Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 04.01.: Sachsen will zwischen Geimpften und Ungeimpften unterscheiden

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

2G Corona Schild am Einkaufscenter
Bildrechte: imago/CHROMORANGE/dpa

21:00 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir die Berichterstattung zur Corona-Lage für heute. Die Kolleginnen und Kollegen sind morgen früh wieder für Sie da. Bitte bleiben Sie gesund und helfen Sie damit dem medizinischen Personal in Sachsen. Denn: "Wir fahren auf der Felge", beschrieb der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig, Christoph Josten, die Situation für die Mitarbeiter in Krankenhäusern.

20:16 Uhr | Fahrplan für Sachsen: Geimpft, ungeimpft - 2G, 2G-Plus

Wie wird Sachsen weiter in der Corona-Krise verfahren? "Es wird eine Hotspot-Strategie geben, die sich an der Inzidenz orientiert", kündigte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Abend an. In Regionen mit Inzidenzen von mehr als 1.000 oder 1.500 müsse schneller gehandelt werden können. Und: "Man wird unterscheiden müssen zwischen Geimpften und Ungeimpften", sagte Kretschmer. 2G und 2G-Plus werde eine Rolle spielen. Bei 2G-Plus müssten stets "kluge Hygienekonzepte" vorgelegt werden.

Am Mittwoch, 12. Januar, will das sächsische Kabinett die Beschlüsse bekannt geben.

20:04 Uhr | Interessenvertreter sollten konsequenter handeln

Der Mitgeschäftsführer des Erzgebirgsklinikums, Marcel Koch, hat die Interessenverbände und Branchenvertreter in Sachsen dazu aufgefordert, "endlich konsequenter" auf die Einhaltung der Corona-Regeln bei ihren Mitgliedern zu dringen. Sie sollten sich bei ihren Leuten dafür einsetzen, dass sie die Regeln einhalten und Masken tragen, verlangte er in einer Videokonferenz mit Experten am Dienstagabend. Koch ärgerte sich über Lockerungsforderungen, während Kliniken unter der Last Corona-Erkrankter ächzen. Mit "Ja, aber"-Diskussionen komme man nicht weiter, meinte er.

Die Last kann nicht allein auf die Krankenhäuser abgewälzt und die Verantwortung nicht nur der Politik aufgebürdet werden.

Marcel Koch Mitgeschäftsführer Erzgebirgsklinikum

Zugleich rief er die Menschen in Sachsen dazu auf, sich impfen zu lassen. Aktuell liegen auf den Intensivstationen des Erzgebirgsklinikums 19 ungeimpfte Schwerkranke, ein Corona-Patient sei geimpft.

19:41 Uhr | Impfstellen in Klippenstein und Dresden

Die vor wenigen Tagen eröffnete Impfstelle im Schloss Klippenstein wird gut angenommen, teilte die Stadtverwaltung Radeberg mit. Demnach werden weiterhin jeweils mittwochs und donnerstags Impfungen angeboten (von 9 -13 Uhr und 14-18 Uhr).

In Dresden gibt es Ende dieser Woche wieder Corona-Schutz-Impfungen in der Semperoper und im Staatsschauspiel, erstmals auch für Kinder und Jugendliche. Die Semperoper öffnet dazu am Freitag von 15 -18 Uhr, das Staatsschauspiel am Sonnabend von 10:30 Uhr-14 Uhr.

18:40 Uhr | Nach Omikron-Ausbruch DSC- Spiel abgesagt

Das Bundesliga-Spiel der Volleyballerinnen des Dresdner SC beim VC Neuwied am Sonnabend ist abgesagt worden. Bei Tests zum Trainingsstart 2022 seien mehrere Teammitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte Gastgeber Neuwied mit. Ein neuer Termin für die Partie ist noch unklar

Da es sich hierbei um die Omikron-Variante handelt, hat das Gesundheitsamt Neuwied eine umgehende Quarantäne für alle Spielerinnen und Trainer, unabhängig vom jeweiligen Impfstatus der negativ getesteten Personen, angeordnet.

