Fußball | TFV-Pokal Titelverteidiger FC Carl Zeiss Jena quält sich ins Finale

Halbfinale

Mit Ruhm bekleckert hat sich Regionalligist FC Carl Zeiss Jena wahrlich nicht. Bei der kampfstarken SpVgg Geratal, die Jena alles abverlangte, setzte sich der Titelverteidiger erst in der Schlussphase durch.

Torvorbereitung Jena 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der FC Carl Zeiss Jena hat sich ins Finale des Thüringenpokals gemüht. Bei Thüringenligist SpVgg Geratal gab es einen 3:1-Sieg für den Regionalligisten und Titelverteidiger. Am Sonntag wird im Duell FC Rot-Weiß Erfurt gegen ZFC Meuselwitz der Finalgegner gesucht.

Geratal mit dicker Chance - Eisele eiskalt

Stimmungsvolle Kulisse in Geschwenda: Fast 300 Jena-Fans sorgten für eine echte Pokalatmosphäre und die Gastgeber mit ihrem mutigen Auftritt für Spannung. Dabei hatte Elias Rosner in der vierten Minute die Führung für den Favoriten auf dem Fuß, scheiterte aus acht Metern aber am stark parierenden Nils Bradsch. Dann die dicke Chance für Geratal. Nach einem weiten Abschlag setzte sich Christian Hatzky auf der linken Seite durch, spitzelte den Ball an Schlussmann Tom Müller, leider auch knapp am rechten Pfosten vorbei. Danach hatte Jena zwar mehr Ballbesitz, Geratal ließ aber mit viel Kampf und einem starken Zweikampfverhalten nahezu nichts zu. Und setzte immer wieder zu eigenen Bemühungen an. Hatzky verzog einen Freistoß in der 16. Minute. Und Jena? Mehr als ein Pfosten-Freistoß in der 29. Minute von Maximilian Oesterhelweg kam nicht zu Stande. Dass vor der Pause noch ein Tor fiel, lag an Fabian Eisele, der nach einer Rechtseingabe aus zwölf Metern flach vollendete (33.). Mit dem Tor im Rücken wurde der Druck von Jena stärker, es blieb aber beim 0:1.

Fußballspieler auf einem Feld
Fabian Eisele erzielt den Führungstreffer für Jena. Bildrechte: Matze Koch

Es riecht kurz nach der Sensation 

Nach dem Wechsel erhöhte Jena nun deutlich den Druck, Chancen ergaben sich im Minutentakt. Aber diese wurden auch zum Teil fahrlässig vergeben. So verzog Oesterhelweg freistehend. In der 61. Minute dann ein weiter Ball in die Jenaer Hälfte: Patrick Sennewald schnappte sich das Leder und traf aus dem Gewühl ins linke Eck zum umjubelten Ausgleich. Jena wirkte etwas von der Rolle, kurz schien eine Sensation möglich. Dann aber erhöhte das Team von Trainer Andreas Patz wieder das Tempo und Maximilian Wolfram brachte mit einem Flachschuss ins linke Eck den Favoriten wieder in Führung (72.). Damit war die Sache durch, Patrick Scheder machte mit einem Kopfball in der 86. Minute endgültig den Deckel drauf.  

Gerataler Jubel nach Tor zum 1:1.
Gerataler Jubel nach Tor zum 1:1. Bildrechte: Matze Koch

Stimmen zum Spiel

Oskar Sennewald (Torschütze Geratal): "Er war ein schönes Gefühl, die Fans haben uns gepeitscht. So ein Tor, das macht man nicht alle Tage. Wir haben viel trainiert, eine gute Leistung heute auf den Platz gebracht. Darauf sind wir stolz. Heute wird die Sau rausgelassen, gefeiert, auf das Tor und die Leistung."

Andreas Patz (Trainer FC Carl Zeiss Jena): "Wir hätten den Deckel eher draufmachen müssen. Wir haben uns das Leben selbst schwergemacht. Es war für Geratal das Spiel des Jahres. Wir hatten aber auch genügend Chancen. Wer jetzt im Finale kommt, ist mir egal. Wir schauen gespannt nach Erfurt. Dann steht die Aufgabe Ende Mai an."

Andreas Patz 2 min
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Oskar Sennewald 1 min
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rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 26. März 2022 | 14:00 Uhr

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