Corona im Sport Sächsische Vereine sorgen sich vor Geisterspielen und appellieren an die Politik

Die Corona-Lage in Sachsen spitzt sich immer weiter zu. Mittlerweile ist in Sachsens Kliniken die Überlastungsstufe erreicht. Aus diesem Grund veranstaltete Ministerpräsident Michael Kretschmer am Mittwoch eine Videokonferenz mit medizinischen Experten, Wissenschaftlern sowie Vertretern gesellschaftlicher Gruppen. Dazu gehörte auch der Sprecher der Initiative TeamSportSachsen, Karsten Günther.

Ein Mann vor einer Webcam mit einer Gebärdenübersetzung 3 min
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Do 18.11.2021 13:44Uhr 03:26 min

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Erst 3G, dann 2G, Masken, Nachverfolgung – die sächsischen Sportvereine haben in den vergangenen Wochen und Monaten zig Hygienevorschriften geschrieben, um sicheren Sport zu ermöglichen. Doch jetzt drohen möglicherweise wieder Geisterspiele oder eine Zwangspause.

Als Vertreter von 30 Vereinen machte sich Karsten Günther dafür stark, dass der Sport auf dem Weg der Bekämpfung der Pandemie im Boot sein muss. "Bitte nehmen Sie uns mit ins Spiel und nehmen Sie uns ernst, damit wir in der Pandemie ein starker Partner sein können und nicht nächste Woche wieder aufhören müssen", sagte Günther, der Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten SC DHfK Leipzig ist.

Booster-Impfungen am Spieltag

Er forderte nicht nur, sondern brachte konkrete Vorschläge ein. So könnten im Rahmen von Spielen, Booster-Impfungen angeboten werden. "Wir haben jährlich 2 Millionen Zuschauer. Wir können und wollen helfen – bei der Information und Organisation", so Günther.

Kretschmer: "Sache genauer ansehen"

Ministerpräsident Michael Kretschmer versteht das Anliegen, erklärte aber auch: "Viele Menschen, die für lange Zeit an einem gleichen Ort sind, sind ein Problem, sind eine Gefahr, deswegen muss man sich – auch wenn das bitter ist – diese Sache genauer ansehen." Das werde man in den nächsten Tagen auch tun und sei Inhalt der Ministerpräsidentenkonferenz.

Besondere Information und Personallage

Günther indes formulierte noch weitere Probleme. Es sieht ein großes Kommunikationsproblem. Viele Menschen wüssten nicht umfassend Bescheid, wie die Lage wirklich ist. "Wir müssen gut, zielsicher und tagesaktuell kommunizieren", so seine Forderung. Außerdem wunderte er sich, wo die Personaloffensive im Medizinsektor, die "die von Amazon in den Schatten stellt" bleibe.

sst

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 18. November 2021 | 19:30 Uhr

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