Fußball | Regionalliga Chemnitzer FC verpasst Jena den Aufstiegs-K.o.

35. Spieltag

Der Chemnitzer FC hat den Jenaer Drittliga-Aufstiegsträumen den entscheidenden K.o. verpasst. Trotz Überlegenheit des FCC schockte der CFC die Gäste mit einem Tor aus dem Nichts. Ein Elfmeter sorgte für den Ausgleich und eine turbulente Schlussphase. Das 1:1 am Ende war für Carl Zeiss zu wenig. Der Tabellenzweite hat statt sechs nun acht Punkte Rückstand auf Spitzenreiter BFC Dynamo, der TeBe spät mit 1:0 bezwang. Bei nur drei offenen Spieltagen brauchen die Berliner nur noch einen Zähler.

Spieler von Jena am Ball. 6 min
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Im Vergleich zum letzten Liga-Spiel veränderte Christian Tiffert, der nach „Sport-im-Osten“-Informationen vor einer Vertragsverlängerung als Chefcoach beim CFC steht, seine Mannschaft auf zwei Positionen. Für Nils Köhler und Max Roscher begannen Okan Kurt und Robert Zickert, der von einer Gelbsperre zurückkam. Anders als im Sachsenpokal-Halbfinale unter der Woche gegen Wilsdruff stand Ex-Stammkeeper Jakub Jakubov nach monatelanger Verletzung noch nicht im Tor, erwartungsgemäß durfte Isa Dogan nochmal ran. Jena-Trainer Andreas Patz tauschte nur einmal. Weil Maurice Hehne ausfiel, startete Leon Bürger.

Erste Hälfte noch ohne Spitzenformat

Die Gäste wirkten wohl zunächst zielstrebiger, aber außer wenigen Distanzschüssen mangelte es an Durchschlagskraft. Chemnitz fing sich erst später, verdiente sich jedoch das Remis, da man defensiv sicher stand. So gab es nur eine Großchance in der ersten Hälfte: Nach einem Antritt von Maximilian Krauß wehrte Dogan das Geschoss mit Mühe ab, der Ball dreht sich mit viel Drall ums Tor (40.). Sonst hatte die Partie jenseits der herrlichen Kulisse von 3648 Zuschauern noch kein Spitzenformat.

Schimmel trifft mitten in Jenaer Drangphase

Felix Schimmel (15, Chemnitz) trifft zum 1:0 gegen TorhŸüter Jakub Jakubov (1, Chemnitz).
Der Moment, als der Abschluss von Felix Schimmel zum 1:0 für den CFC ins Netz rutscht Bildrechte: PICTURE POINT / Sven Sonntag

Nach der Pause drehten die Thüringer auf. Erst zwang Maximilian Oesterhelweg Dogan zu einer Parade (47.), dann zog Krauß nochmal mit Tempo in den Strafraum und Dogan fingerte den strammen Flachschuss aus dem kurzen Eck (49.). Doch Chemnitz kämpfte sich mit einer Aktion effizient zur Führung! Eine Flanke von der linken Seite verlängerte FCC-Verteidiger Burim Halili unglücklich, Felix Schimmel schob die Kugel mit dem linken Fuß ins lange Eck – 1:0 (57.). Jena wirkte geschockt, rannte anschließend anders als zuvor unstrukturiert an. Außer einem Kopfball von Fabian Eisele (77.) sprang wenig Gefährliches raus.

CFC verhilft Jena zum Elfmeter

Tor fŸür Carl Zeiss Jena. Fabian Eisele (23, Jena) trifft zum 1:1 Ausgleich per Foulelfmeter gegen TorhŸter Isa Dogan (33, Chemnitz).
Fabian Eisele verwandelte den Strafstoß zum 1:1-Endstand. Bildrechte: PICTURE POINT / Sven Sonntag

Plötzlich half ausgerechnet ein Fehler des CFC. Einen langen Ball unterschätzte die Chemnitzer Abwehr und Krauß ging nochmal ins Dribbling auf der Torauslinie. Der Außenstürmer legte sich den Ball an Tim Campulka vorbei, der ihn anschließend leicht am Bein traf (81.). Trotz wilder Proteste schien die Elfmeter-Entscheidung von Schiedsrichter Daniel Köppen vertretbar. Aus Chemnitzer Sicht war die ganze Entstehung unnötig. Eisele drosch den Strafstoß zum Ausgleich in die Mitte des Tores – 1:1 (82.).

Der FCC riskierte in einer hektischen Schlussphase alles, um den für die letzte Aufstiegschance nötigen Sieg zu erzwingen. Doch Chemnitz haute sich in alles rein und blockte auch die letzte Möglichkeit nach einer Ecke in der Nachspielzeit.

Trainer-Stimmen

Christian Tiffert (Chemnitzer FC): "Wir hatten ein bisschen Probleme zu Beginn, da hat mir auch der Mut gefehlt. Das habe ich zur Pause angesprochen. Die zweite Hälfte war ausgeglichener. Man hat gemerkt, dass Jena die letzte Chance beim Schopf packen will. Bei der Linie des Schiedsrichters und des Körperkontaktes, der in so einem Spiel dazugehört, war mir das zu wenig für einen Elfmeter. Gerade wenn der Spieler gefühlt zwei Meter hochspringt, bevor er von der Grätsche getroffen wird. Ohne die Szene gewinnen wir das Spiel."

Andreas Patz (FC Carl Zeiss Jena): "Wir waren spielbestimmend, geraten durch eine Unachtsamkeit in Rückstand und erzwingen den Ausgleich. Wir sind am Ende all-in gegangen. Unglücklich, aber wir sind zufrieden mit der Art und Weise. Ich habe meine Bereitschaft signalisiert, Trainer zu bleiben."

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Spieler von Lok Leipzig am Ball.
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https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-bericht-energie-cottbus-chemnitzerfc100.html

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Chemie Leipzig - Berliner AK
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. April 2022 | 16:00 Uhr

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