Fußball | FSA-Pokal Streit um FSA-Pokal: Abtsdorf wirft Verbands-Geschäftsführer Täuschung vor

Wie viel wert ist der 3:2-Sieg des FCM gegen den HFC von Samstag? Einen Tag nach der als Sachsen-Anhalter Quali-Spiel für den DFB-Pokal ausgerufenen Partie legt Siebtligist Abtsdorf nach. Der Geschäftsführer wird scharf angegriffen.

Landespokal Sachsen-Anhalt
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Die Posse um den FSA-Pokal und den DFB-Pokal-Starter aus Sachsen-Anhalt geht in die nächste Runde. Siebtligist Graf Zeppelin Abtsdorf widerspricht Landesverbands-Geschäftsführer Frank Pohl und wirft ihm Täuschung der Öffentlichkeit vor.

Siebtligist mit Widerspruch erfolgreich

Nachdem Abtsdorf mit einem Widerspruch vor dem Verbandsgericht des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA) am Freitag (28.05.2021) Recht bekommen hatte und damit die Pokalbeschlüsse des Verbandes gekippt worden waren, erklärte Pohl am Samstag (29.05.2021), er erwarte von einer Schiedsgerichtentscheidung am Montag (31.05.2021) eine Bestätigung des ursprünglichen FSA-Beschlusses. Demnach soll das Qualifikationsspiel zwischen dem HFC und dem FCM so gewertet werden, "dass der Gewinner an der ersten DFB-Pokalrunde teilnehmen kann", sagte Pohl im MDR. "Wir werden heute eine Entscheidung haben", bekräftigte er.

"Schiedsgericht ist kein Sportgericht"

Abtsdorf widerspricht und geht davon aus, dass am Montag (31.05.2021) kein rechtkräftiges Urteil ergeht: "Ein Schiedsgericht ist kein Sportgericht und muss gem. § 38 der Satzung des FSA gebildet werden, was am Montag weder erfolgen kann, noch wird", heißt es einer am Sonntag (30.05.2021) verbreiteten Pressemitteilung. Pohl wird in der Aussendung scharf angegriffen: "Diese Äußerungen des Geschäftsführers des FSA Frank Pohl sind geeignet die Öffentlichkeit zu täuschen."

Verbandssatzung: "Schiedsgericht entscheidet endgültig"

Ob sich Abtsdorf mit seiner Rechtsauffassung durchsetzen kann, ist fraglich. Denn in der Satzung des Landesverbandes ist unter dem zitierten Paragraf 38 klar die Rolle des Schiedsgerichtes definiert: "Alle Streitigkeiten zwischen dem FSA und seinen Mitgliedern ... werden nach rechtskräftiger Durchführung der durch die Rechts- und Verfahrensordnung vorgesehenen Verfahren im schiedsrichterlichen Verfahren entschieden", heißt es dort auf Seite 20. Und weiter: "Das Schiedsgericht entscheidet endgültig unter Ausschluss des Rechtsweges zu den staatlichen Gerichten."

Abtsdorf will mehr Geld

Der nordöstlich von Wittenberg beheimatete Siebtligist Abtsdorf sieht sich durch die Entscheidung des Verbandes ungerecht behandelt. Dabei geht es ums Geld. Der Verband hatte angeboten, dass von den 170.000 Euro Erlös aus der ersten DFB-Pokalrunde in diesem Jahr und im kommenden Jahr 25 Prozent an die unterklassigen Vereine ausgeschüttet werden. HFC und FCM wollten noch einmal 15 Prozent drauflegen, wenn die 2. DFB-Pokalrunde erreicht wird. Abtsdorf ist das zu wenig: Der Vereinsvorsitzende Markus Horsch sagte dem MDR, die 25 Prozent gebe es ohnehin, man wolle konkret 3 Prozent der beim FCM verbleibenden 130.000 Euro.

Verband muss bis 1. Juli Pokalstarter melden

Der Verband muss bis zum Ablauf der Frist am 1. Juli den Teilnehmer am DFB-Pokal ermitteln oder benennen. Sonst droht die DFB-Pokalsaison 2021/22 ohne einen Vertreter aus Sachsen-Anhalt.

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dh

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 30. Mai 2021 | 19:30 Uhr

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