Nachrichten Mittel-Thüringen um 06:00 Uhr


Apolda: Inzidenzen in Mittelthüringen sinken

In ganz Mittelthüringen sind die Corona-Inzidenzen am Freitag gesunken. Nur das Weimarer Land und die Stadt Weimar liegen noch über einem Wert von 200 – konkret bei 234 und 224 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Besonders deutlich sanken die Werte im Kreis Sömmerda, nämlich um 27 auf 176 und im Ilm-Kreis um 23 auf 167. In Erfurt ging die Inzidenz um acht auf 157 zurück. Am Freitag wurden in Mittelthüringen neun weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gemeldet. In Erfurt waren es sieben und je einer im Kreis Sömmerda und im Ilm-Kreis. MDR THÜRINGEN erfasst Corona-Fälle nach den Meldezeitpunkten der Landratsämter. Daher kann es zu Abweichungen von den Zahlen des Robert-Koch-Instituts kommen.


Weimar: Rechtsbeschwerde gegen Urteil zu Kontaktverbot

Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat Rechtsbeschwerde gegen das Urteil des Amtsgerichts Weimar zu den Kontaktbeschränkungen eingelegt. Laut Antrag solle das Urteil aufgehoben und an die höhere Instanz, das Oberlandesgericht, verwiesen werden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft MDR THÜRINGEN. In dem Urteil vom 11. Januar hatte das Weimarer Amtsgericht sämtliche Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie sowie die entsprechenden Regeln der Thüringer Landesverordnung vom vergangenen Frühjahr für unwirksam und verfassungswidrig erklärt. Hintergrund des Verfahrens war ein Bußgeldbescheid über 200 Euro, der im Herbst des vergangenen Jahres gegen einen Mann aus Weimar verhängt wurde. Der Mann hatte Ende April 2020 zusammen mit sieben weiteren Personen im Hof eines Hauses Geburtstag gefeiert und somit gegen die damals geltenden Kontaktauflagen verstoßen.


Arnstadt: Landrätin fordert Preisobergrenzen für Masken

Ilm-Kreis Landrätin Petra Enders (ptl) kritisiert eine Preistreiberei bei medizinischen Masken. Es sei skandalös, dass dieser einfache und wirksame Schutz inzwischen zu Wucherpreisen angeboten werde. Die Herstellungskosten lägen im Cent-Bereich, so Enders. Wenn die Masken dann für sechs Euro und mehr als Einweg-Produkte angeboten würden, müsse der Staat regulierend eingreifen. Der Gesetzgeber könne Preisobergrenzen festlegen, ohne dass dadurch private Anbieter in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.


Erfurt: Brunnenkresseanbau im Gewächshaus gelungen

Nach einem Jahr Brunnenkresseanbau im Gewächshaus in Erfurt-Mittelhausen ziehen die Gärtner ein positives Fazit. Das Experiment sei gelungen, sagte Gartenbau-Ökonom Dirk Büttner MDR THÜRINGEN. Die Brunnenkresse wachse auf den Gewächshaustischen genauso gut wie in der traditionellen Klinge und entwickle ebenso die typische Schärfe. Im Gewächshaus könne die Saison zudem verlängert und fast aufs ganze Jahr erweitert werden. Normalerweise wird Brunnenkresse nur von September bis April geerntet. Aus anfangs vier Gewächshaustischen sind in der Gärtnerei Palinske in Erfurt inzwischen 14 geworden. Die Produktion werde Stück um Stück noch oben gefahren, so Gärtner Andreas Palinske. Noch sei der Brunnenkresseanbau im Gewächshaus im Versuchsstadium. Später rechne er mit einer Ernte zwischen zehn und 20 Kilo pro Tag. Das Wintergemüse soll dann sowohl im eigenen Hofladen verkauft als auch an regionale Gastronomen geliefert werden.


Weimar: Bücherei in der Inventur

Die Weimarer Stadtbücherei nutzt die Schließzeit im Januar für eine große Inventur. Das teilte die Bibliotheksleitung mit. Ab Februar, hieß es, bietet die Bücherei dann einen Abholservice an. Medien könnten telefonisch oder per Mail bestellt und am Folgetag abgeholt werden. Wer mag, könne sich auch Überraschungspakete zusammenstellen lassen.


Erfurt: Erinnerungsort begeht Jubiläum

Den Erfurter Erinnerungs- und Bildungsort „Topf und Söhne“ haben seit Eröffnung 125.000 Menschen besucht. In den letzten zehn Jahren fanden außerdem rund 3.000 Führungen und Seminare statt. Sein Jubiläum begeht „Topf und Söhne“ mit einem umfangreichen Online-Angebot. Der Kulturbeigeordnete der Stadt, Tobias Knoblich, sagte bei der Vorstellung am Freitag, Erfurt sei stolz auf den entstandenen Geschichtsort und seine Ausstrahlung. Er erinnerte an die engagierten Bürger, denen er zu verdanken sei. Der Gedenkort ist in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude des Unternehmens "J. A. Topf & Söhne" untergebracht und beleuchtet dessen Verbindung mit dem Naziregime. Das Unternehmen hat unter anderem Öfen für Krematorien im Konzentrationslager Ausschwitz konstruiert und gefertigt.


Kindelbrück: Brandstifter geschnappt

Die Erfurter Kriminalpolizei hat einen mutmaßlichen Brandstifter geschnappt. Der 31-Jährige soll in der Nacht zu Mittwoch ein Wohnhaus in Kindelbrück im Landkreis Sömmerda angezündet haben. Über das Motiv und die Hintergründe der Tat machten die Beamten keine Angaben. Bei dem Feuer war ein Schaden von rund 100.000 Euro entstanden. Die Bewohnerin war nicht zuhause. Es wurde niemand verletzt.