Meldungen am Montag Corona-Ticker Sachsen am 10.01.: Ärzte-Erklärung zu Impfstoff-Falschmeldungen

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Impfstoff-Phiolen. Moderna und Comirnaty
Für die Zulassungstudie wurde der Moderna-Impfstoff an mehr als 30.000 Probanden getestet, bei Biontech waren es mehr als 43.000. Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

Überblick: Die wichtigsten Meldungen des Tages

21:10 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir die Corona-Berichterstattung für heute. Die Kolleginnen und Kollegen sind morgen früh wieder für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und gehen kurz auf Segelreise mit Fans aus Sachsen, die für ihr Rock-Idol Rod Stewart ein garantiert coronafreies besonderes Ständchen zum 77. Geburtstag organisiert haben. Ahoi, bleiben Sie gesund!

20:14 Uhr | Genesenenstatus künftig nur noch digital

Vom Coronavirus genesene Menschen sollen ihren Status nach dem Willen der Bundesländer künftig ausschließlich digital mit einem QR-Code nachweisen können. Das haben die Gesundheitsminister der Länder heute beschlossen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) habe zugesichert, das zeitnah umzusetzen, sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) nach einer Videokonferenz mit ihren Kolleginnen und Kollegen. Die SPD-Politikerin ist aktuell Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz.

19:50 Uhr | Kretschmer: Teile der Bevölkerung für Argumente unerreichbar

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hält in der Debatte über die Corona-Politik manche Menschen für keinen Argumenten mehr zugänglich. "Leider sorgt der Versuch, die Situation mit Argumenten anders darzustellen, oft eher für eine Verfestigung der Meinung", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Deswegen muss man ehrlich sagen: einen gewissen Teil der Bevölkerung wird man nicht erreichen. Wir als Politik dürfen aber nicht diejenigen sein, die Menschen aufgeben."

Ich hätte Verständnis dafür, wenn die Menschen auf die Straße gehen würden und riefen: 'Wir brauchen mehr Impfstoff! Wir brauchen mehr Medikamente! Das wäre ein Grund. Gegen Schutzmaßnahmen zu sein, die Menschenleben retten, ist keiner.

Michael Kretschmer sächsischer Ministerpräsident (CDU)

Die Maßnahmen würden ergriffen, damit weniger Menschen sterben. Das sei "doch ein so hohes, auch ethisches und moralisches Gut, dass man dagegen - zumindest als nicht unmittelbar Betroffener - nicht demonstrieren kann", betonte der CDU-Politiker. Er verlangte ein besseres Durchgreifen gegen die Verbreitung von Falschinformation in sozialen Netzwerken und Messengerdiensten wie Telegram. Es kursierten "so viele Fake News und ganz bewusste Desinformationen, die richten einen riesigen Schaden an."

Unterdessen demonstrierten am Abend in vielen Städten Sachsens Menschen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. Die Polizei twitterte, dass sich die Situation in Freiberg, Chemnitz und Zwickau gegen 20 Uhr wieder beruhigte. In Görlitz sollen sich mehrere Hundert Personen auf dem Postplatz versammelt haben. In Bautzen hat sie eine größere Versammlung aufgelöst:

19:05 Uhr | Friedliche Gegenproteste in Leipzig

In Leipzig hatten sich am Abend bei 16 angemeldeten Versammlungen um die 200 bis 300 Menschen an verschiedenen Stellen in der Innenstadt getroffen. Sie wollten mit ihrem Protest den sogenannten Corona-Spaziergängern in Sachsen "deutlich widersprechen". Nach Angaben von MDR-Reportern und der Polizei Leipzig blieb der Protest weitgehend friedlich.

Den Bürgerinnen und Bürgern, die den Aufrufen des Aktionsbündnisses "Leipzig nimmt Platz" und mehrerer Parteien gefolgt waren, stand eine kleinere Gruppe von sogenannten Spaziergängern am Rande des Augustusplatzes gegenüber, die sich nicht an die Auflagen für ortsfeste Versammlungen hielten. Reporter berichteten, es habe einige Identitätsfeststellungen gegeben, zudem seien einzelne Maskenverweigerer des Platzes verwiesen worden.

