Fußball | Regionalliga 1. FC Lok geht bei Viktoria Berlin der Dampf aus

2. Spieltag

Der Verwaltungsmodus klappt noch nicht. Bei Drittliga-Absteiger Viktoria Berlin drehte Lok die Partie auf beeindruckende Weise noch vor der Pause, ließ dann aber stark nach. Trotzdem bleiben die Leipziger beim 2:2-Remis am Ende ungeschlagen. Dafür musste aber noch viel gezittert werden.

Torwart Marcel Köstenbauer (FC Viktoria 89 Berlin), Luca Sirch (Lok Leipzig), Nikell Touglo (FC Viktoria 89 Berlin
Viktoria-Torwart Marcel Köstenbauer und Mitspieler Nikell Touglo fangen Lok Leipzigs Luca Sirch auf der Siegerstraße noch ab. Bildrechte: Matthias Koch

Lok-Trainer Almedin Civa schickte seine überzeugende Sieger-Elf vom 4:2-Auftakterfolg gegen Hertha II aufs Feld. Diesmal begann seine Truppe allerdings schläfrig: Nach fünf Minuten war bei einem Schnittstellenpass weit und breit kein Leipziger zu sehen, der Viktorias Berk Inaler hätte stören können. Der defensive Mittelfeldmann schob locker in die rechte untere Ecke ein – 1:0!

Leipziger Doppelschlag noch vor der Halbzeit

jamal Ziane (Lok Leipzig), Osman Atilgan (Lok Leipzig), Sascha Pfeffer (Lok Leipzig), Jubel nach Tor zum 1:1
Osman Atilgan jubelt mit Sascha Pfeffer über den 1:1-Ausgleich. Bildrechte: Matthias Koch

Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste aber präsenter – und antworteten mit einer genauso schönen Kombination: Theo Ogbidi setzte sich auf der rechten Seite im Eins-gegen-Eins-Duell durch und bediente mustergültig Osman Atilgan, der das Leder mühelos ins Tor drückte – 1:1 (25.). Es entwickelte sich eine unterhaltsame Begegnung auf höchstem Regionalliga-Niveau, in der der FCL immer mehr die überlegene Mannschaft wurde. Atilgan scheiterte mit einem Kopfball nach einer Ecke am Berliner Keeper (32.).

Nur drei Minuten später jubelten die Leipziger dann aber doch: Ein Freistoß an der Mittellinie wurde kurz per Doppelpass ausgeführt, Innenverteidiger Luca Sirch marschierte bei viel Platz weit in die gegnerische Hälfte und flankte perfekt auf Goalgetter Djamal Ziane, der wiederum ganz frei das 2:1 einnickte (35.).

Lok will verwalten und wird bestraft

Torwart Marcel Köstenbauer (FC Viktoria 89 Berlin), Djamal Ziane (Lok Leipzig) erzielt das Tor zum 1:2, Osman Atilgan (Lok Leipzig
Das 2:0 von Djamal Ziane, der den Ball hier per Kopf ins Tor drückte, reichte nicht zum Sieg. Bildrechte: Matthias Koch

Nach der Pause stellten sich die Probstheidaer viel tiefer, überließen den Gastgebern weitgehend das Feld. Die Hauptstädter brauchten wohl länger, wurden schließlich jedoch brandgefährlich. Ünal Durmushan wurde mitten durchs Zentrum geschickt und scheiterte frei ganz zentral vor Torwart Isa Dogan, weil er mit dem Fuß zu sehr unter Ball kam und das Leder so weit über den Kasten haute (65.). Kurz darauf war das 2:2 dennoch Realiät. Christopher Theisen schocke wie vor einer Woche Jena beim 1:1-Unentschieden jetzt auch Lok per Kopf, verwertete diesmal eine Flanke von der linken Seite (68.).

Lok deutet Aufstiegspotential an, verpasst aber mehr

Von den Blau-Gelben war bis auf einen eher harmlosen Freistoß von Farid Abderrahmane (64.) im gesamten zweiten Durchgang nichts mehr offensiv zu sehen, stattdessen wurde es immer mehr eine Abwehrschlacht. Dogan musste noch einen Fernschuss von Moritz Seiffert (79.) und einen Kopfball von Jakob Lewald (89.) entschärfen. Zum Schluss war die Punkteteilung sogar etwas glücklich, wenn auch aufgrund der ersten Halbzeit nicht unverdient. Lok deutet das große Potential an, mit einer eingespielten Truppe vorne mitmischen zu können, verpasste es allerdings deutlich einen frühen Big Point zu landen.     

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Spieler auf dem Feld
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Spieler von Lok Leipzig am Ball.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 13. August 2022 | 16:00 Uhr

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