Sport | Corona-Pandemie Sachsen erlaubt bis zu 1.000 Fans in Stadien und Hallen

Der seit Ende November 2021 in Sachsen geltende Zuschauerausschluss bei Sportveranstaltungen wird aufgehoben. Ab kommenden Freitag – 14. Januar – dürfen unter bestimmten Bedingungen wieder bis zu 1.000 Fans bei RB Leipzig, Dynamo Dresden, Erzgebirge Aue, den Niners Chemnitz, Eispiraten Crimmitschau und Co. live vor Ort sein. Harte Kritik für die Begrenzung gab es von den Fußball-Bundesligisten Dynamo Dresden und RB Leipzig.

Vereinzelte Fans im Stadion in Dresden
Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Sachsen lockert seine seit dem 22. November 2021 geltenden strengen Corona-Regeln. Ab kommenden Freitag (14. Januar) dürfen dadurch auch wieder bis zu 1.000 Fans die Spiele in den Stadien und Hallen ihrer Lieblingsklubs besuchen. Das gab die Landesregierung am Mittwoch (12.01.2022) bekannt.

Lob für Günther und "TeamSportSachsen"

Entsprechend frohgestimmt waren die ersten Reaktionen zumindest aus den Klubs der Hallensportarten. "Wir sind überglücklich, dass unsere Fans zurückkehren können und das auch schon zum Top-Spiel gegen Schwerin. Wir werden diesen Moment genießen und hoffen auf zahlreiche Unterstützung", meinte etwa Sandra Zimmermann, Geschäftsführerin von Volleyball-Bundesligist Dresdner SC. Sie sprach von einem "wichtigen Signal" und dem "Bekenntnis für den Sport und uns".

SC DHfK Leipzig Geschäftsführer Karsten Günther
Karsten Günther, Geschäftsführer von Handball-Bundesligist SC DHfK Leipzig, ist Sprecher der Initiative "TeamSportSachsen". Bildrechte: IMAGO / opokupix

Wie auch der DSC dankte Maik Walsdorf, Geschäftsführer von DEL2-Klub Dresdner Eislöwen, ausdrücklich der Initiative "TeamSportSachsen" um DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther als Sprecher. Diese habe in "sehr arbeitsreichen Wochen und vielen Gesprächen mit unermüdlichem Einsatz für die Zuschauerrückkehr gekämpft" und ohne deren "beharrlichen Einsatz" die nun erlaubte Kapazität "so nicht möglich" gewesen wäre, betonte Walsdorf. Noch vor wenigen Tagen hatte der Freistaat mit einer Maximalauslastung von 250 Fans geplant, was zur heftigen Kritik nicht zuletzt der aus 24 Profiklubs bestehenden Initiative geführt hatte.

Enttäuschung bei Dynamo und RB Leipzig

Enttäuscht über die zugelassene Zuschaueranzahl zeigten sich wiederum die Fußball-Profiklubs Dynamo Dresden und RB Leipzig. Dynamo-Geschäftsführer Jürgen Wehlend betonte mit Blick etwa nach Sachsen-Anhalt, wo in Halle "7.500 der 15.000 Plätze belegt werden dürfen", dass man dies "kaum noch jemandem vermitteln"- und es "nur ein erster Schritt sein" könne.

RB-Direktor Ulrich Wolter wiederum verwies darauf, dass eine Begrenzung von 1.000 Zuschauern bei einer Stadiongröße von über 47.000 Zuschauern "keinem" weiterhelfen würde. Der Klub habe ein "belastbares Hygienekonzept", das einer "größeren Zuschauerzahl unter freiem Himmel und 2G+-Bedingungen problemlos" standhalte, so Wolter, der ergänzte: Man müsse Wege finden, um mit der Pandemie zu leben.

Jürgen Wehlend
Dynamo-Geschäftsführer Jürgen Wehlend fordert die Erlaubnis für eine höhere Zuschauerauslastung. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

2G in Stadien / 2G-plus in den Hallen

Konkret hat der Freistaat beschlossen, dass die 1.000 Fans bei Veranstaltungen in Stadien unter freiem Himmel unter der 2G-Regel (geimpft und/oder genesen) und mit Kontakterfassung erlaubt sind. Für Sportveranstaltungen in der Halle gilt die sogenannte 2G-plus-Regel (geimpft und/oder genesen plus tagesaktuellem negativen Coronatest – Personen mit einem Boosterimpfschutz benötigen keinen tagesaktuellen Negativtest) mit Kontakterfassung.

Grundlegend dürfen Veranstaltungsorte maximal 50 Prozent ihrer Kapazität mit maximal 500 Zuschauer beziehungsweise 25 Prozent ihrer Kapazität und dabei mit maximal 1.000 Personen auslasten (Genauere Infos: hier).

Impfzertifikat CovPass App in der MEWA Arena in Mainz
Bildrechte: imago images/Revierfoto

Regel bis 6. Februar / Rückfalloption bei Überlastungsstufe

Die neue Verordnung soll bis 6. Februar gelten und enthält eine Rückfalloption: Wenn die Überlastungsstufe in den Krankenhäusern erreicht ist oder die Inzidenz in den Landkreisen und Kreisfreien Städten auf über 1.500 steigt, werden die Erleichterungen wieder aufgehoben. Die Überlastungsstufe tritt in Kraft, wenn an drei Tagen in Folge in Krankenhäusern 1.300 Betten auf Normalstationen und 420 Betten auf Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Bis dato gelten auch keine Kontaktbeschränkungen mehr für den organisierten Vereinssport. Zudem wird die Altersgrenze für Angebote im Amateursport von bisher 16 Jahre auf das vollendete 18. Lebensjahr angehoben.

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red/dpa

Karsten Günther vom SC DHfK Leipzig und der Initiative TeamSportSachsen 6 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mo 10.01.2022 20:32Uhr 06:10 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/corona-zuschauer-sc-dhfk-guenther-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 12. Januar 2022 | 17:45 Uhr

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