18:06 Uhr | Kammern und Handelsverband fordern deutlich mehr Lockerungen

Den Industrie- und Handelskammern sowie dem Handelsverband in Sachsen reichen die Öffnungspläne der sächsischen Regierung in der kommenden Corona-Schutzverordnung nicht aus. Diese sehen unter anderem Öffnungsmöglichkeiten für Hotels, Reisebüros, Versicherungsagenturen, im Kultur- und Freizeitbereich sowie bei Sport und Messen vor.

Die Kammern und der Verband verlangen darüber hinaus, dass Buchhandlungen, Blumengeschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte genauso als Geschäfte der Grundversorgung eingestuft werden, wie Supermärkte und Drogerien. Zudem müssten die 2G-Regel für den Einzelhandel wegfallen und Öffnungsperspektiven für Bars, Clubs, Diskotheken und Saunen geschaffen werden, die nach dem Willen der Landesregierung zunächst weiter geschlossen bleiben sollen. Begründet werden die Forderungen unter anderem mit einer Wettbewerbsverzerrung wegen lockerer Regelungen in den Nachbarbundesländern.

17:44 Uhr | 990 Covid-19-Tote in Dresden 2021

Die Zahl der verstorbenen Covid-19-Patienten in Dresden hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Das Gesundheitsamt der Stadt meldete für 2021 fast 1.000 Fälle. 2020 waren es demnach weniger als 500. Auch insgesamt starben nach Angaben der Verwaltung in Dresden mehr Menschen: fast 6.600 im vergangenen Jahr, knapp 6.100 im Jahr zuvor. Beide Zahlen liegen deutlich über den Werten der Vorjahre. Zudem ging die Zahl Neugeborener erneut zurück, während sich Zu- und Fortzüge von Menschen ungefähr die Waage hielten. Die Einwohnerzahl Dresdens sank das zweite Jahr infolge - auf jetzt rund 561.000.

17:05 Uhr | RB-Leipzig-Spieler nicht mehr in Quarantäne

Die Fußball-Profis Dani Olmo, Benjamin Henrichs und Solomon Bonnah von Bundesligist RB Leipzig können ab morgen wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Nach Vereinsangaben fielen ihre heute vorgenommenen Corona-Tests negativ aus. Damit können sie in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und den Clubärzten die Quarantäne verlassen. Für den französischen Nationalspieler Nordi Mukiele meldete RB Leipzig dagegen noch keinen negativen Test.

16:52 Uhr | Aktion für Anstand und Mitmenschlichkeit in Pirna

Auf die Fassade des Rathauses von Pirna wird heute Abend eine große brennende Kerze projiziert. Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke erklärte, damit solle ein gemeinsames Zeichen für Mitmenschlichkeit, Anstand und ein friedliches Antlitz der Stadt in die Region ausgesendet werden. Er betonte, dass alle unter den Folgen der Corona-Pandemie litten. Die Menschen müssten sich aber, unabhängig von ihere Meinung, auch nach deren Ende in die Augen schauen können, betonte Hanke: "Dazu gehört es, nicht die gesellschaftlichen Differenzen, sondern unsere Gemeinsamkeiten in den Vordergrund zu stellen."

In Pirna hat es in den vergangenen Monaten immer wieder unangemeldete Protestaktionen gegen die Corona-Politik gegeben. Dabei kam es auch zu Attacken von Teilnehmern auf die Polizei.

Vor der skizzierten Stadtsilhouette von Pirna leuchtet eine brennende Kerze.
Die Stadt will ein Zeichen gegen Gewalt im Streit um die Corona-Politik setzen. Bildrechte: Stadtverwaltung Pirna

16:17 Uhr | Theater Plauen-Zwickau bereitet Spielbetrieb vor

Das Theater Plauen-Zwickau will nach dem Inkrafttreten der neuen sächsischen Corona-Schutzverordnung am Freitag schnellstmöglich den Betrieb wieder aufnehmen. Die Theaterkassen seien bereits ab morgen wieder regulär besetzt. Für kommenden Sonntag wurde die Aufführung der Oper "Don Giovanni" im Zwickauer Gewandhaus angekündigt, drei Tage später ein Sinfoniekonzert in der Neuen Welt.

Im Vogtlandtheater Plauen soll sich den Angaben zufolge nach der zweimonatigen Zwangspause am 20. Januar erstmals wieder der Vorhang heben - für die Premiere von "Auf Eis", einem Jugendstück über die Droge Crystal Meth. Das Mehrspartentheater geht davon aus, dass die Hälfte der Zuschauerplätze in den Sälen belegt werden darf und 2G-plus-Regeln gelten.

