Fußball | DFB-Pokal FC St. Pauli sagt Nein – RB Leipzigs Erstrunden-Gegner Ottensen sucht Spielstätte

Das Los RB Leipzig für die erste DFB-Pokalrunde hat beim Hamburger Regionalligisten FC Teutonia 05 Ottensen für große Freude gesorgt. Die Suche nach einer geeigneten Spielstätte für die Partie gestaltet sich nun aber offenbar schwierig. Einem Spiel im favorisierten Millerntor-Stadion schob der FC St. Pauli jedenfalls einen Riegel vor – weil der Gegner RB Leipzig heißt.

Übersicht des Hamburger Millerntor-Stadion
Der FC St. Pauli hat dem Erstrunden-Duell zwischen Teutonia Ottensen und RB Leipzig im Millerntor-Stadion eine Absage erteilt. (Archiv) Bildrechte: imago sportfotodienst

Der Regionalligist FC Teutonia 05 Ottensen hatte sich einen großen Gegner für die erste DFB-Pokalrunde gewünscht und diesen mit Titelverteidiger RB Leipzig auch bekommen. Die Freude beim Hamburger Verein war groß, denn neben dem sportlichen Anreiz spielen auch die potenziell nicht unerheblichen Zuschauer-Einnahmen eine gewichtige Rolle – vor allem für einen kleinen Verein wie den FC Teutonia.

Kein Kunstrasen im DFB-Pokal zugelassen

Eine möglichst große Kulisse ist also erstrebenswert. Die ist aber im heimischen Stadion Hoheluft mit einer Kapazität von 5.000 Plätzen nicht gegeben. Zudem ist das Spielfeld mit einem Kunstrasen ausgestattet, und der ist im DFB-Pokal nicht zugelassen. Also muss sich der Verein ohnehin einer anderen Spielstätte umsehen. Die favorisierte Lösung wäre das Millerntor-Stadion vom FC St. Pauli gewesen. Diesem Plan erteilte der Zweitligist jedoch eine Absage, ohne einen Hehl aus dem Grund zu machen: Es liegt am Gegner RB Leipzig.

FC Altona 93 - FC Teutonia 05 Ottensen 1:2. Das Stadion des SC Victoria Hamburg an der Hoheluft.
Das Stadion Hoheluft ist wegen des Kunstrasens nicht DFB-Pokal-tauglich. (Archiv) Bildrechte: IMAGO/Hanno Bode

FC St. Pauli begründet Absage

"Bekanntermaßen sieht der FC St. Pauli das Modell von RB äußerst kritisch, da es nach unserer Auffassung nicht vereinbar ist mit der 50+1-Regelung, für die wir uns engagieren. Auch in unserer Fanszene und Anhängerschaft stößt das Modell von RB auf starke Ablehnung", zitiert das "Hamburger Abendblatt" die Begründung für die Absage seitens des FC St. Pauli. Und weiter: "Der FC St. Pauli möchte RB daher nicht über mögliche Pflichtspiele hinaus eine Bühne geben, vor allem nicht am Millerntor, das als Symbol für einen solidarischen und gerechteren Fußball steht."

Erstrundenduell im Hamburger Volksparkstadion?

Nach der Millerntor-Absage zieht der FC Teutonia 05, der von Ex-Meuselwitz-Coach David Bergner trainiert wird, weitere Optionen in Betracht. So sollen Medienberichten zufolge auch das deutliche größere Volksparkstadion des Hamburger SV, das kleinere Edmund-Plambeck-Stadion von Eintracht Norderstedt und das Stadion Lohmühle des VfB Lübeck als potenzielle Spielorte für das Erstrunden-Duell geprüft werden. Von RB Leipzig gibt es bislang keine Äußerung zu diesem Sachverhalt.


(red)

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Zum vorläufigen Abschluss der 1. Runde im DFB-Pokal, RB Leipzig und Bayern München folgen noch, schieden der Chemnitzer FC (gegen Union Berlin) und der 1. FC Magdeburg (gegen Europa-League-Sieger Frankfurt) aus.

MDR aktuell 17:45 Uhr Di 02.08.2022 17:45Uhr 02:07 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 07. Juni 2022 | 21:45 Uhr

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