Fußball | Regionalliga Lok Leipzig gewinnt spektakuläres Auftaktspiel gegen Hertha

1. Spieltag

Es war ein Leckerbissen und ein perfekter Abschluss der Feiertage für Lok Leipzig: Mit brutaler Effizienz sicherte sich die Elf von Almedin Civa die ersten drei Saisonpunkte gegen starke Herthaner.

Tor für Lok Leipzig 8 min
Lok-Stürmer Ziane trifft im ersten Spiel der Saison prompt wieder doppelt. Bildrechte: PICTURE POINT / Gabor Krieg

Lok Leipzig hat die Feiertage zum 100. Geburtstag des "Brunos" mit einem Sieg gegen Hertha BSC II abgerundet. Die Civa-Elf nutzte am Sonntag (07.08.2022) beim 4:2-Sieg seine Chancen eiskalt Spektakulär war vor allem die erste Halbzeit. "Vom Tempo her, gibt es in der Regionalliga nichts Besseres. Wir wussten, dass wir wie eine Männermannschaft gegen den Ball arbeiten müssen, ansonsten wird es schwierig. Es macht für die Fans Spaß, aber für die Trainer ist das eklig", sagte Lok-Trainer Almedin Civa nach dem Spiel bei "Sport im Osten".

Hertha macht das Spiel, Lok die Tore

3265 Zuschauer erlebten im Bruno-Plache-Stadion, dass aufgrund seines 100-jährigen Jubiläums am Sonntag VfB-Stadion hieß, einen Knallerstart. Herthas Ensar Aksakal traf nach 20 Sekunden den Pfosten. "Ich war froh über den Pfostentreffer, da waren wir wenigstens wach", meinte Civa nach dem Abpfiff. Seine Leipziger hatten Mühe, die Heißsporne aus der Hauptstadt im Zaum zu halten. Immer wieder starteten die flinken Gäste gefährliche Angriffe, schluderten aber im Abschluss.

Ganz anders Lok. Die erstmals mit dem Meisterstern auf dem Trikot auflaufenden Leipziger, nutzten die erste Chance zum 1:0. Djamal Ziane staubte ab, nachdem Keeper Tjark Ernst einen Schuss von Luca Sirch nicht festhalten konnte (17.). Danach spielte wieder Hertha, jubeln durfte aber Lok. Weil sich Julian Eitschberger im Strafraum gegen Osman Altigan ungeschickt anstellte, gab es Elfmeter. Routinier Sascha Pfeffer verwandelte abgezockt und schickte Ernst in die falsche Ecke: 2:0 (24.). Mit einem traumhaften Kopfball schraubte Ziane das Ergebnis sogar auf 3:0 (33.) in die Höhe.

Lok kassiert Elfmetertor

Die Hertha-Talente mussten sich vorgekommen sein, wie im falschen Film. Gut gespielt, aber 0:3 hinten. Erst einen Handelfmeter (Ziane war der Ball im Liegen an die Hand gesprungen) nutzten die Berliner zum 1:3. Danny Scherhant verwandelte vom Punkt und sorgte so für Spannung.

Kaum Chancen nach dem Wechsel

Entschieden war hier längst noch nichts, dazu waren die Berliner Talente zu flott unterwegs und Lok in vielen Aktionen in der Defensive nicht nah genug an den Gegenspielern. So hatten die Berliner wieder mehr Ballbesitz, das große Spektakel war es aber nicht mehr. Lok ließ sich nicht mehr rauslocken und Hertha hatte Mühe, Torchancen zu erarbeiten. Die Intensität der ersten 45 Minuten hatte offenbar zu viele Körner gekostet. Chancen blieben lange Mangelware. Erst in der 73. Minute konnten die Lok-Fans wieder jubeln. Nach einem herrlichen Pass in die Tiefe setzte sich Osman Altigan durch und traf mit links ins lange Eck. Nahezu im Gegenzug verkürzte Hertha ebenso sehenswert.

Ziane: Mit Männerfußball Spiel entschieden

Nach diesen vogelwilden Minuten trat Lok endgültig den Rückzug an, machte hinten dicht und setzte auf Konter. Die Berliner kamen nur noch zu kleineren Chancen, Lok brachte den Sieg und die ersten drei Punkte ins Ziel. "Besser kann man nicht starten", freute sich Doppeltorschütze Ziane. Hertha sei spielerisch vielleicht das beste Team der Liga, umso schöner, dass "wir das Spiel positiv gestalten konnten". Und weiter: "Für den neutralen Zuschauer war es ein schönes Spiel. Wenn es etwas zu meckern gebe, dann die eine oder andere Unsicherheit hinten. Über Härte und Männerfußball konnten wir das Ding für uns entscheiden."

Ein Trainer im Interview nach dem Spiel 2 min
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Fussballer im Interview 2 min
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Chemie Leipzig - Berliner AK
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 07. August 2022 | 15:45 Uhr

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