Fußball | TFV-Pokal Trübenbach schießt den ZFC Meuselwitz ins Pokalfinale

Halbfinale

Sieben Jahre hat es gedauert, bis der ZFC Meuselwitz wieder ins Endspiel um den Thüringenpokal einzieht. Bei Oberliga-Spitzenreiter FC Rot-Weiß Erfurt machte Doppeltorschütze Andy Trübenbach den Unterschied.

Erfurt - Meuselwitz 1 min
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Dank zweier Tore von Andy Trübenbach hat sich der ZFC Meuselwitz zum ersten Mal seit 2015 das Finalticket im Thüringenpokal gesichert und trifft dort auf den FC Carl Zeiss Jena. Der Regionalligist setzte sich beim FC Rot-Weiß Erfurt mit 3:0 durch. Der Oberliga-Spitzenreiter musste eine Halbzeit in Unterzahl auskommen.

Trübenbach trifft - Platzverweis für Erfurts Schwarz

Schiedsrichter Michael Wilske zeigt Til Schwarz (Erfurt) die gelb-rote Karte
Umstrittener Platzverweis für Erfurts Til Schwarz Bildrechte: Karina Hessland-Wissel

Der Oberliga-Spitzenreiter startete schwungvoll, angetrieben von einer stimmungsvollen Kulisse. Und in der siebten Minute hatte Artur Mergel eine gute Chance, scheiterte aus spitzem Winkel an Keeper Jean-Marie Plath. Die Gäste kamen zunächst schwer rein, nutzten dann den ersten Standard. Nach einer Ecke von Max Kulke köpfte Andy Trübenbach in der elften Minute per Aufsetzer ins linke Eck. Fünf Minuten später lag der Ball erneut im Erfurter Tor, allerdings wurde ein Foulspiel von Felix Müller zurückgepfiffen. Danach verflachte die Partie, war geprägt von vielen Foul auf beiden Seiten. Eine richtig gute Aktion hatten die routinierten Gäste noch in der 34. Minute, als Trübenbach einen Konter selbst einleitete, dann aber aus zehn Metern verzog. In der Nachspielzeit sorgte Schiedsrichter Michael Wilske für Unmut. Nach einem Allerweltsfoul von Til Schwarz an Jegor Jagupov zeigte er dem Erfurter die Ampelkarte.

Meuselwitz legt nach - Erfurt gibt nie auf

Nach dem Wechsel legten die Gäste früh nach und wieder war es Trübenbach. Vom Strafraumeck zog der Stürmer ab, der Ball schlug im linken Eck ein. Danach schien die Luft raus, aber die jungen Erfurter gaben nicht auf und hatten trotz Unterzahl ihre Chancen. In der 75. Minute scheiterte Mergel aus Keeper Plath, Nach der anschließenden Ecke köpfte Mergel den Ball an den linken Pfosten. Wieder nur eine Minute später konnte Plath den Ball nicht festhalten, Salomon Nkoa traf aber das leere Tor nicht. Meuselwitz wirkte in der Abwehr nun unsortiert, bettelte um den Anschlusstreffer. Ab der 80. Minute stabilisierten sich die Gäste und Nils Miatke machte in der Schlussminute den Deckel drauf, hämmerte den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte.

Torwart Luca Petzold machtlos, Tor zum 0:1 durch Andy Trübenbach
Torwart Luca Petzold musste drei Mal hinter sich greifen. Bildrechte: Karina Heßland-Wissel

Stimmen zum Spiel

Fabian Stenzel (ZFC Meuselwitz): "Ein Einzug ins Finale fühlt sich immer gut an. Wir haben es relativ gut runtergespielt. In der zweiten Halbzeit hatte Erfurt noch zwei, drei gute Chancen. Die Rote Karte hat uns natürlich in die Karten gespielt. Wir freuen uns brutal auf das Finale. Jena ist eine große Herausforderung. Aber im Endspiel ist alles möglich, da freuen wir uns drauf."

René Eckardt 2 min
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David Bergner (Trainer ZFC Meuselwitz): "Man muss sagen, wenn man die Zuschauer sieht, freut man sich darauf, im nächsten Jahr mit Meuselwitz wieder nach Erfurt zu kommen. Es war eine tolle Atmosphäre. Wir sind glücklich, dass wir im Finale gegen Jena spielen dürfen. Wir kamen nicht so gut rein. Der Knackpunkt war die Gelb-Rote. Dann kriegt Erfurt in der Drangphase das zweite Tor. Dann war der Drops gelutscht. Die Jungs können jetzt vom Pokalsieg träumen. Unser Hauptaugenmerk bleibt der Klassenerhalt. Das Pokalspiel nehmen wir gerne mit."

Fabian Gerber (Trainer FC Rot-Weiß Erfurt): "Es war mehr drin. In der ersten Halbzeit haben wir es nicht so gut gemacht. Das 0:1 zieht es Stecker für einen Moment. Mit der Roten Karte wird es schwer. Wie sich die Jungs reingehauen haben, wir hätten noch das 1:2 machen können. Es hat aber nicht sollen sein. Wir haben insgesamt ein gutes Spiel gemacht. Es wirft uns nicht zurück, es geht nächste Woche schon weiter in der Oberliga. Die Priorität bleibt die Liga, der Aufstieg wäre sensationell. Aber wir sind enttäuscht, es wäre mehr möglich gewesen."

rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 27. März 2022 | 16:00 Uhr

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