Sport | Pandemie Bundestag verlängert und erhöht Corona-Hilfen für Profisportvereine

Ein Großteil der hiesigen Profisportvereine darf weiter auf Unterstützung des Bundes hoffen – der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die finanziellen Corona-Hilfen zumindest bis Ende März verlängert und nochmals erhöht.

Leere Halle Geisterspiel waehrend der Begegnung Saison 2020-2021 Herren in der EasyCredit Bundesliga zwischen Syntainics MBC und MHP Riesen Ludwigsburg in der Stadthalle Weissenfels
Auch die Bundesliga-Basketballer des Syntainics MBC aus Weißenfels mussten in den vergangenen knapp zwei Jahren mehrfach vor leeren Rängen spielen. Bildrechte: IMAGO / Hartmut Bösener

Gute Nachrichten für einen Großteil der hiesigen Profisportvereine: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestag hat die sogenannten "Coronahilfen Profisport" in seiner Mittwochssitzung (12. Januar) immerhin bis zum 31. März 2022 verlängert.

Lehmann: "Lichtblick", aber "hätte mir" mehr gewünscht

Zur Kompensation der schwerwiegenden Einnahmenausfälle durch die seit Pandemiebeginn begrenzten Ticketkontingente bzw. teils monatelangen kompletten Zuschauerverbote dürfen die Klubs für den nun bewilligten Zeitraum auf höchstens 90 Prozent der Ticketeinnahmen des Jahres 2019 und maximal 2,3 Millionen Euro Anspruch anmelden.

Der Leipziger CDU-Abgeordnete Jens Lehmann, Mitglied im Sportausschuss des Bundestages und Bahnradolympiasieger von 2000 in Sydney, betonte in einer Mitteilung: "Ich hätte mir eine Verlängerung der Hilfen bis Sommer 2022 gewünscht. Denn es ist nicht anzunehmen, dass im Frühjahr – mit Auslaufen der Hilfen – die Vereine ihre Zuschauertribünen wieder voll besetzen können, weil die Pandemie dann vorbei ist und Zuschauerbegrenzungen wegfallen." Allerdings sprach der 54-Jährige auch von einem "Lichtblick" und einer "wichtigen Überbrückung für die Vereine".

Keine Förderung für RB, Dynamo und Aue

Konkret förderfähig sind demnach Sportvereine und -organisationen im "professionellen und semiprofessionellen Wettbewerb, die mit wenigstens einer Mannschaft einer 1., 2. oder 3. Liga im Bereich der olympischen, nichtolympischen und paralympischen Individual- und Mannschaftssportarten angehören".

Im Gegensatz zu den Fußball-Drittligisten wie dem 1. FC Magdeburg, Halleschen FC oder FSV Zwickau bleiben die 36 Profiklubs der beiden Fußball-Bundesligen der Männer – also auch RB Leipzig, Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue – davon ausgenommen. Genauso zählt aus mitteldeutscher Sicht die viertklassige Regionalliga Nordost mit ihren Vereinen nicht zu den Begünstigten.

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red/pm

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 13. Januar 2022 | 17:45 Uhr

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