16:01 Uhr | Grüne wollen Perspektiven für Jugend und Kultur, FDP für Gastronomie

Mehrere Ausschüsse des Sächsischen Landtags haben heute über die neue Corona-Schutzverordnung beraten, die kommenden Freitag in Kraft treten soll. Im Anschluss betonten die mitregierenden Grünen, ihr Schwerpunkt seien Perspektiven für Jugendliche und für die Kultur. Ihre Gesundheitsexpertin Kathleen Kuhfuß sagte zur geplanten Anhebung der Altersgrenze für außerschulische Aktivitäten auf 18 Jahre, Kinder und Jugendliche dürfen nicht wieder zu den Verlierern der Pandemie werden. Ihnen sollte ermöglicht werden, Freunde zu treffen, Bildungs- und Freizeitangebote wahrzunehmen sowie Sport und Bewegung in Gemeinschaft zu erleben. Grünen-Kulturpolitikerin Claudia Maicher sagte, Kultur trage entscheidend zur Bewältigung der mentalen und gesellschaftlichen Herausforderungen während der Pandemie bei:

Kulturelle Angebote dürfen nicht weiterhin einseitig als Infektionstreiber gebrandmarkt werden, wenn Konsum und Restaurantbesuch dauerhaft möglich sind.

Claudia Maicher Kulturpolitikerin der Grünen

Der Dresdner FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst verlangt unterdessen einen Verzicht auf die coronabedingte Sperrstunde in der sächsischen Gastronomie und eine Öffnung der Außengastronomie unter 3G-Regeln. Die Regierung müsse jede Möglichkeit nutzen, um der durch die Beschränkungen gebeutelten Branche einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen. Derzeit müssen Restaurants in Sachsen um 20 Uhr schließen, ab Freitag spätestens 22 Uhr.

15:34 Uhr | Dresden will Projekte für Zusammenhalt in der Pandemie fördern

Dresden hat gemeinnützige Träger, Vereine, Initiativen und Einzelpersonen aufgerufen, Vorschläge für Projekte für Solidarität und Zusammenhalt in der Corona-Pandemie einzureichen. Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann, erklärte, es dürfe nicht hingenommen werden, wie vor allem Senioren, Alleinerziehende und Alleinlebende wegen der Pandemie unter fehlender menschlicher Nähen und Angst vor Vereinsamung litten. Es brauche gezielte Impulse, damit die Menschen nicht ihren Mut verlören und in der Isolation kaputtggingen. Schon kleine Gesten und Hilfen könnten viel bewegen, betonte Kaufmann. Deshalb würden 100.000 Euro zum Fördern möglichst vieler kleiner Projekte, Veranstaltungen und Aktionen bereitgestellt.

15:15 Uhr | Fenster in Glauchau funkeln länger

Das Kunstprojekt "Funkelfenster" in Glauchau ist verlängert worden. Nach Angaben der Organisatoren sind die kunstvoll gestalteten und beleuchteten Märchenwelten in der Innenstadt noch bis zum 23. Januar zu sehen. Für die Aktion wurden insgesamt 36 sonst leere Schaufenster vom Lichtensteiner Helmnot-Theater in Szene gesetzt.

Mit der Aktion soll ein Zeichen in der Corona-Pandemie gesetzt und ein Beitrag zur Belebung der Glauchauer Innenstadt gesetzt werden. Das ist den Veranstaltern nach eigenen Angaben bereits gelungen. Bisher seien rund 110.000 Besucher aus ganz Sachsen und aus Thüringen gekommen, um die Fenster zu bestaunen. Davon hätten auch benachbarte Geschäfte profitiert. Im vergangenen Jahr fand das Projekt in Lichtenstein statt. Derzeit denken die Organisatoren über eine mögliche Fortsetzung in der nächsten Weihnachtszeit nach.

Funkelfenster in Glauchau
Bildrechte: Künstler: HELMNOT THEATER, Foto: Dirk Grünig

14:29 Uhr | Forschung für genauere Daten zur Infektionslage

Es ist ein bekanntes Problem in der Corona-Pandemie: Die Meldedaten der Gesundheitsämter hinken dem aktuellen Infektionsgeschehen zeitlich hinterher und sind vor allem an und nach Feiertagen und Wochenende ungenau, weil weniger getestet wurde. Eine Möglichkeit, die Entwicklung in der Pandemie in Echtzeit zu erfassen und darzustellen, ist die Modellierung von Kontakten durch anonymisierte Mobilfunkdaten. Daran wird vor allem in den USA, aber auch in Deutschland geforscht.

