Fußball | 2. Bundesliga Riesen-Comeback: Aue erkämpft sich Remis gegen HSV

20. Spieltag

Was für ein Spiel! Erzgebirge Aue hat sich durch große Moral ein 3:3 (1:3)-Remis gegen den Tabellenführer Hamburger SV erkämpft. Nach unterlegener erster Hälfte sorgte eine wunderschöne Direktabnahme für den umjubelten Ausgleich.

David Kinsombi (6, Hamburg) und Clemens Fandrich (5, Aue)
Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Aues Trainer Dirk Schuster musste aufgrund der Verletzung seines Innenverteidigers Florian Ballas - er erlitt einen Muskelfaserriss - seine Abwehr umbauen. Er entschied sich für eine Viererkette mit dem genesenen Steve Breitkreuz auf der rechten Außenbahn. Ansonsten startete Jan Hochscheidt für Calogero Rizzuto. Beim HSV stand Gideon Jung für den verletzten Toni Leistner in der Startformation.

Der HSV war vom Start weg die bessere Mannschaft und ging entsprechend früh in Führung: Simon Terodde, Hamburgs Torjäger vom Dienst, drückte eine Direktabnahme von Bakery Jatta über die Linie (14.). Die Auer waren in der ersten Halbzeit oft viel zu weit weg von ihren Gegenspielern, und so hatte der HSV keine Probleme, umgehend nachzulegen: David Kinsombi bediente Sonny Kittel, der legte zurück auf Kinsombi - 0:2 (22.).

HSV ist besser - doch Aue kämpft sich zurück

Ausgerechnet ein Eckball für Hamburg brachte Aue dann wieder heran: Die Ecke entwickelte sich nämlich zu einem blitzschnellen Konter, den Pascal Testroet und Jan Hochscheidet wunderbar ausspielten - Hochscheidt schließlich mit dem 1:2 (26.). Doch die Freude bei den Auern währte nicht lange - denn nur wenige Momente später zeigte Schiedsrichter Florian Badstübner nach einem Zweikampf im Auer Strafraum, bei dem Kittel zu Boden sank, auf den Elfmeterpunkt. Terodde übernahm die Verantwortung - 1:3 (30.).

Nach dem Seitenwechsel hatte dann zunächst der HSV die große Möglichkeit, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Doch es kam anders: Jatta verlor den Ball im Mittelfeld, Clemens Fandrich wurde bedient, der schob den Ball in die lange Ecke zum 2:3 (50.). Aue war nun plötzlich voll drin in der Partie, spielte mutiger, intensiver. Und belohnte sich: Nach einem Freistoß wurde der Kopfball des eingewechselten Gaetan Bussmann zunächst abgewehrt, Florian Krüger nahm den Abstauber per Direktabnahme und setzte den Ball wunderschön in die lange Ecke - 3:3 (61.).

In der Folgezeit hatte Aue sogar mehrere Möglichkeiten, das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden - etwa durch den ebenfalls eingewechselten Dmitri Nazarov. Am Ende blieb es nach einem fantastischen Fußballspiel beim 3:3.

Stimmen zum Spiel:

Daniel Thioune (Hamburg): "Wir haben in den ersten 45 Minuten gut Gas gegeben, am Ende haben sich vielleicht die kräftezehrenden vergangenen Wochen etwas bemerkbar gemacht. Insgesamt waren es ein paar Fehler zu viel, daran müssen wir arbeiten."

Dirk Schuster (Aue): "Wir haben erst ab der 46. Minute an dem Spiel teilgenommen. Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme, den HSV zum Stehen zu kriegen. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit ins Spiel reingebissen. Für mich ist das Glas eher halbvoll, weil wir eine überragende Moral gezeigt haben."

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mze

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 06. Februar 2021 | 14:00 Uhr

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