Neuer Chef im Stendaler Rathaus Bastian Sieler übernimmt Amt des Oberbürgermeisters in Stendal

Am Montag übernimmt der parteilose Bastian Sieler die Amtsgeschäfte als Oberbürgermeister in Stendal. Bereits am vergangenen Montag war der bisherige Amtsinhaber Klaus Schmotz nach 21 Jahren als Stendaler OB in einer feierlichen Stadtratssitzung verabschiedet worden.

Zwei Männer in Anzug an einem Rednerpult, einer hält die flache Hand in die Luft zum Schwören
Am vergangenen Montag wurde Bastian Sieler (rechts im Bild) vom Stadtratsvorsitzenden Peter Sobotta vereidigt. Bildrechte: Gerhard Draschowski

Bastian Sieler (parteilos) tritt am Montag sein Amt als Oberbürgermeister von Stendal an. Der gebürtige Stendaler ist gelernter Verwaltungsfachmann, studierte in Halberstadt öffentliche Verwaltung und arbeitete bislang beim Landkreis in der Kommunalaufsicht. Sieler kündigte gegenüber MDR SACHSEN-ANHALT an, neue Akzente setzen und die Verwaltung stärker digitalisieren zu wollen. Und auch in Sachen Familienpolitik möchte der dreifache Vater künftig punkten.

Seinem Vorgänger Klaus Schmotz (CDU), der das Amt des Stendaler Oberbürgermeisters 21 Jahre inne hatte, zollte Sieler Respekt. "Er ist mit mir sehr offen umgegangen. Ich denke, ich werde auch in Zukunft, wenn der Fall kommt, Rat bei ihm suchen", so der neue OB. Er habe großen Respekt vor der Leistung von Klaus Schmotz. Dass er selbst nun neuer OB sei, sei für ihn noch immer unfassbar.

Bereits am vergangenen Montag war Klaus Schmotz in einer feierlichen Stadtratssitzung verabschiedet worden. Im voll besetzten Forum Katharinenkirche gab es für den 70-Jährigen dabei stehenden Applaus. "Klaus Schmotz hat eine Ära geprägt", so der Stadtratsvorsitzende Peter Sobotta. "Ich gehe davon aus, dass irgendwann eine Straße nach ihm benannt wird."

Klaus Schmotz sagte danach gegenüber MDR SACHSEN-ANHALT, dass es ein außergewöhnlicher Tag für ihn war. In einer kurzen Rede schaute er durchaus selbstkritisch auf sein Wirken zurück: "Wir haben sicherlich viel gemacht, vieles richtig gemacht, das ein oder andere aber auch nicht." Ein schwarzer Fleck in der Stadtgeschichte werde der Wahlskandal von 2014 bleiben, sagte er. In Erinnerung bleiben aber trotzdem eher die guten Dinge. Nicht ohne Grund hatten die Stendaler ihn drei Mal zu ihrem Oberbürgermeister gewählt.

Vier Männer und eine Frau, teils in mittelalterlichen Kostümen, teils in Anzug stehen aufgereiht auf einer Bühne
Klaus Schmotz (r.) bekam eine bunte Verabschiedung: Er wurde Ehrenmitglied im Stendaler Carnevalsverein, außerdem waren Klänge der Rolling Stones zu hören. Eine Tanzeinlage gab es auch. Bildrechte: Gerhard Draschowski

Schmotz konnte vor allem die Innenstadtentwicklung vorantreiben, dabei hatte er als gelernter Ökonom stets die Finanzen im Blick. "Wir haben viel investiert, gleichzeitig haben wir immer einen ausgeglichenen Haushalt gehabt", sagte er. Der 70-Jährige gehört er zu den langgedientesten Stadtoberhäuptern im Land. Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) lobte den Stendaler Verwaltungschef als einen pflichtbewussten Akteur, der sich stets in den Dienst seiner Stadt gestellt habe.

MDR (Bernd-Volker Brahms, Luise Kotulla, Lucas Riemer)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 01. August 2022 | 14:40 Uhr

404 Not Found

Not Found

The requested URL /api/v1/talk/includes/html/74a61a75-d4e3-4eec-adfd-e676ef840996 was not found on this server.

Mehr aus Altmark und Elb-Havel-Winkel

Mehr aus Sachsen-Anhalt