Fußball | Regionalliga Rot-Weiß Erfurt: Betrugsverfahren gegen Insolvenzverwalter Reinhardt eingestellt

Insolvenzverwalter Volker Reinhardt
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RWE-Insolvenzverwalter Volker Reinhardt muss sich nicht wegen Betruges vor Gericht verantworten. Das Verfahren wird gegen eine Geldauflage von 20.000 Euro eingestellt, das hat der Sprecher des Erfurter Amtsgerichts am Freitag (10. Juni) auf MDR-Nachfrage bestätigt.

Reinhardt zufrieden

Der Betrugsvorwurf war vor Weihnachten in Zusammenhang mit einer Insolvenzanfechtung erhoben worden, es ging um eine Forderung Reinhardts in Höhe von 80.000 Euro. Dabei hätte Reinhardt getäuscht und wider besseren Wissens gehandelt. Mit der Einstellung des Verfahrens ist dieser Vorwurf nun aus der Welt. Der Anwalt des Klägers kannte die Einzelheiten der Einstellung noch nicht und wollte deshalb dem MDR gegenüber keine Stellungnahme abgeben.

Reinhardt selbst zeigt sich verständlicherweise zufrieden: "Ich habe immer an meine Unschuld in dem Verfahren geglaubt und habe die Staatsanwaltschaft und die zuständige Richterin mit meinen Argumenten überzeugt."

Insolvenzrechtler Madaus: "Deal, bei dem beide Seiten sich die Arbeit sparen"

"Das akzeptieren einer solchen Geldauflage ist kein Schuldeingeständnis", erklärt Stephan Madaus, Professor für Insolvenzrecht an der Universität Halle. Die Staatsanwaltschaft habe aber ihren Tatverdacht offensichtlich nicht ganz aufgegeben. "Sonst hätte sie das Verfahren ohne Geldauflage einstellen müssen." Am Ende sei das ein Deal, "bei dem beide Seiten sich die Arbeit sparen, die mit einem Hauptverfahren verbunden wäre", erklärt der Insolvenzrechtler.

Die 20.000 Euro für gemeinnützige Organisationen habe Reinhardt akzeptiert, weil er seinen Mitarbeitern die Zeugenaussagen in einem Prozess ersparen wolle. Außerdem wolle Reinhardt Ruhe in das Insolvenzverfahren bringen: "Auf den letzten Metern will ich mich auf die zügige Beendigung konzentrieren."

Reinhardt: "Insolvenzplan eigentlich fertig"

Einen Termin für das Ende der Insolvenz von Rot-Weiß Erfurt kann Reinhardt derzeit nicht nennen. Der nächste wichtige Schritt wäre erstmal die Einreichung eines Insolvenzplans. "Der Insolvenzplan ist eigentlich fertig und könnte jederzeit eingereicht werden", versichert Reinhardt. Es fehle derzeit nur die Zuarbeit einer dritten Partei, deshalb gebe es kein konkretes Datum für die Einreichung des Insolvenzplans.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | THÜRINGENJOURNAL | 10. Juni 2022 | 19:00 Uhr

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