Fußball | Regionalliga Corona-geplagter 1. FC Lok Leipzig überrascht Spitzenreiter BFC Dynamo

20. Spieltag

Der 1. FC Lok Leipzig ist zurück im Aufstiegskampf. Mit einer reifen Teamleistung gewann die aufgrund mehrerer Corona-Fälle aufgestellte Rumpfelf des FCL mit 2:1 (1:0) bei Herbstmeister BFC Dynamo. Vor allem die Neuen in der Startelf hatten großen Anteil daran.

Lok war durch drei Corona-Fälle und weitere Spieler mit Erkältungssymptomen stark ersatzgeschwächt angereist. Gerade mal 14 Spieler standen im Kader, zwölf Feldspieler plus zwei Torhüter. Glück im Unglück: Es waren nur zwei Stammspieler betroffen. So mussten in der Startelf nur Linksverteidiger Damir Mehmedovic und Linksaußen Bogdan Rangelov ersetzt werden, für sie begannen Maik Salewski und Eric Voufack.

Voufack krönte starken Beginn / Alu-Glück vor der Pause

Andreas Wiegel, Nr.77 - BFC Dynamo
Erik Voufack (re.) brachte Lok in Führung. Bildrechte: Patrick Skrzipek

Und ausgerechnet einer der beiden krönte die starke Anfangsphase der Gäste! So gewann Voufack nach einem scharfen Freistoß von Sascha Pfeffer das Kopfballduell gegen BFC-Stürmer Christian Beck und setzte die Kugel an die Unterkante der Latte. Von dort tropfte der Ball auf die Torlinie, dann nach hinten oben in die Maschen des Tornetzes – was für ein Zitterding zum 1:0 (15.). Kurz darauf hatte Farid Abderrahmane ebenfalls per Kopf die Chance zu erhöhen (29.).

Doch in der Schlussviertelstunde der ersten Hälfte kamen dann die Berliner auf. Der Tabellenführer traf dreimal Aluminium. Zunächst flog ein halbhoher Eckball von Andreas Wiegel an Freund und Feind vorbei und landete schließlich direkt am kurzen Pfosten (33.). Dann sorgte BFC-Spielmacher Justin Möbius mit zwei Distanzknallern für Aufregung. Seinen ersten Schuss lenkte Lok-Keeper Jan-Ole Sievers per Monster-Reflex an die linke Torstange (34.), fünf Minuten später kam er nicht mehr ran, doch der linke Pfosten übernahm zum zweiten Mal die Rettung (39.). Dem FCL fehlte es in dieser Phase vor der Pause an Entlastung.

Lok zittert am Schluss, aber gewinnt verdient

v.l. im Bild: Andreas Pollasch, BFC Dynamo, Djamal Ziane - 1.FC Lokomotive Leipzig.
Auf Torjäger Djamal Ziane war einmal mehr Verlass. Bildrechte: Patrick Skrzipek

Im zweiten Durchgang machten die Blau-Gelben genau das deutlich besser, gewann mehr Bälle im Mittelfeld. Nach einem tollen Salewski-Solo aus der eigenen Hälfte heraus zog der Linksverteidiger ab. BFC-Hüter Dmitri Stajila wehrte zur rechten Seite ab, von wo aus Theo Ogbidi wieder in die Mitte flankte und der ganz freie Djamal Ziane mühelos zum 2:0 einköpfte (51.). Bemerkenswert: Mit Voufack und Salewski hatten ausgerechnet die durch die Corona-Fälle reinrotierten neuen Kräfte großen Anteil am Erfolg, der durch eine herausragende und geschlossene Teamleistung gestemmt wurde.

Die Berliner kamen wohl immer wieder zu Halbchancen, aber die Probstheidaer rackerten ohne Ende und zogen den Gastgebern, die zunehmend Nerven zeigten, so den Zahn. Erst fünf Minuten vor Ende konnte Joker Andor Bolyki eine flache Hereingabe von links zum 1:2-Anschluss ins Netz drücken. Es war der einzige Aufmerksamkeitsfehler in der Lok-Defensive. So zitterten die Gäste den Sieg völlig verdient über die Zeit.

Erste Heimniederlage für den BFC

Damit fügten die Leipziger als bestes und ungeschlagenes Auswärtsteam dem Spitzenreiter die erste Heimniederlage zu. Gleichzeitig gewannen sie erstmals seit der Neugründung das alte DDR-Prestigeduell in Berlin und rückten bis auf sechs Punkte an den Regionalliga-Tabellenführer heran. Dazu steht noch das Nachholspiel am Mittwoch beim FSV Luckenwalde aus, womit Lok per Sieg im Drittliga-Aufstiegsrennen weiter Fahrt aufnehmen und den Rückstand verkürzen kann.    

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 04. Dezember 2021 | 16:00 Uhr

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