07.07.2020 | 17:29 Uhr Lockerungspläne: Sachsen will Volksfeste und Vereinssport - Maskenpflicht im Handel bleibt

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In Sachsen wird die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung beim Einkaufen und im Nahverkehr bis zum Ende der Sommerferien beibehalten. Das hat Gesundheitsministerin Petra Köpping am Dienstag in Dresden in Aussicht gestellt. Auch die Kontaktbeschränkungen im häuslichen Bereich sollen auf Treffen mit zwei Hausständen oder maximal zehn Personen beschränkt bleiben. Andere Corona-Einschränkungen könnten dafür ab 18. Juli gelockert werden. Die sind zwar noch nicht verabschiedet worden, Anhörungen von Betroffenen, Städte-und Gemeindetag und Landkreisen dazu laufen noch, aber Sachsens Kabinett stellt sich die folgenden Lockerungen vor:

  • Mehr Ausnahmen bei Kontakten außerhalb des Privatbereichs: So könnten künftig Betriebs- und Vereinsfeiern mit bis zu 50 Personen stattfinden, wenn die Kontakte nachverfolgbar seien. Das soll auch für Ferienlager gelten.

  • Erlaubnis von Jahrmärkten, Volksfesten, Weinfesten: Dafür müssen sich die Veranstalter ein Hygienekpnzept genehmigen lassen. Gesundheitsministerin Petra Köpping sprach auch vom Einzäunen der Festgelände, "damit es übersichtlich und die Anzahl der der Menschen" kontrollierbar bleibe. Die Ministerin verwies bei dem Thema auf die gängige Praxis für Wochenmärkte in Sachsen.

  • Sport mit Publikum im Vereinssport: Die Regierung hat vorgeschlagen, Breiten- und Freizeitsport mit Abstands- und Hygieneregeln zuzulassen. Das soll laut Köpping aber nicht für den Profisport gelten. Für den Bereich setzt Köpping auf bundeseinheitliche Regeln, die jedoch noch nicht festgelegt worden seien.

  • Lockerungen für kleinere Theater, Kulturstätten, Opern: Aufhebung des Mindestabstandes, wenn die Kontakte nachverfolgt werden können (per Mail oder Telefon). Ist das nicht möglich, bleibt es beim bisherigen Mindestabstand von 1,5 Metern und den zu genehmigenden Hygienekonzepten.

  • Großveranstaltungen und Sportveranstaltungen: Frühestens ab 1. September sollen nach dem Willen der Landesregierung Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern wieder möglich sein, ebenso große Sportveranstaltungen, wenn die Kontaktverfolgung möglich ist. Wenn nicht, sollen diese Events frühestens ab Oktober erlaubt sein.

Die folgenden Punkte sollen auch ab 18. Juli unverändert bestehen bleiben:

  • Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung im Einzelhandel und im ÖPNV.
  • Bis 31.8.2020 keine Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen.
  • Dampfbäder und Dampfsaunen bleiben geschlossen.
  • Prostitution soll weiterhin untersagt bleiben.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 07.07.2020 | 19:00 Uhr

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