Löscharbeiten Weniger Glutnester: Einsatzkräfte bei Waldbrand in Sächsischer Schweiz reduziert

Die Lage in der Sächsischen Schweiz entspannt sich weiter. Obwohl es kaum geregnet hat, konnten die Glutnester und daher auch die Einsatzkräfte weiter reudziert werden. Die B172 bleibt aber ab Bad Schandau weiter gesperrt.

Feuerwehrleute löschen Waldbrand
Die Lage beim Waldbrand in der Sächsischen Schweiz hat sich am Wochenende weiter entspannt. (Archivbild) Bildrechte: Marko Förster

Der Waldbrand in der Sächsischen Schweiz konnte am Wochenende weiter eingedämmt werden. "Es gibt keine offenen Feuer mehr, aber Glutnester", sagte eine Sprecherin des zuständigen Landratsamts Pirna am Sonntag. Die Zahl der Glutnester konnte demnach halbiert werden. Die Einsatzkräfte wurden von 750 auf 450 reduziert. Die Lage habe sich entspannt, da der Wind glücklicherweise mitgespielt habe, so die Sprecherin.

Warten auf Regen

Die Löscharbeiten werden weiterhin mit Löschflügen durch Hubschrauber unterstützt. Regen wird in der Sächsischen Schweiz dringend gebraucht. Hoffnung darauf gibt es nächste Woche. "Aber es ist unklar, ob, wie viel und wo genau es nass wird", sagte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig am Sonntag. Bei Temperaturen um 30 Grad Celsius ziehen möglicherweise schon Montagnachmittag Schauer und Gewitter auf und regional könnte es großflächiger regnen.

Ab Donnerstag gebe es dann deutlich bessere Chancen. Dann werde ein Tiefdruckgebiet erwartet - mit Schauern, Gewittern und stellenweise Starkregen, sagte der Meteorologe. Die Niederschlagsmenge werde wohl je nach Vorhersagemodell zwischen 5 und 100 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 46 bis 60 Stunden variieren. Seiner Schätzung nach seien flächendeckend zwischen 10 und 30 Liter pro Quadratmeter drin. "Das wäre ein Anfang, um etwas aufzuholen", so der Meteorologe.

B172 ab Bad Schandau bleibt weiter gesperrt

Seit fast drei Wochen brennt es im Nationalpark Sächsische Schweiz an der Grenze zu Tschechien. Die Lage hatte sich in den vergangenen Tagen etwas entspannt. Das Gebiet, in dem ein Betretungsverbot gilt, hatte sich um 55 Prozent verkleinert.

Die Kirnitzschtalstraße ist wieder für den Verkehr freigegeben. Dies gelte jedoch nicht für die B172 in Bad Schandau ab Hotel "Lindenhof" in Richtung Grenzübergang Schmilka. "Anderslautende Meldungen entsprechen nicht den Tatsachen, da der Einsatz der Kräfte zur Bekämpfung des Waldbrandes noch nicht beendet ist", teilte das Landratsamt am Sonnabend mit. Die Polizei bestätigte am Sonntag noch einmal, dass die Straße weiterhin gesperrt ist. Der Brand in der Böhmischen Schweiz gilt inzwischen als gelöscht.

MDR (ali)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 13. August 2022 | 11:00 Uhr

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