Corona-Pandemie Bildungsminister Holter rechnet bis Ostern mit geschlossenen Schulen in Thüringen

Anfang Januar hatte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) noch davon gesprochen, Schulen und Kindergärten ab dem 1. Februar im eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder wieder zu öffnen. Jetzt geht er davon aus, dass Kinder, Eltern und Lehrer noch viel länger durchhalten müssen.

An eine Schultafel in einem Klassenzimmer wurde mit Kreide das Wort Lockdown geschrieben und ein Virussymbol gemalt. An der Tafel hängt eine Mund-Nasenmaske. Im Vordergrund sind die Stühle auf die Tische gestellt.
Schulen im Lockdown: In Thüringen bleiben sie bis auf weiteres geschlossen. Bildrechte: imago images / Fotostand

In Thüringen bleiben die Schulen möglicherweise bis Ostern geschlossen. Wie Bildungsminister Helmut Holter (Linke) MDR THÜRINGEN sagte, kann er sich bei dem derzeitigen Pandemiegeschehen nicht vorstellen, dass Schulen nach dem verlängerten Lockdown am 15. Februar wieder in einen Regelbetrieb übergehen. Laut Holter müsse man sich darauf einstellen, dass die Schulen auch in der nächsten Zeit geschlossen bleiben, da die Corona-Pandemie anhalte.

Präsenzunterricht nur für bestimmte Klassen und Kinder

"Ich gehe davon aus, dass wir zumindest noch bis Ostern in dieser Situation verharren, dass wir mindestens bis Ostern mit diesem System der geschlossenen Schulen arbeiten müssen. Das heißt, das häusliche Lernen, das Distanzlernen wird anhalten. Es werden bestimmte Schülerinnen und Schüler in der Schule sein. Das sind insbesondere die Abschlussklassen und die, die besonderen Förderbedarf haben", so Holter wörtlich.

Er sagte zudem, dass geplant sei, die Schulen wieder zu öffnen, wenn das Infektionsgeschehen weit hinunter gehe. Im Moment würden alle in diesem Zusammenhang von einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner reden. In Thüringen liege sie derzeit deutlich über 200. Erst wenn die Inzidenz wieder weiter hinunter gehe, könne man sich zusammen mit dem Gesundheitsministerium darauf verständigen, wieder in die Phase Gelb mit dem eingeschränkten Regelbetrieb überzugehen, so der Bildungsminister. Einen Zeitpunkt, wann das sein könnte, wagte Holter nicht anzugeben.

Holter: Große Fortschritte bei Schulcloud

Vielmehr müssten sich alle -Eltern, Kinder und Lehrer- darauf einstellen, länger durchhalten zu müssen, auch wenn das eine riesige Herausforderung, ein riesiger Anspruch, eine riesige Belastung für alle sei, betonte der Minister. Holter verwies auf den großen Fortschritt beim Homeschooling im Vergleich zum ersten Lockdown. Damals waren in Thüringen 20 Schulen in der Schulcloud angemeldet. Aktuell seien es über 700.

Helmut Holter (Die Linke), Bildungsminister von Thüringen, sitzt im Parksaal des Steigerwaldstadions, wo die dreitägige Landtagssitzung beginnt.
Bildungsminister Helmut Holter (Linke). Bildrechte: dpa

Zwar holpere und stolpere die Schulcloud noch zuweilen, daran müsse gearbeitet werden, doch insgesamt funktioniere das Homeschooling schon deutlich besser, auch wegen des herausragenden Engagements der Lehrer, so Holter. Der Bildungsminister kündigte außerdem an, dass Schüler, die massive Probleme mit dem Homeschooling haben und drohten den Anschluss zu verpassen, ab dem 01. Februar wieder in die Schulen gehen sollen.

Vorgezogene Winterferien

Noch Anfang Januar hatte Holter die Winterferien in Thüringen von der zweiten Februarwoche auf die letzte Januarwoche vorgezogen. Ursprünglich wollte man ab dem 01. Februar mit einem eingeschränkten Regelbetrieb in Kindergärten und Schulen beginnen und so die Eltern von einer Woche Homeschooling befreien.

Ostern wird dieses Jahr Anfang April gefeiert. Sind die Schulen bis dahin tatsächlich geschlossen, wäre der erste reguläre Schultag am 12. April nach den Osterferien.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | THÜRINGEN JOURNAL | 22. Januar 2021 | 19:00 Uhr

404 Not Found

Not Found

The requested URL /api/v1/talk/includes/html/6abbd31d-2d87-4fd0-8896-204c2e92effc was not found on this server.

Mehr aus Thüringen

Eine Frau bekommt Blumen mit Video
Petra Rottschalk, Vorsitzende des Awo-Ortsverbandes Rudolstadt und bisher stellvertretende Awo-Landesvorsitzende steht seit Freitag an der Spitze des Wohlfahrtsverbandes. Bildrechte: MDR/Stefanie Magiera