Trotz massiven Unterrichtsausfalls Wenige Thüringer Schüler wollen freiwillig sitzenbleiben

Stühle stehen in einem leeren Klassenzimmer
Durch die Corona-Pandemie blieben landesweit Schulen geschlossen und Schüler verpassten Unterrichtsstoff. Bildrechte: dpa

Nur wenige Thüringer Schüler wollen nach den Ferien freiwillig die Klasse wiederholen. Das ergab eine Umfrage von MDR THÜRINGEN unter Leitern allgemeinbildender Schulen. Danach wird das Angebot des Bildungsministeriums, infolge der Corona-Pandemie das Schuljahr freiwillig zu wiederholen, an Grundschulen nicht genutzt. In Regelschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien sind es nach Angaben der Schulleiter nur bis zu drei Schüler die Sitzenbleiben wollen. Das seien weniger als erwartet.

Massiver Unterrichtsausfall durch Corona

Den befragten Schulleitern zufolge haben die Schüler trotz massivem Stundenausfall wegen geschlossener Schulen, eingeschränktem Präsenzunterricht und Homeschooling offenbar gut lernen können. Zudem wollten die Schüler weiter mit ihren Freunden und Klassenkameraden unterrichtet werden, sagte ein Schulleiter MDR THÜRINGEN. Auch die Landeseltern- und die Schülervertretung bestätigen, dass das Angebot des Bildungsministeriums zur Klassenwiederholung kaum genutzt wird.

Kulante Leistungsbewertung der Lehrer

Schülersprecher Leon Schwalbe sagte dem MDR, die Zahl der Schüler, die Lernstoff wiederholen und sich verbessern wollen, sei gleich geblieben. Lehrer hätten zudem aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie die Leistungen kulant bewertet. Schüler unterer Klassen würden erst später bemerken, wie viele Kenntnisse und Fähigkeiten ihnen fehlen. Im vergangenen Schuljahr war das "Sitzenbleiben" nur in der 9. und 10. Klasse möglich. Schüler der 4., 6. und 8. Klasse sind unabhängig von ihren Leistungen in die nächsthöhere Klasse versetzt worden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/ask

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | 02. August 2020 | 10:00 Uhr

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