14:04 Uhr | Ärzte-Erklärung zu Impfstoff-Falschmeldungen

Mehr als 50 Ärzte aus der Region Freiberg haben öffentlich auf Falschinformationen über Corona-Impfstoffe durch Kollegen reagiert. In der Erklärung auf der Facebook-Seite "Freiberg für alle" betonen sie, die Impfstoffe seien sicher und wirksam. An den Zulassungsstudien hätten jeweils zehntausende Probanden teilgenommen. Hinzu komme die weltweite Anwendung an Menschen aller Altersklassen und mit verschiedensten Grunderkrankungen. Bisher seien mehr als sieben Milliarden Impfdosen verabreicht worden. Die Nebenwirkungen würden sehr genau erfasst, weltweit kommuniziert und nachgeprüft, so die Ärzte.

Einige Mediziner in der Region Freiberg hatten den Angaben zufolge in ihren Praxen einen bundesweit verbreiteten Text ausgehängt, der sich gegen eine Impfpflicht richtet. Darin wird behauptet, die Corona-Impfstoffe seien nicht vollständig erprobt und die Datenlage zu Nebenwirkungen und den Impferfolgen sei unsicher.

13:15 Uhr | Impfungen für Kinder im Krankenhaus in Bautzen

Das Krankenhaus Bautzen bietet ab Freitag Corona-Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche an. Das Angebot richte sich besonders an Jungen und Mädchen mit chronischen Erkrankungen, für die eine besondere Impfempfehlung besteht, so die Oberlausitz-Kliniken. Dennoch sei das Angebot für alle Kinder ab fünf Jahren offen. Die Impfung erfolgt nach vorheriger Terminvereinbarung in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Details zur Terminbuchung gibt es auf der Internetseite des Krankenhauses.

12:40 Uhr | Protest gegen Corona-Spaziergänger in Leipzig

In Leipzig wollen heute mehrere Initiativen den sogenannten Anti-Corona-Spaziergängen mit eigenen Aktionen begegnen. Ab 17:30 Uhr haben sie in der Innenstadt zu insgesamt 16 coronakonformen Versammlungen aufgerufen.

"Es wird höchste Zeit, dass wir mit stillem Protest zeigen, dass eine Mehrheit in unserer Stadtgesellschaft für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheitsrechte der Gemeinschaft eintritt", so einer der Initiatoren, der ehemalige Thomaskirchenpfarrer Christian Wolff. Egoistische Individualrechte seien nicht geeignet, die gemeinschaftlichen Anstrengungen zum Schutz der Gesundheit durchzusetzen, sagte er mit Blick auf die Corona-Spaziergänger.

12:28 Uhr | Stillstand oder weitermachen? - Eine Fußballkolumne

Stillstand oder weitermachen? Der Fußball ist national und international im Griff der Covid-Pandemie - egal welche Strategie gefahren wird. Thorsten vom Wege hat sich Gedanken gemacht.

11:49 Uhr | Infotag an Hochschulen und Berufsakademie

Wegen der Corona-Pandemie findet der Tag der offenen Hochschultüren erneut digital statt. Dieses Mal warten die Hochschulen und die Berufsakademie am Donnerstag, 13. Januar, mit verschiedenen Angeboten auf. Unter anderem gibt es Live-Chats mit Studierenden und Lehrenden, individuelle Online-Sprechstunden bei der Studienberatung, Online-Lehrveranstaltungen, Info-Videos und virtuelle Touren über den Campus.

11:12 Uhr | Viele Schnelltests erkennen Omikronvariante

Der Großteil der in Deutschland angebotenen Corona-Schnelltests erkennt Infektionen mit der Omikronvariante. Das hat der Präsident des Paul Ehrlich Institutes, Klaus Cichutek, mitgeteilt. Demnach ist der Nachweis mit etwa 80 Prozent der mehr als 250 erhältlichen Produkte möglich. Generell könnten Schnelltests aber nur bei einer hohen Viruslast anschlagen, betonte Cichutek.

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hatte zuletzt eine sogenannte Positivliste für Schnelltests angekündigt, um die Wirksamkeit der Produkte transparenter zu machen. Die konkreten Ergebnisse sollen in den nächsten Wochen vorgelegt werden.

