Bitterfeld-Wolfen LKA zieht Bilanz nach Razzia gegen mutmaßliche Schleuser

Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Schleuser in Bitterfeld-Wolfen hat das LKA zahlreiche gefälschte Ausweise, Führerscheine, Bargeld und Geschäftsunterlagern sichergestellt. Insgesamt wurden 162 Personen durchsucht und 220 identitäten festgestellt. Gegen mehrere Beschuldigte wird ermittelt.

Zwei Polizeiwagen auf der Einfahrt eines Hotels.
Fast 370 Polizeikräfte waren in Wolfen im Einsatz. Bildrechte: MDR

Nach einem Großeinsatz der Polizei in Bitterfeld-Wolfen gegen mutmaßliche Schleuser zieht das Landeskriminalamt (LKA) nun Bilanz. Bei dem Einsatz am Donnerstag wurden laut LKA 220 Identitäten festgestellt, 162 Menschen durchsucht und zahlreiche Objekte sichergestellt. Dazu gehörten unter anderem gefälschte Pässe, Ausweise, Bargeld und Geschäftsunterlagen.

Am Donnerstag hatte die Polizei die Razzia wegen Verdachts auf gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern durchgeführt. 370 Einsatzkräfte hatten laut LKA die Wohn- und Geschäftsräume von vier Unternehmen im Raum Anhalt-Bitterfeld durchsucht. Gegen mehrere Beschuldigte wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Ermittlungen gegen vier Personen

Ermittelt wird dem LKA nach gegen einen 58-Jährigen lettischen Tatverdächtigen sowie drei weitere Personen aus Lettland, Georgien und der Ukraine. Sie werden verdächtigt, seit 2021 Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger gewerbsmäßig nach Deutschland einzuschleusen und die eingeschleusten Personen mit gefälschten Ausweisdokumenten zu unterstützen.

Mehr zum Thema Polizei und Polizeieinsätze

MDR (Marcel Knop-Schieback, Stephan Schulz, Julia Heundorf, Leonard Schubert)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 09. Juni 2022 | 11:00 Uhr

Mehr aus Anhalt-Bitterfeld, Dessau-Roßlau und Wittenberg

Mehr aus Sachsen-Anhalt