Silvester Deutschland startet ruhig ins Jahr 2022

Ohne große Partys und nur mit wenig Feuerwerk ist Deutschland ins Jahr 2022 gestartet. Aufgrund der Corona-Pandemie waren größere Feierlichkeiten abgesagt und der Verkauf von Feuerwerkskörpern verboten worden. Die Polizei kontrollierte verstärkt Brennpunkte. Insgesamt verlief die Silvesternacht ohne größere Vorkommnisse.

Feuerwerk zu Silvester über der Altstadt von Erfurt 2019
Feuerwerk zu Silvester über der Altstadt von Erfurt 2019. Auch in der Nacht zum 1. Januar 2022 gab es vielerorts einige bunte Raketen am Himmel zu sehen. Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel

Millionen Menschen haben in Deutschland das Jahr 2022 begrüßt. Große Partys fanden allerdings nicht statt. Vielerorts waren Böller zu hören, auch bunte Raketen waren am Himmel zu sehen. Im Vergleich zu früheren Jahren verlief der Jahreswechsel nach Angaben der Rettungsdienste aber viel ruhiger. In den letzten Tagen des vergangenen Jahres galt ein grundsätzliches Verkaufsverbot von Feuerwerk. In manchen Städten war das Böllern auf bestimmten Plätzen und Straßen in der Silvesternacht ganz verboten.

Silvesterabend unter Corona-Bedingungen

Der Silvesterabend fand zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen statt. Private Feiern waren nur im kleinen Rahmen erlaubt. Auch Deutschlands größte Silvesterparty und das Feuerwerk am Brandenburger Tor fielen aus. Das ZDF strahlte von dort seine traditionelle Silvestershow aus, aber ohne Publikum vor Ort.

Lauterbach sieht "Licht am Ende des Tunnels"

Zu Gast bei der Fernsehshow am Brandenburger Tor war unter anderen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Mit Blick auf die Corona-Pandemie zeigte er sich vorsichtig optimistisch. In der ZDF-Silvestershow sagte der SPD-Politiker, fürs nächste Jahr gebe es "Licht am Ende des Tunnels". Die Omikron-Variante werde nochmal eine schwere Herausforderung. Sie scheine aber etwas weniger gefährlich zu sein als Delta. Das sei allerdings nur eine Chance, keine Gewissheit. Vor allem sei offen, wie gefährlich die Omikron-Variante für vollkommen Ungeimpfte sei.

Neujahrsansprache: Scholz ruft zu Zusammenhalt auf

Zuvor hatte Bundeskanzler Olaf Scholz in seiner Neujahresansprache alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, im Kampf gegen die Corona-Pandemie zusammenzuhalten und Impfangebote zu nutzen. Scholz verwies darauf, dass auf der ganzen Welt inzwischen fast vier Milliarden Menschen gegen das Virus geimpft seien - ohne größere Nebenwirkungen.

Polizei kontrolliert Brennpunkte

Die Polizei hatte in der Silvesternacht die Kontrollen an Brennpunkten verstärkt. In Berlin war die Polizei mit insgesamt 2.500 Kräften an verschiedenen Orten im Einsatz. Ein Sprecher sagte, unter anderem seien auf dem Boulevard Unter den Linden, unweit des Brandenburger Tors, zwischenzeitlich mehrere tausend Menschen unterwegs gewesen. Die Polizei habe die Menschenmenge aufgelöst und den dortigen Bahnhof vorübergehend geschlossen. Insgesamt sei die Silvesternacht in Berlin relativ ruhig verlaufen.

Ruhige Silvesternacht in Mitteldeutschland

Auch in Mitteldeutschland verlief die Silvesternacht insgesamt ohne größere Vorkommnisse. In Sachsen war die Polizei verstärkt in Leipzig im Einsatz. Dort wurde am Abend vorsorglich das Connewitzer Kreuz abgesperrt. Vor zwei Jahren hatte es dort Krawalle gegeben. 2022 startete laut Polizei jedoch "ruhiger als sonst". Dieses Jahr wurden Einsatzkräfte vor allem in die Eisenbahnstraße im Leipziger Osten geschickt. Grund waren Auseinandersetzungen. Zudem hätten brennende Einkaufswagen die Straße versperrt. Die Lage sei zwischenzeitlich "dynamisch" gewesen, habe sich dann aber wieder beruhigt. Es habe aber keine Verletzten gegeben.

In Dresden, Zwickau und Chemnitz sei "hier und da" illegal Pyrotechnik gezündet worden. Insgesamt sei es aber weitgehend ruhig geblieben. In Sachsen-Anhalt und Thüringen hat es der Polizei zufolge keine besonderen Vorkommnisse gegeben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Januar 2022 | 06:00 Uhr

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