10:48 Uhr | Impfaktion in Gesundheitsämtern Delitzsch und Torgau

Morgen und am Donnerstag können sich Interessierte in den Gesundheitsämtern in Delitzsch, Richard-Wagner-Straße 7a, und in Torgau, Südring 17, eine Corona-Schutzimpfung abholen. Zwischen 9 und 12 Uhr ist das sowohl mit als auch ohne Termin möglich. Termine können per Mail an corona.impfen@lra-nordsachsen.de vereinbart werden.

Zur Impfung mitzubringen sind die ausgefüllten und unterschriebenen Aufklärungsbögen sowie der Impfausweis. Für eine Boosterung müssen seit der letzten Impfung oder dem letzten positiven PCR-Test mindestens drei Monate vergangen sein.

10:22 Uhr | Wenig Flugverkehr über Deutschland

Der Luftverkehr über Deutschland hat sich im abgelaufenen Jahr 2021 nur langsam vom Corona-Tiefpunkt erholt. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) und weitere Institutionen kontrollierten mit 1,67 Millionen Starts, Landungen und Überflügen nur 14,3 Prozent mehr Bewegungen als im Jahr 2020, wie die bundeseigene Gesellschaft heute berichtete. Damit wurde eine Verkehrsdichte erreicht, die knapp über der im Jahr 1991 lag und in etwa der Hälfte des vor Corona beobachteten Niveaus entsprach.

Am schnellsten erholten sich unter den Flughäfen Frankfurt und Leipzig-Halle, die auch die beiden größten Drehscheiben für die weiterhin sehr gefragte Luftfracht in Deutschland sind. An kleineren Airports wie Dresden, Bremen, Erfurt oder Münster fielen die Flugbewegungen noch unter die Zahlen aus dem Jahr 2020.

Eine Antonov ist auf dem Leipziger Flughafen gelandet
Corona-Tests flog im November eine Antonow nach Leipzig. Bildrechte: Leipzig-Halle Airport, Uwe Schoßig

09:54 Uhr | Gelungene Impfaktion im Theater von Bautzen

In einem Bautzener Theater haben am Sonnabend 337 Personen das Impfangebot der Initiative "Bautzen gemeinsam" angenommen. Dies sei ein voller Erfolg, so Peter-Paul Straube vom Organisationsteam. Zahlreiche Bautzener ohne Hausarzt seien der Aktion gefolgt, hieß es. Die meisten Männer und Frauen waren zwischen 30 und 50 Jahre alt. Impfen ließen sich aber auch Jugendliche und Hochbetagte.

Außenansicht Theater Bautzen.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das Impfangebot wurde von der Gruppe "Bautzen gemeinsam" mit dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater, drei niedergelassenen Ärztinnen mit ihrem Teams und der Stadtapotheke "Alte Apotheke" in Löbau organisiert. Die impfenden Medizinerinnen verzichteten auf ihr Honorar.

09:25 Uhr | Rückblick auf Intensivbettenprognose

Anfang Dezember hatte der damalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn davor gewarnt, dass die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen in den Wochen darauf auf über 5.000 steigen würde. Tatsächlich gingen die Zahlen dann aber zurück.

08:51 Uhr | Corona-Impfung im Dresdner Rathaus

Ab heute gibt es im Rathaus in Dresden ein kommunales Impfzentrum. Es hat von Montag bis Sonnabend zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Für eine Corona-Schutzimpfung muss vorher ein Termin im Onlineportal gebucht werden.

In Dresden gibt es bereits das Impfzentrum auf dem Messegelände und den Impfpunkt im Hörsaalzentrum der Technischen Universität Dresden. Sie werden vom Deutschen Roten Kreuz betrieben und vom Freistaat finanziert. Für den Aufbau und Betrieb des kommunalen Impfzentrums im Dresdner Rathaus hat der Freistaat vier Millionen Euro zur Verfügung gestellt, wie die Stadt Dresden mitteilte.

08:30 Uhr | Impfungen im alten Arbeitsamt in Glauchau

In Glauchau geht heute ein neues Impfzentrum an den Start. Im ehemaligen Arbeitsamt werden vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Impfungen angeboten. Eine Terminbuchung ist heute nicht nötig. Geimpft wird von 9:30 bis 13 Uhr und 14:15 bis 18:30 Uhr.

