Ohrdruf Herdenschutzhunde sollen Wölfe abwehren

Rund 40 Wolfsangriffe verzeichnete ein Schäfer aus dem Wolfsgebiet bei Ohrdruf. Jetzt sollen drei Herdenschutzhunde für Ruhe sorgen. Finanziert werden die Hunde vom Thüringer Umweltministerium.

Im Wolfsgebiet von Ohrdruf haben die ersten Herdenschutzhunde ihre Arbeit aufgenommen. Drei Hunde beschützen nun eine Herde von 1.000 Schafen.

Rund 40 Wolfsangriffe seit 2017

Die Hunde gehören den Rassen Mastin Espanol an und werden derzeit von ihrem bayerischen Ausbilder an die Schafherde und die neue Aufgabe gewöhnt. Sie sollen Wölfe verbellen und verjagen. Schäfer Alf Schmidt sagte, er sehe endlich Licht am Ende des Tunnels. Seine Schafherde war nach seinen Angaben seit 2017 rund 40 Mal von Wölfen angegriffen. Fast 200 Schafe und Ziegen seien getötet worden.

Herdenschutzhunde für Schäfer kostenlos

Ein Wolf
Die Ohrdrufer Wölfin greift mit ihrem Nachwuchs immer wieder Schafherden an. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Finanziert werden die Hunde durch ein Hilfsprogramm des Thüringer Umweltministeriums. Die Kosten belaufen sich auf 115.000 Euro. Mit dem Pilotprojekt will das Umweltministerium für Herdenschutzhunde werben. Das Ministerium will herausfinden, ob sogenannte Herdenschutzhunde auch Schäfer im Wolfsgebiet bei Ohrdruf (Landkreis Gotha) unterstützen können. Bis jetzt nutzt kaum ein Schäfer in Thüringen das Angebot, sich kostenlos einen Herdenschutzhund zuzulegen.

Auf dem Truppenübungsplatz bei Ohrdruf lebt seit einigen Jahren eine Wölfin. Sie hatte allein im vergangenen Jahr mit ihrem Nachwuchs über 170 Nutztiere gerissen und dabei die üblichen Herdenschutzzäune mühelos überwunden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 25. Juli 2020 | 11:00 Uhr

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