Mitteilung des VC Neuwied

17:57 Uhr | Corona-Debatte im MDR-Livestream

Ab 18 Uhr diskutierte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) mit Experten zur Corona-Lage und Entwicklungen wegen der Omikron-Variante. Die Debatte mit dem Weltärztepräsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery und Omikron-Mitentdecker und Virologen Wolfgang Preiser konnten Nutzer im MDR-Livestream mitverfolgen.

17:14 Uhr | Theater in Sachsen: Warum Corona-Kritik auf die Bühne gehört

Am Montag haben sich sächsische Theaterintendanten mit Ministerpräsident Michael Kretschmer und Kulturministerin Barbara Klepsch über die aktuelle Lage und mögliche Öffnungsszenarien ausgetauscht. Dabei wurde in Aussicht gestellt, Kultureinrichtungen in Sachsen ab dem 14. Januar öffnen zu können, sofern die Überlastungsstufe nicht erreicht werde. Von dem Gespräch berichtet der Generalintendant des Theaters Plauen-Zwickau, Roland May, im Interview. Er erklärt, warum Theater zum Thema Impfen allein mit künstlerischen Mitteln Stellung beziehen sollten – und warum er gegen eine Impfpflicht ist:

16:50 Uhr | Verlust für Sachsens Textilhandel

Bekleidungsgeschäfte haben in Sachsen besonders unter den coronabedingten Einschränkungen 2021 gelitten. Die gesamten Umsätze im Non-Food-Handel, also ohne Lebensmittel, lagen von Januar bis zur 51. Kalenderwoche etwa 35 Prozent unter denen des Vorkrisenzeitraums 2019, teilte der Handelsverband Sachsen mit. Am deutlichsten waren demnach die Umsatzverluste im Bekleidungseinzelhandel zu spüren. Bei den Kunden-Frequenzen wurde ein Rückgang von etwa 40 Prozent registriert.

16:46 Uhr | Bilanz 2020: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Leben und Wirtschaft in Leipzig

Die Corona-Pandemie hat auch 2021 Auswirkungen auf das Leben in Leipzig. Laut der Jahresbilanz der Stadtverwaltung hat sich beispielsweise das Umzugsgeschehen deutlich verringert: Mit 34.051 Zuzügen sei dies der niedrigste Wert 2013 gewesen. Rückgänge gab es auch bei den Besucherzahlen in Leipziger Kinos (minus 64 Prozent) und in Museen (minus 53 Prozent).

Auch die Passagierzahlen am Flughafen Leipzig-Halle sind den Angaben zufolge um 80 Prozent eingebrochen, die Übernachtungszahlen in den Leipziger Beherbergungsbetrieben um 46 Prozent. Die durchschnittliche Bettenauslastung habe 2020 bei 27,6 Prozent gelegen, im Jahr davor waren es laut Stadtverwaltung noch 49,2 Prozent gewesen.

Die Pandemie hatte dem Bericht zufolge weitere wirtschaftliche Auswirkungen: Der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe ging um fünf Prozent zurück. Bei den Steuereinnahmen zeigte sich ein Rückgang um 19 Prozent. Trotz coronabedingter Einschränkungen und Schutzmaßnahmen seien die Gewerbesteuereinnahmen jedoch gestiegen, weil die Stadt weitere Ansiedlungen und Firmenerweiterungen verbuchen konnte.

15:42 Uhr | Corona-Impfung macht nicht unfruchtbar

Das Robert-Koch-Institut und verschiedene Studien betonen einhellig, dass die Sorge vor Unfruchtbarkeit nach einer Corona-Impfung unberechtigt ist. Vielmehr sind Schwangere besonders gefährdet, schwer an Corona zu erkranken. Alle Fakten hat MDR WISSEN zusammengetragen.

15:36 Uhr | Dresden hat Corona-Kontrollen im Dezember verdoppelt

Im Dezember hat die Stadt Dresden knapp 2.600 mal verhängte Corona-Quarantänen kontrolliert - und damit doppelt so häufig wie im November 2021. Dabei wurden sieben Verstöße festgestellt. Im November waren es zwei. Wie die Stadt mitteilte, wurde zudem der öffentlichen Nahverkehr stärker kontrolliert. Im Dezember habe es 150 Verstöße gegen die Corona-Regeln geben. Im November waren es laut Stadt 100.

