Fußball | DFB-Pokal Träumen erlaubt - Wernigerode hofft auf Sensation gegen Paderborn

1. Hauptrunde

Für den FC Einheit Wernigerode ist es das Spiel der Vereinsgeschichte und eine Premiere zugleich. Noch nie war der Oberligist im DFB-Pokal vertreten. Nun ist es soweit, am Sonnabend kommt der SC Paderborn in den Harz.

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Sport im Osten Sa 26.03.2022 16:00Uhr 02:31 min

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Es ist wieder soweit. Die erste Runde im DFB-Pokals ist traditionell der Moment der Underdogs, die vermutlich Kleinen wollen den Großen ein Bein stellen. Damit liebäugelt auch der FC Einheit Wernigerode, der am Sonnabend (30. Juli) im Stadion im Sportforum Kohlgarten auf den Zweitligisten SC Paderborn trifft.

Der Anstoß erfolgt 15:31 Uhr, also eine Minute später als ursprünglich geplant. Der Grund: Im Rahmen einer DFB-Aktion zum Umwelt- und Klimaschutz werden alle Erstrundenspiele im DFB-Pokal an diesem Wochenende eine Minute später angepfiffen. "Sport im Osten" begleitet die Partie der Sachsen-Anhalter per Live-Ticker und komplett im Audio-Stream. Zu erreichen auf mdr.de/sport und in der "SpiO"-App.

Wernigerode einer von sechs Fünftligisten im DFB-Pokal

Der FC Einheit Wernigerode ist erstmals im DFB-Pokal vertreten und einer von sechs Fünftligisten, die im aktuellen Wettbewerb teilnehmen (außerdem Schott Mainz, Neustrelitz, Engers, Oberachern und Stuttgarter Kickers: kein Team spielt noch weiter unten).

Den Grundstein zum Einzug in die erste DFB-Pokalrunde legte Wernigerode durch einen sensationellen 2:1-Erfolg im Halbfinale des FSA-Pokals gegen Drittligist Hallescher FC. Im Endspiel hieß es dann zwar 0:5 gegen Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg, da sich aber der FCM bereits als Meister der 3. Liga für den DFB-Pokal qualifiziert hatte, waren die Wernigeröder automatisch dabei.

Steven Rentz
Einheit-Spieler Steven Rentz im Landespokal-Finale gegen Magdeburg. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / CHROMORANGE

Die Väter des Erfolges waren damals Frank Rosenthal und Tino Leßmann, die als Trainerteam jedoch abdanken mussten. Ihre Verträge wurden nicht verlängert. Nunmehr steht Maximilian Dentz an der Seitenlinie. Der letzte Verein des 33-Jährigen war die TSG Neustrelitz, mit der er 2021/22 den Landespokal in Mecklenburg-Vorpommern gewann. Zuvor hatte er sich als Co- und Cheftrainer des Regionalligisten VfB Germania Halberstadt einen Namen gemacht.

Trainer Maximilian Dentz
Maximilian Dentz, hier noch in Diensten von Germania Halberstadt. (Archiv) Bildrechte: imago/Picture Point

Sandri wird fehlen

Dentz kann gegen Paderborn nahezu auf den gesamtem Kader zurückgreifen. Verzichten muss er lediglich auf Mittelfeldspieler Vinicius Sandri. Der Brasilianer zog sich eine Knieverletzung zu und wird gegenwärtig in seinem Heimatland behandelt.

Nils Petersen, ein Junge aus Wernigerode

Einer der bekannten Spieler in der Historie von Einheit Wernigerode ist der heutige Freiburger Nils Petersen, er ist der Rekord-Joker der Bundesliga-Geschichte (er traf 33 Mal als Einwechselspieler). Der Stürmer wurde in Wernigerode geboren und war als Kind von 1993 bis 2001 beim Klub.

Germania Halberstadt Trainer Andreas Petersen mit seinem Sohn Nils.
Nils Petersen mit Vater Andreas. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / Christian Schroedter

SCP-Trainer Kwasniok kam in der Saison 2019/20 mit Saarbrücken bis ins Halbfinale

Bei Zweitliga-Vertreter SC Paderborn hat Lukas Kwasniok das Sagen. Er kam vom 1. FC Saarbrücken und trat beim SCP die Nachfolge von Steffen Baumgart an. Ihn kennt man auch noch aus der Zeit beim FC Carl Zeiss Jena.

Mit den Saarländern schaffte es Kwasniok in der Spielzeit 2019/20 völlig überraschend bis ins Halbfinale (0:3-Heimniederlage gegen Leverkusen), zum einzigen Mal in der DFB-Pokal-Historie erreichte damit ein viertklassiges Team die Vorschlussrunde. Im Achtelfinale (gegen den Zweitligisten KSC) und Viertelfinale (gegen den Bundesligisten Fortuna Düsseldorf) hatte sich Kwasniok mit seiner Mannschaft jeweils im Elfmeterschießen durchgesetzt.

Lukas Kwasniok, Trainer SC Paderborn
Paderborns Trainer Lukas Kwasniok gelang in der Saison 2019/20 mit Saarbrücken der Sprung ins Pokal-Halbfinale. (Archiv) Bildrechte: imago images/pmk

Paderborn mit drei ehemaligen Magdeburgern

Personell hat sich Paderborn glatt mit drei Spielern des 1. FC Magdeburg verstärkt. Innenverteidiger Tobias Müller, Rechtsverteidiger Raphael Obermair und Offensivmann Sirlord Conteh streifen nun das SCP-Trikot über. Aus der 3. Liga wechselten zudem weitere hoffnungsvoller Spieler wie beispielsweise Richmond Tachie (Borussia Dortmund II) zum SC Paderborn. Sebastian Klaas, der vom VfL Osnabrück kam, hat sich allerdings in der Vorbereitung schwer verletzt und Kai Klefisch (Viktoria Köln) ist seit Anfang Mai angeschlagen.

Ein weiterer Neuzugang ist Adrian Gryszkiewicz. Der 22-jährige Pole kam von Gornik Zabrze. Der Innenverteidiger hat bereits die Erfahrung von 81 Erstligaspielen in Polen. Für die Abwehrzentrale hat der SCP generell nun viele Spieler im Aufgebot.

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 30. Juli 2022 | 19:30 Uhr

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