Demonstration "Fridays for Future": Tausende bei Klimastreik auf Sachsens Straßen und Plätzen

Das Thema Klimaschutz treibt die junge Generation weiter um. Auf zahlreichen "Fridays-for-Future"-Demonstrationen haben Demonstrierende am Freitag das Ende der Abhängigkeit von fossiler Energie verlangt. Dabei sparten sie auch nicht mit Kritik an Sachsens Ministerpräsident Kretschmer.

Zahlreiche junge Menschen stehen mit Plakaten und Transparentne auf einem großen Platz
Zu Füßen des Goldenen Reiters protestierten am Freitagnachmittag Hunderte junge Menschen in Dresden. Sie schlossen sich damit dem globalen Klimastreik an. Bildrechte: xcitepress/Finn Becker

Mehrere Tausend Menschen sind am Freitag in Sachsen dem Aufruf von "Fridays for Future" zum globalen Klimastreik gefolgt. Dabei wurde erneut ein Ende der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern gefordert - vor allem auch wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

"Klimaschutz, Freiheit, Sicherheit und auch Ernährungssicherheit erreicht man nur gemeinsam - durch einen raschen Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen und eine starke Reduktion der Nutztierhaltung", sagte der Vorsitzende des BUND Sachsen, Felix Ekardt. So bringe man die Klimaemissionen auf null und "finanziert nicht länger Putin und sein kriegerisches Tun".

Die rückwärtsgewandte Perspektive bringt uns nur weiter in die Sackgasse. Was wir jetzt dringend brauchen, ist eine Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien.

Janina Lohmann Fridays for Future Dresden

Klima-Demonstrierende kritisieren Ministerpräsidenten

Allein in Dresden zogen nach Einschätzung eines Reporters der Nachrichtenagentur dpa mehr als 1.000 Demonstrierende durch die Alt- und Neustadt bis zum Theaterplatz. Die Polizei wollte zu Zahlen keine Angaben machen. Die Route führte auch an der Staatskanzlei vorbei. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte scharfe Kritik an dem Plan eines vorgezogenen Kohleausstiegs 2030 geäußert.

"Die rückwärtsgewandte Perspektive bringt uns nur weiter in die Sackgasse. Was wir jetzt dringend brauchen, ist eine Beschleunigung des Ausbaus der erneuerbaren Energien, auch um so schnell wie möglich unabhängig von fossilen Importen zu werden", sagte Janina Lohmann von Fridays for Future Dresden.

Zahlreiche junge Menschen sitzen mit Mundschutz auf einem großen Platz
In Leipzig gab es vor dem eigentlichen Protest einen Klimaunterricht auf dem Augustusplatz, dem die Demo-Teilnehmer zuhörten. Bildrechte: SPM Gruppe/ LE

Klimaunterricht auf dem Augustusplatz in Leipzig

In Leipzig starteten die Aktionen bereits am Vormittag mit einem Klimaunterricht auf dem Augustusplatz. Dabei konnten sich die Teilnehmenden Vorträge rund um das Thema Klima anhören. Am Nachmittag lief ein Demonstrationszug um den Innenstadtring, den Abschluss bildete eine Kundgebung wiederum auf dem Augustusplatz.

"Wir kämpfen hier nicht nur für unsere Zukunft, sondern auch für die jetzt schon wahrgewordene Realität vieler Menschen. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird es bald zu spät sein", sagte die Aktivistin für Fridays For Future Leipzig, Charlotte Huth. Proteste gab es nicht nur in Leipzig und Dresden: Auch in Bautzen, Görlitz, Zittau, Freiberg, Chemnitz, Marienberg, Plauen und Zwickau Klimaaktivisten auf die Straßen.

Nachrichten

Teilnehmer des globalen Klimastreiks von Fridays for Future (FFF) stehen während einer Kundgebung mit Transparenten vor der Bühne. 36 min
Bildrechte: dpa
36 min

Mi 19.01.2022 08:00Uhr 36:25 min

https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/grosse-ganze/video-590798.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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MDR (sth/stt)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 25. März 2022 | 19:00 Uhr

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