Fußball | Regionalliga Rassimusvorwürfe nach Leipziger Derby – Sportgericht ermittelt

Das Derby zwischen Lok Leipzig und Chemie Leipzig erhält im Nachgang einen faden Beigeschmack. Im Fokus stehen rassistische Anfeidungen gegen einen Spieler der BSG Chemie sowie eine mutmaßlich gestohlene Regenbogen-Fahne.

Fans von Lokomotive Leipzig befestigen eine BSG Chemie - Regenbogen Fahne am Stadionzaun.
Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) ermittelt im Nachgang des Leipziger Derbys vom 21. November. Laut einem Bericht der Leipziger Volkszeitung (Freitagsausgabe vom 3. Dezember) sollen 20 Lok-Fans, die auf dem Dammsitz nahe des Spielertunnels postiert waren, rassistische und antiziganistische Gesänge angestimmt haben. Dabei soll auch der ehemalige Lok-Spieler Stephane Mvibudulu, nun in Diensten von Chemie Leipzig, mit Affenlauten beleidigt worden sein.

Mieth: "Wir billigen ein solches Verhalten nicht"

Lok-Geschäftsführer Martin Mieth hatte die Schmähgesänge auf LVZ-Anfrage bestätigt. Demnach wurden Polizei und Ordnungskräfte auf den Vorfall hingewiesen. Zudem wurde "sofort das Gespräch mit den Verantwortlichen von Chemie gesucht. Wir billigen ein solches Verhalten nicht", wird Mieth in dem Bericht zitiert.

Ex-Lok-Akteur Stephane Mvibudulu (li.) ist nun in Diensten der BSG Chemie. Bildrechte: imago images/Picture Point

Wirbel um gestohlene Regenbogen-Fahne

Darüber hinaus soll die Gruppe eine mutmaßlich gestohlene Regenbogen-Fahne mit einem Schriftzug der BSG Chemie Leipzig aufgehängt haben. Die Aktion hatte schon während der Partie für reichlich Gesprächsstoff in den sozialen Medien gesorgt. Laut Mieth habe man sich "in Rücksprache mit der Polizei und den Ordnungskräften" gegen das Entfernen der Fahne entschieden, um einer Eskalation vorzubeugen.

NOFV fordert Stellungnahmen – Lok stellt Strafanzeige

Der NOFV hat von beiden Vereinen eine Stellungnahme angefordert – auch aufgrund des Einsatzes von Pyrotechnik während des Derbys, das Lok mit 1:0 gewonnen hatte. Lok Leipzig hat unterdessen Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. "Das Verhalten dieser vereinzelten Personen ist für uns nicht hinnehmbar", verdeutliche Mieth. Die Polizei hatte auf LVZ-Nachfrage mitgeteilt, dass kein Verdacht auf eine Straftat bestünde. Chemie Leipzig hat sich auf Anfrage der Zeitung noch nicht zum Sachverhalt geäußert.

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red

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 04. Dezember 2021 | 16:00 Uhr

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