Royale News Prinz Andrew wehrt sich gegen Missbrauchsklage

Vehement wehrt sich Prinz Andrew gegen die Missbrauchsanschuldigungen. Die Klage sei "unbegründet", heißt es in dem Schriftsatz, der einem New Yorker Gericht vorliegt. Der Sohn der Queen erhebt nun selbst Vorwürfe gegen das mutmaßliche Opfer Virginia Giuffre.

Prinz Andrew
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Der Missbrauchsskandal um den Sohn der Queen geht weiter. Prinz Andrew hat nun die Abweisung der "unbegründeten" Klage des mutmaßlichen Missbrauchsopfers bei einem New Yorker Gericht beantragt. In dem Schriftsatz erklärt der britische Royal seine Entscheidung zur Abweisung der Klage damit, dass die Klägerin Virginia Giuffre von dem Fall profitieren wolle, wie aus den am Freitag vorgelegten Gerichtsdokumenten hervorging.

Damit reagiert der Herzog von York auf den Vorwurf von Virginia Giuffre, sie vor mehr als 20 Jahren als Minderjährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Im Alter von 17 Jahren soll sie vom inzwischen verstorbenen Multimillionär Jeffrey Epstein an Prinz Andrew "ausgeliehen" worden sein. Laut ihrer Klageschrift wurde sie damals in London, in Epsteins Haus in New York und auf Epsteins Privatinsel in der Karibik von dem britischen Royal, Jeffrey Epstein und seiner damaligen Freundin Ghislaine Maxwell "gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr mit Prinz Andrew gezwungen".

Nun verlangt die 38-Jährige Schadenersatz, in welcher Höhe ist nicht bekannt. Bis Ende Oktober hatte der britische Royal Zeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Seine Anwälte beantragten nun die Abweisung der Klage, alternativ forderten sie Virginia Giuffre auf, "eine genauere Erklärung ihrer Behauptungen abzugeben". Sie werfen ihr vor, den Prinzen zu verklagen, "um einen weiteren Zahltag" aus ihren Anschuldigungen gegen Epstein zu machen.

Ein Mitglied der prominentesten königlichen Familie der Welt des schweren Fehlverhaltens zu beschuldigen, hat Virginia Giuffre geholfen, online und in der traditionellen Presse für einen Medienrummel zu sorgen. Es ist bedauerlich, aber nicht zu leugnen, dass Sensationsgier und Anspielungen über die Wahrheit gesiegt haben.

Laut britischen Medien aus dem Schriftsatz, der von Prinz Andrews Anwälten einem New Yorker Gericht am Freitag vorgelegt wurde.

Schon seit 2019 stehen Vorwürfe gegen Prinz Andrew im Raum. Stets wies er die Anschuldigungen zurück und erklärte, sich nicht an ein Treffen mit dem mutmaßlichen Missbrauchsopfer erinnern zu können. Jedoch trat er noch im selben Jahr von seinen royalen Pflichten zurück und ist seitdem kaum noch öffentlich aufgetreten. Zuletzt nahm er im April dieses Jahres mit anderen ranghohen Mitgliedern der Königsfamilie an der Beerdigung seines Vaters Prinz Philip in Windsor teil.

(BRISANT/dpa/afp)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 30. Oktober 2021 | 17:10 Uhr

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