Dienstag Corona-Ticker Sachsen: Festung Königstein will wieder durchstarten

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Überblick: Die wichtigsten Meldungen am 08.02.

19:15 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle endet die aktuelle Corona-Berichterstattung für heute. Wir sind morgen früh wieder mit neuen Informationen für Sie da. Einstweilen wünschen wir Ihnen einen entspannten Abend, verbunden mit der Bitte: Bleiben Sie gesund!

18:31 Uhr | Unterschiede bei Betretungsverboten für Ungeimpfte?

Wie kann es sein, dass Pflegekräften, die nicht geimpft sind, ein Betretungsverbot für die Einrichtung ausgesprochen werden kann, während Besucher das Haus weiterhin betreten dürfen? Diese Frage hatte eine Hörerin bei MDR SACHSEN gestellt. Wir haben beim Bundesgesundheitsministerium und dem Sozialministerium Sachsen nachgefragt.

17:52 Uhr | Große Pläne auf der Festung Königstein

Fast 200 Tage war die Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz im vergangenen Jahr coronabedingt geschlossen. Über den Sommer bis zum Lockdown im November kamen knapp 222.000 Gäste und damit auch ein Drittel weniger als im ersten Corona-Jahr 2020.

Nun schaut man aber nach vorn. Das seit Mitte Januar wieder geöffnete Felsplateau will 2022 mit "neuen Attraktionen" punkten. Die Schau "Von Möhrenbeet bis Festungswald" beleuchtet ab dem 30. April erstmals ausführlich die gärtnerische und landwirtschaftliche Nutzung der Freiflächen sowie die militärische Begrünung. Mit einem Festwochenende wird der italienische Maler Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, zum 300. Geburtstag gefeiert. Und im Sommer wird das renovierte Schatzhaus, wo im 19. Jahrhundert bis zu 3,5 Millionen Taler sowie der sächsische Staatsschatz lagerten, wiedereröffnet.

16:36 Uhr | Auch Staatsbetriebe kämpfen gegen Krise

In der Pandemie haben auch die Betriebe mit sächsischer Staatsbeteiligung gelitten. "Die Krise hat sich auf nahezu all unsere Beteiligungen ausgewirkt", sagte Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU). Die Flughäfen hätten Einbrüche im Passagierverkehr erlitten, während die Leipziger Messe 2021 und auch zu Beginn dieses Jahres den Betrieb habe weitgehend einstellen müssen. Auch die staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten oder die Landesbühnen hätten monatelang schließen müssen. "Insofern stehen unsere Beteiligungsunternehmen ebenso wie die private Wirtschaft in den nächsten Jahren vor enormen wirtschaftlichen Herausforderungen", betonte der CDU-Politiker.

16:08 Uhr | Sozialministerium wartet mit Umsetzung der Impfpflicht noch

Das sächsische Sozialministerium will nicht bis zum Freitag den angekündigten Leitfaden zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht veröffentlichen. Stattdessen soll der Beschluss der Bund-Länder-Konferenz am 16. Februar abgewartet werden. Man hoffe dort auf eine Klärung für ganz Deutschland. Es seien noch zu viele Fragen offen, sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber heute nach der Kabinettssitzung.

Der Leitfaden soll den Gesundheitsämtern eine einheitliche Handhabung bei der Umsetzung des Gesetzes ermöglichen. Ein Drittel der Pflegekräfte in Sachsen ist ungeimpft, so das Sozialministerium.

15:52 Uhr | Leipziger Kunsthalle in Corona-Krise?

Die Türen der Kunsthalle der Leipziger Sparkasse sind geschlossen. Das hat mit dem Corona-Lockdown der vergangen Wochen nichts mehr zu tun. Während der Pandemie ist den Organisatoren einiges klar geworden, das sie bei künftigen Ausstellungen beachten wollen.

