Fußball | Regionalliga Traumserie gerissen: Lok Leipzig mit "Premieren"-Niederlage

35. Spieltag

Eine Saison ohne Auswärtsniederlage. Dieses Kunststück schien für den 1. FC Lok Leipzig zum Greifen nah, doch eine unterirdische Leistung in Lichtenberg ließ die Serie jäh enden. Damit ist Lok auch rein rechnerisch nicht mehr in der Lage, den BFC Dynamo noch abzufangen. Einzig Jena könnte dies noch schaffen - allerdings rein theoretischer Natur. Praktisch ist dem BFC der Titel nicht mehr zu nehmen.

v. l. Leon Heynke (1. FC Lokomotive Leipzig), Luca Sirch (1. FC Lokomotive Leipzig), Enttäuschung nach Gegentor zum 1:0. 7 min
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Wer hätte das gedacht? 41 Punkte hat Lok Leipzig auswärts geholt - so viele wie kein anderer Regionalliga-Verein, doch ausgerechnet bei den Amateuren in Lichtenberg passte nichts zusammen.

Sport im Osten Sa 23.04.2022 16:00Uhr 07:03 min

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Lok Leipzig hat das Gastspiel beim SV Lichtenberg 47 am Samstag (23.04.2022) deutlich mit 0:3 (0:1) verloren. Es war die erste Auswärtsniederlage für die Mannschaft von Almedin Civa in dieser Saison. "Es war definitiv die schwächste Saisonleistung. Wir haben 41 Punkte auswärts geholt und dann so eine erste Halbzeit abzuliefern, das ist unerklärlich. Wir waren immer einen Schritt zu spät und haben kompliziert gespielt. Es war ein hochverdienter Sieg für Lichtenberg, die die Tore im letzten Drittel überragend ausspielen.“, sagte Civa enttäuscht.

Lok startete mit zwei Änderungen: Bogdan Rangolov und Mike Eglseder rutschten für den verletzten Zak Piplica und Eric Voufack in die Mannschaft. Schnell war klar, dass "Staubsauger" Piplica im Mittelfeld an allen Ecken und Enden fehlte. Lichtenberg hatte extrem viel Platz und nutzte den zur Führung in der 17. Minute. Der überragende Ifran Brando setzte Linksverteidiger Richard Max Ohlow herrlich in Szene, der erkannte die Lücke und zog aus 16 Metern unhaltbar ab: 1:0.

Lichtenberg deutlich gefährlicher

Der Treffer lähmte Lok. Die Blau-Gelben kamen zu keiner dicken Torchance. Das lag auch daran, dass sämtliche Eingaben von Außen entweder hinterm Tor landeten oder von den Gastgebern locker geklärt werden konnte. Es fehlte einfach an Präzision, Dynamik und Ideen. Die hatten in Hälfte eins nur die Hausherren. Hannes Graf vergab nach einer Eingabe von Moritz Schöps die Chance zum 2:0. Wenig später verhinderte Lok-Keeper Jan-Ole Sievers mit einer Glanztat ein weiteres Tor. Er lenkte den Schuss von Schöps zur Ecke.

Lichtenberg spielt Lok aus

Lok-Trainer Civa reagierte zur Pause. Robert Berger und Bogdan Rangelow blieben in der Kabine, dafür sollten Eric Voufack und Osman Atilgan neue Akzente setzen. Wirklich gefährlich wurde Lok aber nicht. Stattdessen trumpften die Feierabend-Fußballer aus Berlin, die sich nur Abends zum Training treffen, auf. Nach einem traumhaften Angriff wurde der eingewechselte Marius Ihbe im Strafraum freigespielt. Er musste nur noch einschieben und hatte damit leichte Mühe. Wenig später musste der nur 25 km von Leipzig aufgewachsene Ihbe verletzt vom Feld. Der für ihn eingewechselte Gaedicke machte in der Schlussphase den Deckel drauf. Sein Treffer zum 3:0 war ein Abbild des 2:0.

Für Lichtenberg ging es einfach zu leicht, weil Lok (keine Gelbe Karte) nie in die Zweikämpfe kam und nach dem siebten Spiel im Monat April Spritzigkeit und Dynamik vermissen ließ. Die wenigen guten Schusschancen wurden zudem kläglich versiebt. Innenverteidiger Mike Eglseder ehrlich: "Wir haben nicht das auf dem Platz gebracht, was wir in den letzten Wochen und Monaten abgerufen haben. Es war schwer, ins Spiel zu finden. So eine Vorstellung darf nicht passieren. Wir wollten die weiße Weste auswärts bis zum Ende behalten."

Spieler des 1. FC Lokomotive Leipzig im Interview. 2 min
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Mike Eglseder – einer von zwei Neuen im Team bei Lok – suchte nach Gründen für die klare und verdiente Niederlage beim SV Lichtenberg 47.

Sa 23.04.2022 15:46Uhr 01:34 min

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Lok-Trainer Almedin Civa 2 min
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. April 2022 | 16:00 Uhr

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