Früher als geplant Anschlag in Halle: Prozessbeginn im Juli

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Attentäter von Halle soll früher stattfinden als ursprünglich geplant. Der Angeklagte muss sich voraussichtlich ab 21. Juli in Magdeburg wegen zweifachen Mordes vor Gericht verantworten.

Eingangsbereich zum Landgericht Magdeburg
In Magdeburg soll der Prozess stattfinden. Bildrechte: imago/Christian Schrödter

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Attentäter von Halle soll früher beginnen, als bisher geplant. Wie das Oberlandesgericht Naumburg am Dienstag mitteilte, will es im Juni über die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den Attentäter Stephan B. entscheiden. Gleichzeitig legte das Gericht bereits 18 mögliche Verhandlungstermine fest - vom 21. Juli bis 14. Oktober.

Die Bundesanwaltschaft hatte im April Anklage gegen den Tatverdächtigen erhoben. In der Anklage heißt es, der Angeklagte habe "aus einer antisemitischen, rassistischen und fremdenfeindlichen Gesinnung heraus einen Mordanschlag auf Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischen Glaubens" geplant.

Anschlag auf Synagoge am 9. Oktober

Er ist unter anderem wegen zweifachen Mordes angeklagt, dazu kommen versuchter Mord, Volksverhetzung und Körperverletzung. Der Mann soll am 9. Oktober 2019 während der Feierlichkeiten zum jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht haben, bewaffnet in die Synagoge von Halle einzudringen, um die dort versammelten Menschen zu töten. Als ihm das nicht gelang, soll er vor der Synagoge eine Passantin und in einem Döner-Imbiss einen Gast getötet haben.

Verhandelt wird der Prozess aus Platzgründen in Magdeburg. Wie das Oberlandesgericht bereits mitgeteilt hat, wird der am dortigen Landgericht die Bibliothek zu Sachsen-Anhalts größtem Gerichtssaal umgebaut. Es wird mit einem großen öffentlichen Interesse vermutet, auch aus anderen Staaten.

Quelle: MDR/mx

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 25. Mai 2020 | 19:00 Uhr

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