Fußball | DFB-Pokal Trotz Pokal-Aus gegen Köln - Jena tankt Selbstvertrauen für die Liga

Aufopferungsvoll hatte sich Carl Zeiss Jena im DFB-Pokal gegen den haushohen Favoriten aus Köln gewehrt. Trotzdem stand die Mannschaft von Dirk Kunert am Ende mit leeren Händen da. Der starke Auftritt kann dennoch als Mutmacher für die kommenden Aufgaben dienen.

Dirk Kunert 6 min
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Nicht ohne Stolz blickte Carl Zeiss Jena auf das packende Pokalspiel gegen den 1. FC Köln zurück. Nach Abpfiff sprachen wir mit FCC-Trainer Dirk Kunert, Torschütze Maximilian Wolfram und Kölns Trainer Steffen Baumgart.

Mo 09.08.2021 13:02Uhr 05:33 min

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"Ich hatte geglaubt, das wird unser Tag. Wenn du ins Elfmeterschießen kommst, willst du das auch gewinnen", erklärte Carl Zeiss Jenas Trainer Dirk Kunert enttäuscht und stolz zugleich nach dem unglücklichen Ausscheiden in der 1. Runde des DFB-Pokals. Der Regionalligist hatte den Bundesligisten 1. FC Köln am Sonntag (8. August) an den Rand einer Niederlage gebracht. Erst im Elfmeterschießen (2:4) hatte der FCC das Nachsehen.

Jena bringt Köln ins Schwitzen

Dabei lag die Sensation bis in die zweite Halbzeit in der Luft. Rückkehrer Maximilian Wolfram hatte die Thüringer bereits nach fünf Minuten sehenswert in Führung gebracht. Vor der Pause hätte man gegen über weite Strecken enttäuschende Kölner sogar erhöhen können. Auch nach dem Ausgleichstreffer in der zweiten Hälfte stemmte sich Jena erfolgreich gegen den steigenden Druck des Favoriten. "Ich bin echt auf dem Zahnfleisch gelaufen. Man kann niemandem einen Vorwurf machen, wir haben alle Gas gegeben", lobte Torschütze Wolfram den Teamgeist.

Carl Zeiss Jena - 1. FC Köln
Erst in der 69. Minute gelang Köln durch Ellyes Skhiri (28) der Ausgleich. Bildrechte: IMAGO / Jan Huebner

Vom Punkt vergaben schließlich Maximilian Oesterhelweg und Leon Bürger - auch weil Kölns Keeper Marvin Schwäbe beide Male die Ecke geahnt hatte. "Die waren gut geschossen, die muss man nicht unbedingt halten", sagte Kölns Trainer Steffen Baumgart und ordnete den Erfolg unter der Kategorie Arbeitssieg ein: "Grundsätzlich haben wir uns nicht so durchgesetzt, wie wir es gewollt haben. Aber es gibt keinen Grund nicht zufrieden zu sein. Wir haben unser Ziel erreicht."

Kunert: "Meine Jungs haben ein klasse Spiel gemacht. Hut ab"

Für Jena bleibt am Ende nur der schwache Trost, dem namhaften Konkurrenten lange Paroli geboten zu haben. "Meine Jungs haben ein klasse Spiel gemacht. Wir haben gefightet. Es hat Spaß gemacht heute. Hut ab", meinte Kunert, der mit einer ausgeklügelten Taktik und Aufstellung seinen Teil zum packenden Pokalspiel beigetragen hatte.

Timo Huebers Koeln, 4, und Theodor Bergmann Jena, 10 im Zweikampf
Laufbereitschaft und Einsatzwille: Theodor Bergmann im Zweikampf mit Kölns Timo Hübers Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Mutmacher für die kommenden Aufgaben in der Regionalliga

Und dennoch kann der FCC trotz des Ausscheidens einige positive Aspekte mit in den Liga-Alltag nehmen. Nach nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen gilt es für Jena am kommenden Freitag gegen Eilenburg zu punkten, will man die Tabellenspitze nicht gänzlich aus den Augen verlieren. Mut und Selbstvertrauen sollten nach dem Auftritt gegen Köln in jedem Fall vorhanden sein. "Auf die Leistung können wir aufbauen und nun in der Saison Gas geben. Heute hat man gesehen, dass wir ein Team sind. Jeder hat für den anderen gekämpft. Das wird auf jeden Fall einen Push geben", warf Wolfram den Blick kämpferisch nach vorne.

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jsc/dpa

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