Fußball | Regionalliga Eilenburg verliert Fünf-Tore-Spiel in Lichtenberg

37. Spieltag

So aufregend wie beim 4:4 im Hinspiel war die Partie Lichtenberg gegen Eilenburg nicht. Turbulent ging es trotzdem zu - der FCE hatte dabei das schlechtere Ende.

Der FC Eilenburg hat bei Lichtenberg 47 ein turbulentes Auswärtsspiel verloren. Die Muldestädter kassierte am vorletzten Spieltag der Regionalliga-Saison eine 2:3-(0:1)-Niederlage. In der Tabelle bleiben die Eilenburger Tabellen-16., der FCE profitiert dabei von der 0:2-Niederlage von Fürstenwalde gegen Rathenow. Der definitiv rettende 15. Rang in der Regionalliga ist für Eilenburg durch die Niederlage aber nicht mehr erreichbar.

Lichtenberg vs. Eilenburg
Jubel bei Lichtenberg Bildrechte: MDR/Hofmeister, Dirk

Letztes Spiel von Lichtenberg-Coach Lehmann

Im letzten Heimspiel von Lichtenberg-Trainer Uwe Lehmann, der die Berliner nach neun Jahren an der Seitenlinie verlassen wird, begann Eilenburg couragiert. Die Muldestädter hatten sich viel vorgenommen. Adam Fiedler (5.), Alexander Vogel (9.) und Pascal Sauer (20.) hatten schon in der Anfangsphase gute Einschusschancen - ließen die Möglichkeiten aber liegen. Mit zunehmender Spieldauer kam Lichtenberg in dem teilweise hart geführten Match besser ins Spiel. Durch einen Foulelfmeter (David Hollwitz/35.) führte der Gastgeber zur Pause.

Lichtenberg vs. Eilenburg
Benjamin Luis scheitert an Lichtenberg-Keeper Wollert) Bildrechte: MDR/Hofmeister, Dirk

Luis gleicht per Kopf aus

Nach dem Wechsel bestimmte zunächst Lichtenberg wieder das Spiel, Eilenburg leistete sich viele Fehler im Aufbauspiel. Nach einer FCE-Ecke köpfte aber Benjamin Luis zum von 21 mitgereisten FCE-Fans umjubelten 1:1 ein (53.).

Sonntagsschuss und Lupfer von der Mittellinie

Die Freude der Eilenburger hielt aber nicht lang. Mit einem Sonntagsschuss in den Winkel brachte der zur Pause eingewechselte Oliver Maric (57.) Lichtenberg erneut in Führung. Nun lag mehrfach das 3:1 in der Luft, FCE-Keeper Andreas Naumann hielt sein Team aber im Spiel.

Die Vorentscheidung fiel dann in der Schlussphase. Eilenburg spielte einen Angriff nicht sauber aus und verlor den Ball. L47-Angreifer Sebastian Reiniger reagierte am schnellsten und traf von der Mittellinie wunderschön mit einem Lupfer über Naumann ins Tor (80.).

Turbulente Schlussphase - Luis vergibt 3:3

Eilenburg gab sich trotz Rückstand nicht auf und kam in der Nachspielzeit durch ein Flipper-Tor von Adam Fiedler an den Innenpfosten ins Tor noch zum 2:3 (90. + 2.). Nun lag plötzlich sogar das 3:3 noch in der Luft, doch Benjamin Luis vergab einen Hochkaräter freistehend (90. + 4.). In der turbulenten Schlussphase sah Berlins Hannes Graf auch noch die Rote Karte (90. +3.). Eilenburg verpasste einen späten Punkt wie im Hinspiel, als der FCE in der Nachspielzeit das 4:4 machte, diesmal aber.

Lichtenberg vs Eilenburg
Enttäuschung bei Eilenburg-Angreifer Adam Fiedler (re.) nach dem Abpfiff. Bildrechte: MDR/Hofmeister, Dirk

Das sagten die Trainer

Nico Knaubel (Eilenburg): "Glückwunsch an Lichtenberg und an Uwe für sein letztes Heimspiel. So unterschiedlich können die Gefühlswelten sein, bei uns ist die Enttäuschung groß. Wir wollten den Hattrick mit drei Siegen in Folge machen. Das ist uns leider nicht gelungen. Es war hintenraus eine wilde Schlussphase. Lichtenberg hätte das 4:1 machen können, wir hatten die Chance zum Ausgleich. Aber die Bühne gehört Uwe. Ich wünsche Lichtenberg jetzt eine wilde Nacht und hoffe, morgen haben alle frei."

Lichtenberg vs Eilenburg
Uwe Lehmann (li.) wurde vor dem Spiel verabschiedet. Bildrechte: MDR/Hofmeister, Dirk

Uwe Lehmann (Lichtenberg): "Für Eilenburg ging es heute um viel mehr als bei uns. Ich drücke Euch die Daumen gegen Hertha II, da seid Ihr nicht chancenlos. Beide Mannschaften haben heute sicher nicht den besten Fußball gezeigt. Für Eilenburg ging es um viel mehr als für uns. Wir haben Chancen, das Spiel zeitiger zu entscheiden. Am Ende dürften wir uns über ein 3:3 in der 95 Minute nicht beschweren. Eilenburg hat eine tolle Moral gezeigt. Ich freue mich jetzt, dass ich in meine letzte Woche gehen kann. Ich freue mich, künftig an den Wochenenden und nachmittags frei zu haben. Ich werde die Leute erschrecken, indem ich sie einfach mal 17 Uhr anrufe."

Dirk Hofmeister

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 08. Mai 2022 | 16:00 Uhr

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