Handball | DHB-Pokal Souveräner Auftritt gegen Buxtehude: Thüringer HC holt Platz drei im DHB-Pokal

Spiel um Platz drei

Die Handballerinnen des Thüringer HC können erhobenen Hauptes aus dem Final Four um den DHB-Pokal gehen. Im Spiel um Platz drei fuhr die Mannschaft von Trainer Herbert Müller einen ungefährdeten Sieg gegen Buxtehude ein.

Maxi Mühlner und Asli Iskit
Bildrechte: IMAGO/wolf-sportfoto

Der Thüringer HC hat einen befriedigenden Saisonabschluss gefeiert. Einen Tag nach der verpassten Halbfinal-Überraschung gegen Top-Favorit Bietigheim gewann der dreifache Pokalsieger das Spiel um Platz drei beim Final-Four-Turnier um den DHB-Pokal. Gegen den Buxtehuder SV sprang ein am Ende souveräner 30:27 (17:12)-Erfolg heraus. Asli Iskit war mit acht Treffern erfolgreichste Werferin beim THC.

"Es ist schön, wenn man zumindest das kleine Finale gewinnt", sagte THC-Trainer Herbert Müller im Anschluss im "SWR". "Gestern haben wir gut gekämpft. Heute wollten wir gegen Buxtehude die Revanche, nachdem wir zwei Mal in dieser Saison gegen sie verloren hatten."

THC dreht nach schwachem Beginn auf

Dabei kam der THC zunächst schlecht ins Spiel und fand in den ersten Minuten keine Mittel gegen die aggressive Verteidigung des BSV. Auf der Gegenseite nutzte Buxtehude seine Chancen und spielte sich eine 4:0-Führung heraus. Als Annika Meyer die Thüringerinnen mit ihrem Anschlusstreffer endlich auf die Anzeigetafel brachte (9.) war der Bann aber gebrochen. Schnell zog der THC gleich und drehte das Spiel zu seinen Gunsten. Die an diesem Tag überragende Iskit sorgte mit einem Dreipack binnen zwei Minuten für einen Dreitore-Vorsprung (22.), der bis zur Halbzeitpause weiter ausgebaut werden konnte. Buxtehude agierte bis dahin vor allem in der Abwehr zu fahrig und fing sich immer wieder Tore nach Kontern ein.

Lydia Jakubisova
Lydia Jakubisova in Aktion. Bildrechte: IMAGO/wolf-sportfoto

Buxtehude wehrt sich vergeblich

Nach der Pause hatte der THC zunächst wenig Probleme den Vorsprung zu halten. Der BSV stemmte sich zwar gegen die Niederlage, doch die treffsicheren Iskit, Lydia Jakubisova und Yuki Tanabe setzten immer wieder Nadelstiche. Ab der 43. Minute agierte der THC sogar minutenlang in Überzahl, konnte aus dem Vorteil aber kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: Buxtehude kam durch den Sieben-Meter von Charlotte Kähr kurz vor Schluss sogar auf drei Treffer heran (57.), Miranda Schmidt-Robbens Tor eine Minute vor Abpfiff beseitigte aber auch die letzten Zweifel am Sieg des THC.

THC-Trainer Müller: "Wir müssen die Fans zurückgewinnen"

Müller widmete den dritten Platz vor allem den Zuschauern. "Wir wollten unbedingt mit einer Medaille nach Hause gehen und den Zuschauern etwas bieten. Wir müssen die Fans zurückgewinnen, denn die einzige Konstante in dieser Saison war die Inkonstanz", zog der 59-Jährige ein Fazit unter diese Spielzeit, die der THC in der Bundesliga auf Rang vier abgeschlossen hatte.

Bietigheim krönt überragende Saison

Den DHB-Pokal holte die SG BBM Bietigheim. Das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch gewann das Endspiel gegen den VfL Oldenburg 40:30 (17:12) und verteidigte seinen Titel erfolgreich. Für die Überfliegerinnen aus Bietigheim war es wettbewerbsübergreifend der 53. Pflichtspielsieg in Folge. Zuvor hatten sie bereits die Meisterschaft und die European League gewonnen.

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jsc

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 29. Mai 2022 | 19:30 Uhr

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