Corona-Verordnung Landesregierung verzichtet auf 2G+ für Gastronomie in Thüringen

Die geplante Verschärfung der Corona-Vorschriften für Gaststätten ist vorerst vom Tisch. Das erklärte die Landesregierung am Dienstagmittag in ihrer Regierungsmedienkonferenz. Eigentlich sollte ab dem 23. Januar im gesamten Gastro-Bereich 2G+ gelten. Das heißt: Nur noch Geimpfte und Genesene mit einem negativen Corona-Test oder einer Auffrischungsimpfung hätten Zutritt bekommen. Jetzt gilt weiterhin 2G, der Zutritt wird nur erlaubt, wenn man geimpft oder genesen ist.

Ein Schild an der Eingangsür weist auf die 2G+ Regel in einem Restaurant hin.
Weil die aktuelle Verordnung bereits Wirkung zeige, gilt in Thüringen weiterhin 2G für den Besuch von Gaststätten und Bars. Bildrechte: IMAGO / Sven Simon

In Hot-Spot-Regionen mit einer Inzidenz von über 1.000 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen wird aber auch zukünftig die 2G+-Regel angewandt, so schreibt es das Frühwarnsystem von Thüringen vor.

Aktuell gültige Verordnung zeige bereits Wirkung

Nach Angaben von Regierungssprecher Falk Neubert stellte das Kabinett am Dienstag aber fest, dass die Verordnung in ihrer jetzigen Fassung bereits Wirkung zeige und die Infektionszahlen sinken. Die aktuell gültige Corona-Verordnung in Thüringen wird bis zum 24. Januar verlängert.

Die CDU-Fraktion und die Gruppe der FDP hatten sich zuvor im Thüringer Landtag gegen die geplante 2G+-Regelung in der Gastronomie ausgesprochen. Vor Thüringen waren bereits Sachsen-Anhalt und Bayern trotz der gemeinsamen Beschlüssen von Bund und Ländern ausgeschert und hatten auf 2G+ in der Gastronomie verzichtet

Hotel- und Gaststättenverband begrüßt Entscheidung

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga begrüßte die Entscheidung. Hauptgeschäftsführer Dirk Ellinger sagte MDR THÜRINGEN, 2G+ hätte die Zahl der Kunden in der Gastronomie weiter sinken lassen. Für einige Betriebe wäre das der Todesstoß gewesen.

Ähnlich äußerte sich die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag. Fraktionschef Mario Voigt sagte, 2G+ wäre nichts Anderes als ein stiller Lockdown für die Gastronomie gewesen und hätte für viele Gaststätten einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb unmöglich gemacht. Auch die FDP-Gruppe im Landtag zeigte sich erleichtert. Gruppenchef Thomas Kemmerich forderte erneut, die 2G-Regel im Einzelhandel auszusetzen.

Quelle: MDR (jml)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 18. Januar 2022 | 14:00 Uhr

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