✔️ Stimmt: Zucchini aus dem eigenen Garten können giftig sein

Geprüft von der MDR WISSEN-Redaktion am 30.06.2022.

Faktencheck zu Zucchini
Bildrechte: flaticon/ MDR

Zucchini gehören, wie Gurken und Melonen, zur Familie der Kürbisgewächse. Eine schlaue Pflanzenfamilie, denn sie konnte sich Jahrtausende lang effektiv selbst vor Fressfeinden schützen. Dazu haben die Pflanzen einen Bitterstoff produziert, der hungrige Mäuler abschrecken soll - den Giftstoff Cucurbitacin. Die Zucchini aus dem Supermarkt wurde so gezüchtet, dass der Giftstoff kaum noch enthalten ist. Bei selbst angebauten Pflanzen kann es jedoch sein, dass sich das Gift in den Früchten wieder bildet. Zwei Umstände begünstigen dies: Die räumliche Nähe zu Zierkürbissen kann dazu führen, dass es zu sogenannten Rückkreuzungen kommt. Sowohl die geernteten Zucchini als auch das Saatgut daraus können den Bitterstoff in sich tragen. Ein weiteres Problem ist Stress durch große Hitze oder Trockenheit. Das begünstigt die Produktion von Cucurbitacin. Je länger das Gemüse wächst, desto mehr davon kann sich bilden. Schmeckt die selbst gezogene Zucchini also bitter, dann gehört sie auf den Kompost.

Quellen: Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

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Hintergrundinformationen zu diesem Thema gibt es bei den Kolleg*innen von Radio Bayern 1

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