "alles versucht und die letzten beiden Spiele mit Verletzungen bezahlt", betonte Himborn auf MDR-Nachfrage. Angesprochen auf eine womögliche Strafe durch die Liga ergänzte er: "Gerade durch die schwere Verletzung von Lea Gruber gab es keine zwei Meinungen, dass wir es in Kauf nehmen, was auch immer uns da erwartet. Wir können es letztendlich nicht mehr verantworten."

Elisa Möschter (SV Union Halle-Neustadt)
Elisa Möschter hat sich gegen Neckarsulm einen Kreuzbandanriss zugezogen. Bildrechte: IMAGO / Lobeca

Trainerin Welter: Frust nach Erfolg gegen Neckarsulm

Union hatte angesichts der Corona-Probleme zuvor vergeblich bei der Liga (HBF) versucht, sowohl die Partie gegen Buchholz-Rosengarten als auch Neckarsulm zu verlegen. Mit 29:27 bezwang ein zusammengewürfelter Rest aus wenigen Stammkräften, einigen Juniorteam-Talenten und besagter Möschter ihre Kontrahentinnen aus Baden-Württemberg um die frühere Hallenser Trainer Tatjana Logvin und zog durch den zehnten Saisonsieg an den Tabellennachbarinnen vorbei auf Rang sieben.

Schon auf der anschließenden Pressekonferenz hatte Union-Trainerin Welter ihrem Frust auf die Liga-Verantwortlichen freien Lauf gelassen: "Das Spiel hätte wie auch das am Mittwoch [18:26-Niederlage bei Buchholz-Rosengarten, Anm. der Red.] eigentlich nicht stattfinden dürfen, aber wir haben eine krasse Antwort gegeben. Wir geben einen Scheiß darauf, was die HBF mit uns anstellt."

Noch drei Spiele bis Saisonende

Durch die hingenommene Dortmund-Niederlage müssen die "Wildcats" noch drei Spiele bis Saisonende absolieren. Am kommenden Samstag (7. Mai) gastiert das Welter-Team beim Tabellenfünften in Metzingen. Halle hofft, dass zumindest einige der zuvor mit Corona infizierten Spielerinnen bis zum Wochenende wieder einsatzfähig sind, sagte Sportdirektor Himborn im MDR-Interview. Anschließend wartet die Heimaufgabe gegen den VfL Oldenburg (14. Mai) sowie zum Abschluss die Reise zur HSG Blomberg-Lippe (21. Mai).

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mhe

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 11. Mai 2022 | 17:45 Uhr

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