Maskenpflicht #maskne: Was hilft gegen Pickel unter der Maske?

Ob FFP2-, Einweg- oder Alltagsmaske - ohne Maske geht derzeit gar nichts. Doch was einen selbst und andere vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützt, ist nicht unbedingt gut für die Haut. Unter dem Hashtag #maskne tauschen sich vor allem jüngere Menschen in den sozialen Netzwerken zum Thema Masken-Akne aus. Wie kommt es zu den unschönen Pickeln und Hautunreinheiten rund um den Mund - und was kann man dagegen tun?

Eine junge Frau betrachtet im Spiegel erstaunt einen Pickel in ihrem Gesicht
Unangenehme Nebenwirkung des Maske-Tragens: Masken-Akne Bildrechte: imago/Panthermedia

Nach fast einem Jahr Corona-Pandemie ist das Tragen von Masken Teil unseres Alltags geworden. Für einige Menschen hat das eine unschöne Begleiterscheinung: Maskenakne.

Da die Haut unter der Maske schwitzt und Stoff bzw. Zellstoff auf der Haut reiben, kann es an den betroffenen Stellen zu Pickeln und Hautunreinheiten kommen. Dermatologen bezeichnen diese Hautprobleme als "periorale Dermatitis", eine Überreaktion der Haut.

Wie entsteht Maskenakne?

Von Maskenakne betroffen sind vor allem Menschen, die zu einer fettigen Haut neigen. Schwitzt man unter der Maske, dann bildet sich ein feuchtes Klima. Ein prima Nährboden für Bakterien, um sich weiter auszubreiten.

Zusätzlich kommt es an den Stellen, an denen die Maske aufliegt, zu mechanischen Reibungen. Die Folge: Hautunreinheiten und kleine Pickelchen.

Die richtige Masken-Wahl: Material und Passform

Natürlich ist es sehr viel einfacher, einer Maskenakne vorzubeugen, als gegen bereits vorhandene Pickel etwas zu tun.

Damit es möglichst gar nicht erst zu Hautirritationen kommt, sollte man bei der Masken-Wahl aufs richtige Material setzen. Am atmungsaktivsten sind Baumwollstoffe. Von Synthetikfasern sollte man eher die Finger lassen.

Auch die Passform der Maske ist entscheidend. Auf keinen Fall sollte sie zu klein sein, damit sie nicht reibt und scheuert. Entstehen durch das Reiben der Maske Verletzungen, begünstigt das eine Entzündung durch Bakterien.

Die Maske regelmäßig wechseln und reinigen

Eine Alltagsmaske sollte sorgsam gepflegt werden. Ist sie durchfeuchtet, muss sie schleunigst gewechselt werden.

Auch, wenn man seine Alltagsmaske immer wieder durch heißes Bügeln desinfiziert, sollte sie regelmäßig in die Waschmaschine wandern, um von Schweiß, Fett und Schmutz gereinigt zu werden. Vor allem bei Problemhaut ist das wichtig. Dabei ein schonendes Waschmittel verwenden und auf Weichspüler verzichten.

Die richtige Hautpflege gegen Maskenakne

Sind die Pickel einmal da, hilft vor allem eines: eine sanfte Pflege. Die beste Wahl ist eine leichte Feuchtigkeitscreme mit möglichst natürlichen Inhaltsstoffen.

Auf schwere, fetthaltige Cremes und Make-ups sollte zunächst verzichtet werden. Denn die erschweren der Haut das Atmen zusätzlich. Kann und will man auf Lippenstift nicht verzichten, sollte man ein kussechtes Produkt wählen. Verschmierter Lippenstift tut der gereizten Haut nicht gut.

Abends der Haut eine gründliche Reinigung mit antibakteriellem Waschgel gönnen. Waschpeelings sollten eher sparsam verwendet werden. Denn die reizen die Haut zusätzlich.

Hilfe bei Pickeln und Hautunreinheiten

Bewährte Hausmittel gegen Hautunreinheiten sind Apfelessig, der Saft der Aloe-Vera-Pflanze, Teebaumöl und Heilerde.

Auch sogenannte Kohlenstoffmasken können bei Hautunreinheiten Wunder wirken.

Quellen: Ökotest, bfarm.de

Eine Apothekerin zeigt eine FFP2 Maske
Bildrechte: imago images / Markus van Offern

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 14. Januar 2021 | 17:15 Uhr

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