Corona-Pandemie RKI fordert "maximale Kontaktbeschränkungen"

Das Robert Koch-Institut hat sich in der Corona-Pandemie mit drastischen Forderungen zu Wort gemeldet. Das Institut will mit harten Einschnitten noch vor Weihnachten beginnen, um die Omikron-Welle zu verzögern.

Das Robert Koch-Institut hat wegen der aktuellen Lage der Pandemie in Deutschland "maximale Kontaktbeschränkungen" empfohlen: Sie sollten "sofort beginnen" und bis zunächst Mitte Januar gelten.

Schließung von Restaurants und 3G in Lebensmittelgeschäften

Konkret fordert das RKI in einem Strategiepapier ein Verbot von Großveranstaltungen, die Schließung von Bars, Clubs, Diskotheken, von Sportstätten im Innenbereich und von Restaurants. Für Geschäfte des täglichen Bedarfs und für den gesamten öffentlichen Personenverkehr sollte 3G eingeführt werden. Im privaten Bereich sollen auch für Geimpfte und Genesene nur Treffen mit maximal zehn Teilnehmern erlaubt sein. Wenn alle Anwesenden geboostert sind, kann die Obergrenze nach Vorstellung des RKI auf 15 steigen.

Ferien verlängern – Reisen auf das Nötigste beschränken

Die Weihnachtsferien für Kitas und Schulen sollen nach Vorstellung des RKI verlängert werden. Danach sei zu prüfen, ob im Anschluss Präsenzunterricht oder Distanz-, Hybrid-, oder Wechselunterricht stattfinden kann. Das RKI forderte zudem eine Reduzierung von Reisen auf das Notwendigste und eine generelle Maskenpflicht in Innenräumen. Außerdem sollte eine "Option für eine weitere Reduktion von Kontakten, zum Beispiel durch Einschränkung von Mobilität, in Regionen mit besonders hoher Virusaktivität" geschaffen werden.

RKI: Infektionswelle von noch nicht beobachteter Dynamik droht

Das RKI erklärte zur Begründung für seine Forderungen, Omikron sei sehr leicht übertragbar und führe auch bei vollständig Geimpften und Genesenen häufig zu Infektionen, die weitergegeben werden könnten. Derzeit liege die Verdopplungszeit der Fälle bei etwa drei Tagen. Es müsse mit einer Infektionswelle von bisher noch nicht beobachteter Dynamik gerechnet werden. Bereits Anfang Januar werde Omikron die Mehrzahl der Infektionsfälle in Deutschland ausmachen.

Das RKI mahnt, sollte die Dynamik der bevorstehenden Omikron-Welle nicht gebremst werden, sei mit einer Überlastung der Gesundheitsversorgungsstrukturen in Deutschland zu rechnen. Auch mit einer darüber hinausgehenden Beeinträchtigung der kritischen Versorgungsstrukturen müsse gerechnet werden, zum Beispiel bei Transport- und Produktionsketten, Energie, Polizei und Feuerwehr.

Mehr Tempo beim Impfen – mehr Tests

Zugleich mahnte das Institut mehr Tempo beim Impfen an. Anzustreben sei eine "Impfquote so hoch wie möglich", erklärte das RKI. Auch über Weihnachten und Silvester/Neujahr müssten Impfangebote aufrechterhalten werden.

Quelle: MDR AKTUELL

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. Dezember 2021 | 14:00 Uhr

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