Im Einzelhandel und in den Gaststätten und Restaurants sei hingegen ein deutlicher Rückgang der Verstöße erkennbar gewesen. Von rund 180 Verstößen im November sank die Zahl auf knapp 50 im Dezember.

15:23 Uhr | Neue Corona-Variante in Frankreich entdeckt

In Frankreich ist eine weitere Mutation des Corona-Virus entdeckt worden. Experten zufolge stellt sie bisher keine große Gefahr dar. "Wir sollten diese wie auch andere Varianten beobachten. Aber es besteht kein Grund, speziell über diese Variante besorgt zu sein", sagte Richard Neher, Experte für Virusvarianten an der Uni Basel. Der US-Epidemiologe Eric Feigl-Ding twitterte: "Ich mache mir wegen B.1.640.2 noch keine großen Sorgen. Ich bezweifle, dass sie sich gegen Omikron oder Delta durchsetzt."

15:10 Uhr | Dresdner Stadtspitze unterstützt Kerzenaktion

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und sieben weitere Beigeordnete der Stadt unterstützen den Aufruf der zivilgesellschaftlichen Initiative "Haltung zeigen". Die Corona-Pandemie sei eine Bewährungsprobe für das demokratische Miteinander, erklärten die Kommunalpolitiker. Hass, Hetze, Gewalt und Verschwörungstheorien dürften als Mittel der gesellschaftlichen Auseinandersetzung nicht akzeptiert werden. Es sei "richtig und notwendig, dass die Zivilgesellschaft in Dresden, aber auch im ganzen Land, hier ein klares Zeichen setzt", heißt es in einem Statement der Kommunalpolitiker.

"Haltung zeigen" ruft für Sonnabend zu einer Kerzenaktion auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche auf, um ein Zeichen gegen die zum Teil gewalttätigen Proteste gegen Corona-Beschränkungen zu setzen. Zugleich werde der mehr als 1.400 Menschen in Dresden gedacht, die an oder im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind.

14:25 Uhr | Sachsen will Schulen offenhalten

Sachsen will seine Schulen mit den bekannten Corona-Regeln offenhalten. Das Kabinett will am Freitag eine entsprechende neue Corona-Verordnung beschließen, teilte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) mit. Die aktuell geltende Kita-Verordnung läuft am 9. Januar 2022 aus.

Für Kitas und Grundschulen sieht der Entwurf den Angaben zufolge weiter den eingeschränkten Regelbetrieb vor, sodass Klassen und Gruppen streng getrennt bleiben müssen. In Schulgebäuden gelte zudem immer dann eine Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Ab Klasse 5 müssen Schülerinnen und Schüler laut Ministerium auch im Unterricht Maske tragen. Zudem gilt eine dreimalige Testpflicht pro Woche. Die neue Schul- und Kitaverordnung soll vier Wochen lang gelten. Sollten die Fallzahlen in dieser Zeit stark steigen, sei eine Verschärfung der Beschränkungen denkbar, sagte Piwarz.

13:50 Uhr | Gewerkschaft: Schulschließungen bei hohen Infektionszahlen sinnvoll

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sich für Schulschließungen im Falle hoher Infektionszahlen durch die Omikron-Variante ausgesprochen.

Wenn ohnehin viele Schüler und Klassen in Quarantäne sind, müsste man überlegen, ob das nicht die sinnvollere Variante ist.

Uschi Kruse Landesvorsitzende GEW

Ende vergangenen Jahres, als Sachsen Corona-Hotspot in Deutschland war, sei dieser Punkt an einigen Stellen überschritten gewesen. "An vielen Orten hat es zwischenzeitlich keine verlässliche Schule mehr gegeben, auch wenn die Schulen nicht offiziell geschlossen wurden", so Kruse.

