"Großer Respekt" Dresdner Musikfestspiele trauern um Gründungsintendanten Winfried Höntsch

Winfried Höntsch, Gründungsintendant der Dresdner Musikfestspiele
Winfried Höntsch (1931-2022), Gründungsintendant der Dresdner Musikfestspiele Bildrechte: Dresdner Musikfestspiele

Der Gründungsintendant der Dresdner Musikfestspiele, Winfried Höntsch, ist tot. Wie die Festivalleitung am Sonntag mitteilte, starb er bereits am 30. Januar im Alter von 91 Jahren. Als Intendant leitete und prägte Höntsch das Dresdner Musikfestival 13 Jahre lang, von der Gründung im Jahr 1978 bis 1991. Er wirkte darüber hinaus lange im Freundeskreis der Musikfestspiele.

Winfried Höntsch, Gründungsintendant der Dresdner Musikfestspiele 7 min
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Intendant Vogler würdigt Höntschs "Dynamik"

Musikfestspiel-Intendant Jan Vogler äußerte "großen Respekt" vor der Lebensleistung von Winfried Höntsch. Ihm und seinem Team sei es schon in den Gründungsjahren gelungen, "eine hohe Dynamik" für die Dresdner Musikfestspiele zu erzeugen, erklärte Vogler, der das Festival seit 2009 leitet: "Meine Gedanken sind bei der Familie und den Freunden von Winfried Höntsch."

Theater-Dramaturg und künstlerischer Leiter

Höntsch wurde 1930 in Dresden geboren. Nach dem Studium der Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" arbeitete er zunächst in der Musikabteilung des DDR-Kulturministeriums, bevor er 1962 als erster Dramaturg am Staatstheater Dresden in seine Heimatstadt zurückkehrte. Im Jahr 1968 übernahm er die künstlerische Direktion des Kulturpalasts. 

Renommiertes Klassik-Festival

Die Dresdner Musikfestspiele sind eines der größten und renommiertesten Klassik-Festivals in Europa. Nach zwei Jahren Pandemie soll es 2022 wieder in Präsenz stattfinden. Vom 11. Mai bis 10. Juni stehen 66 Konzerte in 24 Spielstätten auf dem Programm, der 45. Jahrgang steht unter dem Motto "Zauber".

 

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 07. Februar 2022 | 10:30 Uhr