An den folgenden Tagen gibt es vormittags Impfungen nach vorheriger Buchung. Das ist per Telefon unter der Nummer 03763/65600 von Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 12 Uhr sowie zwischen 13 und 16 Uhr möglich und am Freitag zwischen 9 und 12 Uhr. Nachmittags können Impfwillige spontan im alten Arbeitsamt vorbeikommen. Angeboten werden Erst-und Zweit-Impfungen ab zwölf Jahren sowie Boosterimpfungen für Volljährige.

07:57 Uhr | Wer soll den Pflegebonus erhalten?

Seit Beginn der Pandemie gehören die Beschäftigten im medizinischen Bereich zu denen, die am härtesten arbeiten. Die Bundesregierung will ihnen deshalb einen Bonus bezahlen. Das gab es 2020 schon einmal. Doch nicht alle, die regelmäßig im Kontakt mit Corona-Patienten waren, haben den Bonus bekommen. Nun soll die Zahlung vor allem an Intensiv-Pflegepersonal gehen. Und auch diesmal sorgt das für Diskussionen.

07:13 Uhr | Uni Leipzig beginnt mit Präsenzlehre

Die Universität Leipzig hält ab heute wieder Lehrveranstaltungen ab. Zur Teilnahme müssen Studierende geimpft, genesen oder getestet sein und mindestens eine medizinische Maske tragen. Die Rückkehr zum Präsenzbetrieb begründet die Unileitung unter anderem mit einer Studie der Unfallkasse Sachsen, demzufolge von Hochschulen kein einziges Ausbruchsgeschehen bekannt sei.

06:46 Uhr | Inzidenzwert ist gestiegen

In Sachsen liegt die Corona-Wocheninzidenz aktuell bei 323. Am höchsten ist der Wert dabei mit rund 394 in Dresden und am niedrigsten im Landkreis Zwickau mit einem Wert von 248,1.

06:10 Uhr | Proteste am Wochenende

In Dresden-Laubegast haben nach Polizeiangaben einige hundert Personen gegen die Corona-Beschränkungen protestiert. Dabei sei ein Pressevertreter angegriffen worden. Der mutmaßliche Täter konnte den Angaben zufolge festgenommen werden. Gegen ihn sei Anzeige wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte erstattet worden.

In vielen Teilen Deutschlands sind am Wochenende tausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Die größte Demonstration gab es am Sonnabend in Hamburg, an der sich laut Polizei fast 14.000 Personen beteiligten. Proteste mit mehreren tausend Teilnehmern gab es außerdem in Frankfurt am Main, Düsseldorf, Freiburg und Magdeburg.

05:41 Uhr | Schnelltests werden auf Wirksamkeit überprüft

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach lässt die gängigen Corona-Tests auf ihre Wirksamkeit überprüfen. Der SPD-Politiker sagte in der ARD, derzeit wisse man noch nicht, wie gut diese bei der Omikronvariante wirkten. Er habe deshalb das Paul-Ehrlich-Institut beauftragt, eine sogenannte Positivliste zu erstellen. Damit erhalte man Klarheit, welche Tests die Mutation zuverlässig beziehungsweise besonders früh erkennen.

Mit einem Ergebnis rechnet Lauterbach in den nächsten Wochen. Zuvor hatten bereits die Verbraucherzentralen eine Überprüfung der erhältlichen Corona-Tests gefordert.

05:12 Uhr | Umfrage zu geplanten Corona-Lockerungen

Seit Freitag ist klar, es wird Corona-Lockerungen ab dem 14. Januar geben. Und das in einer Zeit, in dem die Infektionszahlen wieder steigen. Was denken die Bürger darüber?

05:03 Uhr | Dampfeisenbahnen in Pandemie mit weniger Fahrgästen

Trotz einer leichten Erholung sind bei Sachsens Dampfeisenbahnen auch im vergangenen Jahr viele Fahrgäste weggeblieben. Etwa 455.000 Menschen hätten die Fichtelbergbahn, die Lößnitzgrundbahn und die Weißeritztalbahn genutzt, sagte Geschäftsführer Roland Richter. Das seien mehr als 2020 (442.000), aber weit weniger als vor Ausbruch der Corona-Pandemie mit zuletzt 653.000 im Jahr 2019.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 10. Januar 2022 | 19:00 Uhr

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