Trotz eines neuen Musterhygieneplans vermisst Kruse andere sinnvolle Vorkehrungen. "Es fehlt Personal, um die Klassen teilen zu können. Auch unabhängig davon, wie die Quarantäne-Regeln geändert werden, fallen bei hohen Infektionszahlen Lehrer aus", sagte sie. Zudem sei der Schülerverkehr nicht entzerrt worden und die Kinder säßen in den Bussen zu dicht nebeneinander. Auch Luftfilter fehlten nach wie vor in den Klassenzimmern.

13:35 Uhr | Sächsische Corona-Notfallverordnung soll um eine Woche verlängert werden

Die aktuell gültige sächsische Corona-Notfallverordnung soll länger gültig sein als bisher angedacht und nun bis zum 14. Januar 2022 gelten. Das teilte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag auf einer Pressekonferenz mit. Ursprünglich sollte die Verordnung bis zum 9. Januar in Kraft bleiben. Ab dem 15. Januar sollen dann neue Corona-Regeln für Sachsen gelten - und zwar bis zum Beginn der Winterferien.

Hintergrund für die Verlängerung der bestehenden Verordnung sei die Datenlage, die laut Robert-Koch-Institut aufgrund der Feiertage nicht solide ist, so die Ministerin. Außerdem sollen die bundesweiten Beratungen, wie die Ministerpräsidentenkonferenz am Freitag, abgewartet werden.

Zudem teilte die Sozialministerin mit, dass es in Sachsen bisher 35 bestätigte Omikron-Fälle gibt. In 149 Fällen bestünde ein Verdacht auf die neueste Mutation des Corona-Virus‘.

13:13 Uhr | Einzelhandel mit Rekordumsatz

Der Einzelhandel in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand bei den Umsätzen erzielt. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Danach stiegen die Einnahmen um 3,1 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2020. Vor allem der Online-Handel habe zu dieser Entwicklung beigetragen. Weniger Umsatz machte den Statistikern zufolge die Bekleidungsbranche.

12:34 Uhr | Auerbachs Keller in Leipzig geschlossen

Leipzigs berühmtestes Restaurant, der Auerbachs Keller, ist seit Neujahr geschlossen. Wegen der Corona-Einschränkungen sei ein wirtschaftlicher Betrieb aktuell nicht möglich, sagte Pächter Renè Stoffregen der Bild-Zeitung. Alle Mitarbeitenden seien in Kurzarbeit. Weiter geöffnet ist dagegen die zum Restaurant gehörende Mephisto-Bar in der Mädler-Passage. Dort gebe es Klassiker wie Rindsroulade oder Sächsischen Sauerbraten auch zum Mitnehmen.

Thomas Wolffgang, Landeschef Mitteldeutschland im Verband der Köche 23 min
Bildrechte: MDR / Raja Kraus

12:18 Uhr | Maskenverweigerer schlägt mit der Faust zu

Ein Maskenverweigerer hat am Montag einem Bundespolizisten in einer Regionalbahn im Erzgebirge mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die Tat passierte auf der Strecke von Zwickau nach Johanngeorgenstadt. Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung mit dem Beschuldigten wegen des Nichttragens eines Mund-Nasen-Schutzes sowie Rauchens im Zug. Der Bundespolizist wurde bei der Attacke leicht verletzt und war zunächst nicht mehr dienstfähig. Der 37-jährige Angreifer hatte reichlich zwei Promille intus.

11:56 Uhr | Kritik an Grabkerzen vor Klinik

Nach einem sogenannten Corona-Spaziergang im vogtländischen Rodewisch waren am Sonntagabend vor dem Klinikum Obergöltzsch Grabkerzen abgestellt worden. Etwa 30 Menschen hatten dort auch gegen die Impfpflicht für Pflegekräfte demonstriert.

Rodewischs Bürgermeisterin Kerstin Schöniger äußerte gegenüber MDR SACHSEN Kritik an der Aktion. Vor einer Klinik, in der Babys geboren werden und Menschen sich von einer Operation erholen oder auch um ihr Leben ringen, sei das geschmacklos, sagte sie.

11:15 Uhr | Plauens Theaterchef über Öffnungsperspektive für Kultur

Sächsische Theaterintendanten haben mit Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) über eine Öffnungsperspektive für Theater verhandelt. Auch Roland May, Generalintendant vom Theater Plauen-Zwickau, war dabei. Er zeigt sich optimistisch.

