Lückenschluss A14-Nordverlängerung: Bauarbeiten gehen planmäßig voran

Die Bauarbeiten an der A14-Nordverlängerung gehen voran. Verantwortliche gehen derzeit davon aus, dass die Arbeiten planmäßig fertiggestellt werden können. Ab 2022 soll die neue Elbbrücke bei Wittenberge gebaut werden. Unter anderem der harte Winter Anfang 2021 hatte zu Verzögerungen geführt.

Die Bauarbeiten an der A14-Nordverlängerung von Magdeburg Richtung Ostsee gehen wie geplant voran. Das sagte der Außenstellenleiter Magdeburg der Autobahn GmbH, Steffen Kauert.

Es werde an rund 68 Kilometern gebaut, knapp 51 Kilometer zwischen Magdeburg und Schwerin seien bereits befahrbar. Der Projektleiter der Deutschen Einheit Fernstraßengesellschaft (DEGES), Holger Behrmann, hält es für realistisch, dass die Bauarbeiten wie geplant bis 2027 abgeschlossen werden.

Im zweiten Halbjahr 2023 soll auf 15 Kilometern zwischen den Anschlussstellen Tangerhütte und Lüderitz der Verkehr rollen. Bei Dolle soll bis dahin eine Tank- und Rastanlage entstehen. Ab Ende 2022 soll der Abschnitt voraussichtlich betoniert werden.

Brücke zwischen Lüderitz und Stendal entsteht

Zwischen Lüderitz und Stendal-Mitte entsteht die erste Brücke. Laut Kauert sind die größten technischen Herausforderungen der Bauarbeiten drei Bahnquerungen sowie Brücken über die Bundesstraße 188 und den Fluss Uchte. Das Autobahnstück bis Stendal-Mitte soll bis 2025 fertiggestellt werden, bis 2027 soll die Strecke bis Osterburg fertig sein.

Bis dahin soll auch im Süden die Anbindung an die Autobahn 14 erfolgt sein. Das sagte DEGES-Projektleiter Holger Behrmann. Zwischen Dahlenwarsleben und Wolmirstedt würde der Bau auf 11,5 Kilometern vorbereitet, nachdem eine Anwohnerklage beigelegt wurde. Ab 2024 werde die Querung über den Mittellandkanal errichtet, was drei Jahre dauern und 10,8 Millionen Euro kosten soll.

Computeranimation einer Grünbrücke, die über eine Autobahn führt 3 min
Bildrechte: Verkehrsministerium Sachsen-Anhalt
3 min

In das Konzept zur Nordverlängerung der A14 sind insgesamt neun Grün- und Wildbrücken integriert. Damit soll das Bauvorhaben unter ökologischen Gesichtspunkten möglichst gut gestaltet werden.

Mi 21.03.2018 12:11Uhr 02:35 min

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Protest bei Seehausen blockiert Bauarbeiten

Eine weitere Brücke soll ab 2022 gebaut werden: die 1.100 Meter lange und 110 Millionen Euro teure neue Elbbrücke bei Wittenberge. Sie soll laut Behrmann 2025 gleichzeitig mit der Strecke von Seehausen-Nord bis Wittenberge fertig sein. Weil gleichzeitig die alte Elbbrücke saniert und die B189 erneuert werden, soll die Autobahntrasse vorher vorübergehend als Ausweichstrecke dienen.

Im Bereich des knapp 16 Kilometer langen Abschnitts zwischen Osterburg und Seehausen-Nord haben Autobahngegner in einem Wald bei Losse ein Protestcamp errichtet. Gegen die Bauarbeiten auf der Strecke hat die Umweltschutzorganisation "Naturfreunde Sachsen-Anhalt". Die Klage wird voraussichtlich im April 2022 am Bundesverwaltungsgericht verhandelt. Sollten die Bauarbeiten stattfinden dürfen, können sie frühestens in zweieinhalb Jahren starten.

Verzögerungen aufgeholt

Verzögerungen durch den strengen Winter Anfang 2021 habe man wieder aufholen können. Personalmangel, Materialknappheit und explodierende Kosten hätten sich dank langfristiger Verträge nicht gravierend auf die Baustelle ausgewirkt.

Die Bauarbeiten am Lückenschluss zwischen den Autobahnkreuzen Magdeburg und Schwerin haben im November 2011 begonnen. 97 Kilometer der zu bauenden Strecke liegen in Sachsen-Anhalt, von denen 14 bereits freigegeben wurden. Experten rechnen damit, dass der Lückenschluss im Jahr 2027 fertiggestellt wird.

dpa, MDR (Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 27. Dezember 2021 | 10:00 Uhr

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