Handball | Bundesliga Starkem THC gehen in Dortmund die Kräfte aus

Nachholer 13. Spieltag

Der Thüringer HC hat den Anstrengungen der letzten Wochen Tribut zollen müssen. Beim Favoriten in Dortmund reichte die Kraft nur für 50 Minuten. Am Ende musste sich das Team von Herbert Müller mit 27:32 (13:14) geschlagen geben, zeigte aber dennoch eine gute Teamleistung. Beste Werferin auf Seiten der Thüringerinnen war Kerstin Kündig mit acht Toren. Frida Rönning war für den BVB sogar elf Mal erfolgreich.

Kerstin Kuendig ( 27, Thueringer Handball Club) und Lamprini Tsakalou ( 22, Thueringer Handball Club) im Gespräch.
Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

Nur 14 Spielerinnen standen Herbert Müller für die Fahrt nach Dortmund zur Verfügung - ein Ergebnis zahlreicher Corona-Erkrankungen in der Mannschaft, sowie verletzungsbedingten Ausfällen. Zu allem Überfluss verletzte sich auch Josefine Huber in der vergangenen Pokal-Partie schwer und fällt mit einem Kreuzbandriss wohl bis zum Saisonende aus. Die Chancen vor der schweren Aufgabe in Dortmund standen also von vornherein eher schlecht.

Kampf und Willen bestimmen die ersten 30 Minuten

Beide Teams starteten mit viel Druck in der Abwehr in die Partie und zwangen den Gegner immer wieder zu schwierigen Würfen. Folglich bekamen die Zuschauer in der Halle bis zu achten Minute zur vier Treffer (2:2) zu bestaunen. Insgesamt hatte die erste Hälfte wenig für Handball-Schöngeister zu bieten und wurde eher über viel Willen und Einsatz geführt.

Jennifer Rode (Thueringer HC, 43) beim Einlaufen.
Ex-BVB-Spielerin Jennifer Rode zeigte mit sieben Treffern eine starke Leistung. Bildrechte: IMAGO / foto2press

Kein Team konnte sich ernsthaft absetzen. So führte der BVB in der 15. Minute zwar mit 8:6, wurde von den Thüringerinnen aber schnell wieder eingefangen, die wenig später ihrerseits mit zwei Treffern (11:9) in Führung gingen. Bis zur Pause bliebt es eng und der THC ging mit nur einem Tor Rückstand in die Kabine.

Eine Frage der Kraft

Nach dem Seitenwechsel dann die große Chance für das Team von Herbert Müller: Dortmund handelte sich innerhalb weniger Sekunden zwei Zeitstrafen ein und musste in doppelter Unterzahl agieren. Dem THC gelang es aber nicht, dies auszunutzen und sich ein wenig Luft zu verschaffen - im Gegenteil. Sobald die Gastgeberinnen wieder vollzählig waren, schalteten sie einen Gang nach oben und konnten sich nach 42 Minuten das erste Mal mit vier Toren (22:18) absetzen.

Aber der THC mobilisierte alle Kräfte und kämpfte sich wieder heran. Kerstin Kündig markierte neun Minuten vor dem Ende den Anschlusstreffer vom Siebenmeterpunkt und gab allen THC-Fans noch einmal Hoffnung. Leider vergebens. In der Schlussphase machten sich die Strapazen der vergangenen Wochen deutlich bemerkbar.

Die Gäste waren im Angriff nicht mehr auf der Höhe und mussten dem hohen Tempo der Dortmunderinnen Tribut zollen. Diese setzten sich bis zur Schlusssirene auf fünf Tore ab und gewannen am Ende mit 32:27. Ein Ergebnis, welches deutlicher klingt, als es das Spiel tatsächlich hergeben hat.

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vk

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | THÜRINGENJOURNAL | 03. Februar 2022 | 19:00 Uhr

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