13:48 Uhr | Dresdner Museen: Müssen Publikum zurückgewinnen

Mit der Wiederöffnung nach dem jüngsten Lockdown stellen sich die Museen der Stadt Dresden neu auf. "Wir müssen überlegen, wie aktivieren wir unser Publikum wieder", sagte Direktor Gisbert Porstmann heute. Er stellte ein ambitioniertes Programm von Ausstellungen und Projekten in den zehn Häusern des Museumsverbundes und ein Winterferienprogramm vor, mit dem Besucher wiedergewonnen werden sollen. Durch die Pandemie sei die Besucherbindung verloren gegangen.

Es wird ein Jahr dauern, um sie zu animieren.

Gisbert Porstmann Direktor der Museen der Stadt Dresden

12:15 Uhr | Diakonie: Impfpflicht-Gesetz schlecht gemacht

Die Diakonie Sachsen sieht die Einführung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht mit Sorge. "Das Gesetz ist handwerklich so schlecht gemacht, dass die damit verbundenen Unsicherheiten und Implikationen vielen unserer diakonischen Träger mehr als Kopfzerbrechen bereiten", erklärte Sachsens Diakoniechef Dietrich Bauer. Nach derzeitigem Stand werde ein Chaos befürchtet. Ein "Unruhepotential" sei schon jetzt "tagtäglich mit Händen zu greifen"

Es müsse "endlich eine umfassende Klärung herbeigeführt werden, wie es ab Mitte März weitergehen kann", erklärte Bauer. Die Diakonie Sachsen sei mit mehr als 9.000 Plätzen in der stationären Altenhilfe, 115 ambulanten Pflegediensten und 8.000 Wohnangeboten für Menschen mit Behinderung einer der großen Anbieter in Sachsen.

11:25 Uhr | Leipziger Polizeichef: Beamte können Corona-Konflikte nicht lösen

Der Leipziger Polizeipräsident René Demmler hat sich gegen überzogene Erwartungen an die Polizei bei der Begleitung der Demos gegen die Corona-Maßnahmen gestellt. Für die Beamten seien die zahlreichen Demonstrationen eine erhebliche Belastung. Wenn es montags bis zu 50 Aktionen allein im Bereich der Polizeidirektion Leipzig gebe, überspanne das die Kräftesituation, sagte Demmler.

Am Montag hatte es wieder zahlreiche Proteste gegen die Corona-Politik gegeben. In Leipzig gerieten laut Polizei Maßnahmen-Kritiker und Teilnehmer des Gegenprotests aneinander. Mehrere mehrere hundert Personen versammelten sich zu einem unangemeldeten Aufzug in Engelsdorf. Die Polizei versuchte diesen Aufzug von der angemeldeten Versammlung des Gegenprotests "Leipzig nimmt Platz" zu trennen. Bei verbalen Strets zwischen den beiden Lagern wurde ein Gegenprotestierender von einem Corona-Kritiker volksverhetzend beleidigt. Gegen den 19 Jahre alten Tatverdächtigen wird ermittelt.

10:08 Uhr | Wocheninzidenz in Sachsen leicht gesunken

Die Corona-Wocheninzidenz in Sachsen ist leicht gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet heute für den Freistaat einen Wert von 962,5 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Gestern betrug der Wert 973,6. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bei 1.441.

09:55 Uhr | Bündnis #zittaugemeinsam wirbt für Sachlichkeit in Pandemie

Das Bündnis #zittaugemeinsam wirbt im Stadtgebiet für einen sachlichen Umgang mit der Pandemie und deren Folgen. Die Initiatoren appellieren an Vertrauen in die Wissenschaft und Solidarität. "Mit großer Erleichterung sehen wir nun, dass sowohl die Krankenhausbelegung als auch die der Intensivstationen stetig abnimmt", schreibt das Bündnis. "Ein großer Dank" gelte dem gesamten Pflegepersonal und der Ärzteschaft, "die in den letzten Wochen schier Unmögliches geleistet haben". Corona sei keine Weltanschauung, keine politische Theorie, sondern "ein Fakt, der vielen Menschen bereits das Leben gekostet hat beziehungsweise an dessen gesundheitlichen Folgen viele Menschen leiden".