10:58 Uhr | Zwickauer Stadträte verurteilen Angriff auf Polizistin

Die Zwickauer Stadtratsfraktionen und Oberbürgermeisterin Constanze Arndt verurteilen den mutmaßlichen Angriff eines Stadtratmitglieds auf eine Polizistin. Der Ältestenrat war wegen des Vorfalls, der bei einer illegalen Corona-Demonstration passiert sein soll, zu einer Sondersitzung zusammengekommen. Arndt hatte die Beratungen gestern Nachmittag kurzfristig einberufen.

"Es wird eine eine gemeinsame Pressemitteilung von der Stadtverwaltung und vom Stadtrat geben, worin wir uns erstens klar solidarisch zeigen mit unserer Polizei und zweitens jegliche Art der Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung verurteilen und ablehnen", sagte der Chef der Zwickauer Gemeinschaftsfraktion SPD/Grüne/Tierschutzpartei, Jens Heinzig. Der Ältestenrat habe sich darauf verständigt, keine Konsequenzen zu ziehen, solange die Schuld des Stadtratmitglieds nicht gerichtlich erwiesen ist.

10:23 Uhr | Mehr Beschäftigte in Kurzarbeit

Sachsens Arbeitsmarkt halte der Krise weiter stand, erklärte der Chef der Regionaldirektion der Arbeitsagentur, Klaus-Peter Hansen. Auch dank des Kurzarbeitergeldes gelinge es, die nie da gewesene Herausforderung zu bewältigen.

Allerdings hätten in den vergangenen drei Monaten 7.000 Unternehmen im Freistaat neu Kurzarbeit für etwa 70.000 Beschäftigte angezeigt. Betroffen seien vor allem Gastronomie, Beherbergung, persönliche Dienstleistungen und Einzelhandel. Das sind jene Branchen, die von den seit 22. November geltenden schärferen Corona-Beschränkungen besonders betroffen sind.

10:11 Uhr | Großbritannien kein Virusvariantengebiet mehr

Das Robert-Koch-Institut (RKI) führt Großbritannien und Südafrika nicht mehr als Virusvariantengebiete auf. Das gilt auch für sieben weitere Länder im Süden Afrikas, wie das Auswärtige Amt mitteilte. Laut RKI sei eine Ausweisung von Virusvariantengebieten nicht mehr notwendig, da sich die Coronavirus-Variante Omikron auch in Deutschland ausbreite.

Die neun Staaten gelten in Zukunft als Hochrisikogebiete. Für geimpfte und genesene Reisende entfällt damit die Quarantänepflicht. Ungeimpfte müssen bei der Einreise aus einem Hochrisikoland nach Deutschland zehn Tage in Quarantäne. Diese kann mit einem negativen Testergebnis auf fünf Tage verkürzt werden.

09:07 Uhr | Impfaktion in Semperoper und Schauspielhaus

An diesem Freitag besteht die Möglichkeit, sich zwischen 15 und 18 Uhr in der Semperoper gegen Covid-19 impfen zu lassen. Darüber informierten die Sächsischen Staatstheater. Am Sonnabend gibt es eine weitere Impfaktion im Dresdner Schauspielhaus zwischen 10.30 und 14 Uhr. Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen werden bei Erwachsenen an beiden Tagen mit dem Moderna-Impfstoff vorgenommen.

Erstmalig stehe auch Kindern und Jugendlichen ein Impfangebot mit Biontech zur Verfügung, heißt es weiter in einer Mitteilung.

Alle Impfwilligen werden gebeten, sich mit den notwendigen ausgefüllten Unterlagen, ihrer Krankenversicherungskarte sowie ihrem Impf- und Personalausweis einzufinden. Personen unter 18 Jahren benötigen die Begleitung eines Erziehungsberechtigten. Für die Impfungen von Kindern zwischen fünf und elf Jahren ist zusätzlich eine Einwilligungserklärung der Sorgeberechtigten erforderlich.

