NS-Verbrechen Gedenkort für Euthanasie-Opfer in Thale eingeweiht

In Thale ist ein neuer Gedenkort für die Opfer der Euthanasie eingeweiht worden. Mehr als Tausend Menschen wurden im Nationalsozialismus aus der Einrichtung abtransportiert. Fast alle wurden ermordet.

Blick auf die Stadt Thale von einem Berg.
In Thale ist ein Gedenkort für Euthanasie-Opfer aus der Region eingeweiht worden. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO

Für über 1.000 Opfer des NS-Euthanasie-Programms ist in Thale ein neuer Gedenkort eingeweiht worden, wie die Evangelischen Stiftung Neinstedt mitteilte. In jahrelanger Recherche hat der Historiker Reinhard Neumann die Namen von 1.019 Opfern ermittelt. Ihnen soll mit dem Gedenkort die Identität wiedergegeben werden.

2019 war unter dem Titel "Den Zahlen einen Namen geben" ein Wettbewerb zur Umsetzung von der Evangelischen Stiftung Neinstedt und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ausgelobt worden. Der Siegerentwurf von Stine Albrecht wurde nun verwirklicht und eine Wiese neben der Lindenhofskirche als Gedenkort umgestaltet.

Die Menschen aller Altersgruppen waren zur NS-Zeit aus Krankeneinrichtungen in der Umgebung abtransportiert worden. Ein Großteil von ihnen starb nach Angaben der Stiftung in den sogenannten Zwischenanstalten oder wurde systematisch in Bernburg getötet.

dpa, MDR (Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 25. September 2022 | 11:00 Uhr

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