Plakat - Solidarisch Zittau
Bildrechte: Initiatoren von #zittaugemeinsam

07:05 Uhr | Corona-Verstöße: Gesundheitsbehörden schließen zwei Läden in Radebeul

Die Ordnungs- und Gesundheitsbehörde des Landkreises Meißen hat zwei Geschäfte in Radebeul wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung vorübergehend geschlossen. Die Behörden verweisen auf teilweise mehrfache Kontrollen und Beanstandungen. Betroffen sind ein Copyshop und ein Reformhaus. Am Reformhaus hängt ein Zettel, der einen Hinweis auf die Schließungsgründe gibt: "Wir haben auch niemanden diskriminiert, der ohne Mund-Nasenschutz bei uns einkauft. (Hinweise zur Hygieneverordnung sind trotzdem am Eingang.)" Zuerst hatte die "Sächsische Zeitung" berichtet.

Ein längerer Textaushang an einer Schaufensterscheibe
Ein Reformhaus in Radebeul hat offenbar Corona-Regeln nicht ganz so ernst genommen. Nun ist der Laden vorerst behördlich geschlossen. Die Ladenbesitzerin erklärt ihren Kunden die Lagen. Bildrechte: MDR SACHSEN

05:55 Uhr | Sachsen spielen in Pandemie mehr Lotto

Die Sachsen haben 2021 durchschnittlich 80,62 Euro für Lottospiele ausgegeben. Das hat die Sächsische Lottogesellschaft mitgeteilt. Der Lottogesellschaft bescherten die Spieleinsätze in Höhe von insgesamt 327 Millionen Euro den zweitstärksten Umsatz ihrer Geschichte nach 2020, wo es 328 Millionen Euro waren. Allerdings hatte es 2021 eine Spielwoche weniger gegeben als 2020. Aber: "Wenn man das berücksichtigt, war der Umsatz im vergangenen Jahr sogar höher", sagte Sachsenlotto-Geschäftsführer Frank Schwarz.

05:37 Uhr | Weitgehend friedliche Corona-Proteste in Sachsen

Mehrere Tausend Menschen haben auf Sachsens Straßen am Montag demonstriert. In den Landkreisen Görlitz und Bautzen waren es insgesamt rund 13.900 Menschen, teilte die Polizei in der Nacht mit. Dort seien die Versammlungen weitestgehend friedlich verlaufen.

In Dresden wurden gegen drei Personen Ermittlungsverfahren eingeleitet, die Teil einer Gruppe waren, die sich gegen den Protestzug von Gegnern der Corona-Politik auf die Straße stellte. Sie forderten "nachdenken statt querdenken". In Leipzig sind laut Polizei Maßnahmen-Kritiker und Teilnehmer des Gegenprotests aneinandergeraten. Die Polizei hat den Angaben nach Ketten gebildet und eine Eskalation verhindert.

05:07 Uhr | Was passiert in Sachsen ab 16. März mit Impfpflicht-Beginn?

Im Streit um die einrichtungsbezogene Impfpflicht im Gesundheitswesen vermissen Betroffene Respekt vor den Mitarbeitenden. Im MDR-Talk "Fakt ist! Aus Dresden" berichteten zwei Vorgesetzte über Ängste Ungeimpfter und die aktuelle Lage innerhalb der Arbeitsteams:

Manche Mitarbeiter überlegen noch. Es sind nicht alles Betonköpfe! Manche sitzen am Tisch vor mir und weinen. Sie wollen ihren Beruf nicht wegwerfen.

Elke Keiner Pflegeheimleiterin über Ungeimpfte, die auf den neuen Impfstoff warten.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 08. Februar 2022 | 19:00 Uhr

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