Fußball | Regionalliga Chemnitz rettet Punkt bei Flutlichtspektakel gegen Altglienicke

8. Spieltag

Der Chemnitzer FC hat in einem wilden Spiel gegen die VSG Altglienicke erst eine 2:0-Führung verspielt und später doch noch einen Punkt gerettet. Das spektakuläre Spiel dürfte der zuletzt so erfolgslosen CFC-Offensive Hoffnung spenden.

Spieler von Altglienicke am Ball. 8 min
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Kampf, Spielwitz und Traumtore! Das Flutlichtspiel zwischen der VSG Altglienicke und dem Chemnitzer FC hatte alles zu bieten, was man sich als Fußballliebhaber wünschen kann. Mit dem ereignisreichen 3:3 (1:2) können beide Mannschaften und vor allem die Zuschauer zufrieden sein.

Der Chemnitzer FC startete mit drei Wechseln im Vergleich zur Heimniederlage gegen Chemie Leipzig in die Partie. Kilian Pagliuca und Lukas Stagge ersetzten den verletzten Dominik Pelivan und den zuletzt gesetzten aber glücklosen Niclas Walther. Cheftrainer Christian Tiffert musste außerdem auf seinen nach einem Trainings-Unfall verletzten Stammtorhüter Jakub Jakubov verzichten. Für ihn stand der 19-jährige Ersatzkeeper David Wunsch zum ersten Mal im Chemnitzer Tor.

Altglienicke dominant, aber Chemnitz effizient

Die seit Mai zuhause ungeschlagenen Altglienicker starteten vor 201 Zuschauern im eigenen Stadion selbstbewusst. Mit aggressiven Pressing, hoher Mittelfelddominanz und vielen direkten Kombinationen vors Tor kamen die Berliner von Anfang an zu Distanzschüssen aus allen Lagen. CFC-Ersatztorwart David Wunsch fand durch die vielen dankbar unplatzierten Schüsse früh ins Spiel und strahlte in der Folge eine wertvolle Ruhe aus. Auch der restlichen Chemnitzer Mannschaft war in dieser Phase kaum Verunsicherung angesichts der Serie von drei Niederlagen in Folge anzusehen.

Im Stadion am Wurfplatz entwickelte sich schnell eine aufregende Partie mit vielen Torraum-Szenen
Beim Duell zwischen Altglienicke und Chemnitz gab es keine Zeit zum Verschnaufen - es wurde gekämpft, geschlenzt und oft gejubelt Bildrechte: Matthias Koch

Insgesamt entwickelte sich unter dem Flutlicht im Stadion am Wurfplatz ein munteres Regionalliga-Spiel mit zwei Mannschaften, die immer den direkten Weg zum Tor suchten. Unbeeindruckt vom hohen Pressing der Berliner versuchten Pagliuca und Stagge häufig, den flinken Max Roscher mit vertikalen Bällen zu füttern. Der Plan ging auf: Das Chemnitzer Eigengewächs erwischte auf seinem rechten Flügel einen Sahnetag und sorgte mit zwei perfekten Hereingaben auf Brügmann (15.) und Kircicek (23.) für die etwas schmeichelhafte 2:0-Führung. Der eingewechselte Uzan traf auf der anderen Seite mit seinem ersten Ballkontakt (43.) zum Anschluss.

Die wilde Fahrt geht weiter

Nach der Pause entwickelte Altglienicke sofort wieder die Dominanz der Anfangsphase. Spielmacher Cigerci fand immer besser in die Partie und scheiterte mit einem traumhaften Schlenzer nur hauchzart an der Unterlatte. Zeiger (53.) und Mensah (60.) belohnten schließlich das energische Auftreten der Berliner und drehten den ursprünglichen 0:2-Rückstand zur eigenen Führung.

VSG-Kapitän Philipp Zeiger trümmert den Ball sehenswert zum 2:2-Ausgleich an die Unterlatte - und wird dafür von Mensah gehuldigt.
VSG-Kapitän Philipp Zeiger trümmert den Ball sehenswert zum 2:2-Ausgleich an die Unterlatte - und wird dafür von Mensah gehuldigt. Bildrechte: Matthias Koch

Der Doppelschlag zeigte Wirkung: Chemnitz fiel es in der Folge viel schwerer, die zuletzt so anfällige Berliner Defensive vor ernsthafte Probleme zu stellen. Alles, was dem CFC offensiv vor der Pause noch gelang, wirkte in der zweiten Halbzeit schleppend und uninspiriert. Erst eine blinde, aber stramme Hereingabe, die vom auf dem falschen Fuß erwischten VSG-Verteidiger Liebelt ins Tor prallte, sorgte für den Ausgleich (73.).

Offene Schlussphase

In der Schlussphase schwang das Pendel unablässig hin und her. Beide Mannschaften kamen in kurzen Abständen zu gefährlichen Aktionen, von denen keine mehr zum Tor führte. Nach Schlusspfiff feierten die Chemnitzer den gelungenen Einstand von David Wunsch, der trotz der drei Gegentore Werbung für sich machen konnte.

Ausblick

Es klappt also doch mit dem Tore-Schießen in Chemnitz. Rein tabellarisch hilft der Punktgewinn dem CFC natürlich nicht groß weiter. Der neugewonnene Mut kann aber ins nächsten Heimspiel gegen den FSV Luckenwalde (Sonntag, 16. Oktober) mitgenommen werden, um dort für etwas Zählbares zu sorgen.

Für die weiterhin zuhause ungeschlagenen Altglienicker geht es nächsten Freitag (14. Oktober) zum Topspiel nach Jena.

Trainerstimmen:

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jas

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 08. Oktober 2022 | 16:00 Uhr

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