Kohleausstieg 2038 Sachsen-Anhalt will auf unabhängige Energieversorgung setzen

Sachsen-Anhalts Landesregierung hat das Strukturentwicklungsprogramm vorgestellt. Demnach soll die Energieversorgung nach dem Kohleausstieg 2038 möglichst unabhängig sein. Das Land setzt dabei vor allem auf Wasserstoffwirtschaft und erneuerbare Energien.

Sachsen-Anhalts Energieminister Armin Willingmann (SPD) und Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) haben am Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz das Strukturentwicklungsprogramm der Landesregierung vorgestellt.

Willingmann erklärte, die jüngsten Stürme, Starkregen und Dürren hätten gezeigt, dass der Klimawandel Realität ist. Ein früherer Kohleausstieg als 2038 sei daher politisch wünschenswert, allerdings nur, wenn der Wandel bezahlbar und die Versorgung gesichert sei.

Willingmann: Energieversorgung darf kein politisches Druckmittel sein

Dabei ist es laut Willingmann wichtig, unabhängiger in der Energieversorgung zu werden. Vollständig unabhängig könne eine Volkswirtschaft wie Deutschland allerdings nicht sein. Auf wenige oder nur einen Versorger zu setzen, sei schwierig, weil diese dann ein politisches Druckmittel hätten, sagte Willingmann hinsichtlich der Energieversorgung aus Russland über die Pipeline Nord Stream 2.

Auch Ministerpräsident Reiner Haseloff betonte, Deutschland dürfe nicht über die Energiefrage erpressbar sein. Aktuelle Konflikte müssten in der operativen und langfristigen Arbeit bedacht werden.

Pläne für den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier

Nach Angaben der Staatskanzlei plant das Strukturwandelprogramm, wie 4,8 Milliarden Euro Fördermittel des Bundes im Mitteldeutschen Revier bis zum Kohleausstieg eingesetzt werden und wie die Region sich anschließend entwickeln soll. Ziele seien dabei der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien und der Wasserstoffwirtschaft sowie eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Region.

epd, MDR (Maren Wilczek)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 22. Februar 2022 | 16:00 Uhr

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