08:36 Uhr | Reaktionen zur Verkürzung der Quarantäne

Die schnelle Ausbreitung der Omikronvariante könnte erneut Änderungen im Umgang mit dem Coronavirus bringen. Beim Bund-Länder-Treffen am Freitag soll unter anderem über eine Verkürzung der Quarantänezeit entschieden werden. Pflegeeinrichtungen begrüßen das, solange der Schutz der Patienten gewährleistet werden könne. Die Wirtschaft dagegen will auf klare wissenschaftliche Werte warten.

07:51 Uhr | Nur ein Drittel Besucher im Museum der Westlausitz

Das Museum der Westlausitz in Kamenz zieht für das Jahr 2021 eine durchwachsene Bilanz. Durch die coronabedingten Schließungen und den Wegfall vieler Veranstaltungen seien im Vergleich zu normalen Jahren schätzungsweise nur ein Drittel der Besucher gekommen.

07:25 Uhr | Impfungen ab heute am Klinikum Mittweida

Das Klinikum Mittweida bietet ab heute Corona-Schutzimpfungen für Erwachsene an. Termine dafür können online über die Homepage der Klinik oder über die Seite vom Landkreis Mittelsachsen gebucht werden. Impftage sind jeweils Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in der Zeit von 12 bis 18 Uhr. Der Zugang erfolgt nicht über den Haupteingang, sondern ausschließlich über den Eingang Gabelsberger Straße.

06:59 Uhr | Hohe Arbeitsbelastung bei der Polizei

Die Lage der sächsischen Polizei bleibt angespannt. Bereits vor Corona gab es einen Personalmangel, der sich nun durch Ausfälle verschärft. Und dabei haben die Beamten wegen Protesten und Kontrollen viel zu tun.

06:22 Uhr | Corona-Wocheninzidenz im Freistaat gesunken

In Sachsen ist die Corona-Wocheninzidenz von 327 auf 288 gesunken. Dabei verzeichnet der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit rund 400 den höchsten Wert im Freistaat. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist den sechsten Tag in Folge gestiegen. Das Robert-Koch-Institut gab heute Morgen den Wert mit 240 an. Gestern lag dieser bei rund 232.

05:50 Uhr | Gewalt bei Corona-Demo in Lichtenstein

Bei einem illegalen Protest gegen Corona-Maßnahmen hat es gestern Abend in Lichtenstein bei Zwickau Ausschreitungen gegeben. Laut Polizei hatten sich in einen Pulk von etwa 200 Demonstrierenden etwa 60 gewaltbereite junge Leute gemischt. Man habe sie separiert, um ihre Identitäten festzustellen, hieß es.

"Diese widersetzten sich mit mehreren Durchbruchsversuchen der polizeilichen Maßnahme und griffen die Beamten massiv an. Darüber hinaus versprühten Teilnehmer Reizstoffe gegen die Einsatzkräfte. Eine Person versuchte, einem Beamten die Dienstwaffe zu entreißen und ein Polizist erlitt eine Bissverletzung durch einen Teilnehmer der Versammlung", teilte die Polizeidirektion mit. Insgesamt seien 14 Beamte verletzt worden.

05:24 Uhr | Bühnenverein verlangt Öffnungen

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) will sich bei den Kabinettsverhandlungen in dieser Woche für die Öffnung von Kultureinrichtungen einsetzen. "Mein Ziel wird sein, dass die Kultureinrichtungen öffnen, sowohl unsere Museen als auch die Theater. Aber auch der Tourismus soll eine Rolle spielen", sagte die Ministerin gestern nach einer Videokonferenz mit dem sächsischen Landesverband des Deutschen Bühnenvereins.

05:08 Uhr | DRK betreibt mehr als 60 Impfstellen

In Sachsen gibt es inzwischen mehr als 60 Impfpunkte des Deutschen Roten Kreuzes, wie DRK-Sprecher Kai Kranich MDR SACHSEN sagte. Dabei setze man auf dezentrale Angebote. So konnte man sich gestern beispielsweise direkt neben der Skipiste in Altenberg impfen zu lassen.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 04. Januar 2022 | 19:00 Uhr

Mehr aus Sachsen

Zwei Frauen enthüllen zwei Bildtafeln 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK