Fußball | DFB-Pokal 1. FC Lok mit Sprüchefeuerwerk vor Leverkusen: "Können nicht mit dem Mofa hinterherfahren"

1. Hauptrunde

Für den 1. FC Lok Leipzig ist die Rückkehr auf die große Bühne historisch. Erstmals seit der Neugründung sind die Blau-Gelben im DFB-Pokal dabei. Vorm Hit mit Champions-League-Aspirant Leverkusen glänzte Lok per Sprüchefeuerwerk.

Almedin Civa, Trainer Lok Leipzig 6 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Do 05.08.2021 16:00Uhr 05:35 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-lok-leipzig-almedin-civa-vor-bayer-leverkusen-100.html

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Der Samstag (7. August, ab 15:30 Uhr im Liveticker und Radio-Livestream in der SpiO-App und auf sport-im-osten.de) wird ein ganz besonderer Tag in der 128-jährigen Geschichte des Kultklubs aus Probstheida. Die letzte Teilnahme am DFB-Pokal gelang vor 23 Jahren noch dem Vorgängerklub VfB Leipzig, der dem damaligen Bundesligisten 1860 München 2:4 nach Verlängerung unterlag.

Nun ist es die Premiere für den nach der VfB-Insolvenz 2003 neu gegründeten 1. FC Lok Leipzig. Die Vorfreude ist so riesig, dass es Routinier Sascha Pfeffer und Trainer Almedin Civa im Vorfeld richtig krachen ließen.

Pfeffer: "Ich werde schon dazwischen kloppen"

"Mir ist egal, wer da kommt. Ich werde schon dazwischen kloppen", machte Pfeffer auf der Pressekonferenz am Donnerstag eine klare Ansage, dass den Bundesligisten im Bruno-Plache-Stadion kein Kuschelkurs erwartet. Angesichts des höheren Erstliga-Tempos betonte Coach Civa: "Wir dürfen nicht so aufgeregt sein, dass wir mit dem Mofa hinterherfahren müssen. Wenn Leverkusen ins Rollen kommt, kann einem schnell schwarz werden. Sie haben super Abläufe. Eben, denkst du, waren sie noch an der Mittellinie, dann ist der Ball schon im Tor. Am besten ist es also, sich gar nicht viele Gedanken zu machen." Auch Pfeffer meinte: "Wir sollten das Spiel genießen und uns nicht in die Hosen machen. Wir wollen Bayer ärgern, da gilt: Breite Brust und keine Angst haben!"

Pokal-Held Ziane wieder im Training

Jedenfalls gibt es positive Vorzeichen: Stürmer Djamal Ziane, der Lok mit seinem Siegtor im Landesfinale gegen Chemnitz (1:0) überhaupt in den DFB-Pokal schoss, trainierte nach Muskelfaserriss erstmals voll und könnte im Kader stehen. Sonst sind bis auf kleine Wehwehchen wohl alle rechtzeitig fit. Civa verriet: "Die Spieler sind sehr heiß, reden in der Kabine und neben dem Platz viel über Leverkusen und ihre Testspiele." Es ist ein kleiner Vorteil, dass Lok nach drei Pflichtspielen schon voll im Saft steht.

"Von zehn Duellen gewinnt so ein Team wie Leverkusen neuneinhalb Mal gegen uns", ist der Coach sicher. "Wenn die Bundesligisten den Vorteil auch noch hätten, würde es gar keine Überraschungen geben. Dazu hoffen wir, dass die Zuschauer uns pushen." 5.700 von 6.800 Tickets sind verkauft, die letzten Karten werden wohl an der Tageskasse am Samstag über den Tisch gehen.

Dresdens Torschuetze Alexander Schnetzler (2.v.re.) jubelt nach seinem Tor zum 4:3 mit Sascha Pfeffer (re.), Marvin Knoll (li.)
Vorlagengeber Sascha Pfeffer (re.) bejubelt mit Torschütze Alexander Schnetzler und Marvin Knoll die sensationelle Dynamo-Aufholjagd 2011 gegen Leverkusen. Bildrechte: imago/Robert Michael

Pfeffer warf Leverkusen schon einmal raus

Mit Mittelfeldmann Pfeffer hat Lok jedenfalls einen Experten in den eigenen Reihen. Denn der 34-Jährige haute Leverkusen mit Dynamo Dresden nach 0:3-Rückstand 2011 schon mal mit 4:3 nach Verlängerung aus dem Pokal, bereitete damals sogar den Siegtreffer in der 117. Minute vor. Pfeffer erzählt: "Direkt nach der Auslosung habe ich einen Link in die Whats-App-Gruppe unseres Teams gestellt. Einige konnten es gar nicht glauben. Ich versuche jedenfalls, Tipps zu geben."

Von seinem Sohn wurde er übrigens gefragt, was es für ein besonderes Spiel am Wochenende sei. "Ich habe ihm gesagt, dass wir gegen eine Bundesliga-Mannschaft spielen. Und da hat er meinte er sofort, wie wir das gewinnen wollen. Ich antwortete, er soll besser den Trainer fragen."

Almedin Civa 1 min
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Almedin Civa 1 min
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Civas Siegplan für Lok

Wie also will Civa Lok eine Siegchance geben? Indem jeder Spieler in jeder Aktion sofort dazu lernt, wie er sich noch besser verhalten muss. "Als kleiner Spieler oder Trainer kannst du in der Partie so viel Erfahrungen machen und lernen wie in zehn bis 15 Regionalligaspielen. Man kann merken, dass man nicht neugeboren werden muss, um Bundesliga zu spielen", erklärt der FCL-Coach.

Er nennt Bayers Rechtsaußen Karim Bellarabi als Beispiel, gegen den er mit Babelsberg in der Saison 2010/11 selbst noch gespielt habe. "Jeder der Jungs, die da oben sind, haben auch mal in der 3. oder 4. Liga gekickt. Das ist das Schöne am Pokal, dass man das erkennen und sich mit ihnen messen kann." 

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 07. August 2021 | 19:30 Uhr

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