Fußball | DFB-Pokal Frankfurt macht es vor: Magdeburg hadert mit Abschluss-Schwäche nach Pokal-Aus

Die Niederlage im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt fiel deutlich aus. Nicht umsonst sucht man beim 1. FC Magdeburg die Fehler nach dem erneuten Erstrunden-Aus in den eigenen Reihen. Neben individuellen Fehlern wird vor allem die Chancenverwertung bemängelt.

Christian Titz 2 min
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Die Euphorie in der Magdeburger Arena war nur von kurzer Dauer. Keine vier Minuten waren absolviert, als FCM-Schlussmann Dominik Reimann ein erstes Mal hinter sich greifen musste. Am Ende hieß es 0:4 (0:2) für Eintracht Frankfurt und der Zweitliga-Aufsteiger aus Magdeburg musste erneut die Segel in der ersten Runde des DFB-Pokals streichen.

Müller lässt den Ausgleich liegen

Auch wenn das Ergebnis deutlich ausfiel, chancenlos war Magdeburg keineswegs. Denn schon nach sechs Minuten hätten die Sachsen-Anhalter ausgleichen können - wenn Andreas Müller die Großchance vom Punkt genutzt hätte. "Wir konnten mit dem Elfmeter das Spiel auf unentschieden stellen, das haben wir nicht gemacht und bekommen dann mit dem 0:2 schon so einen Rückschlag", machte FCM-Trainer Christian Titz einen Knackpunkt in der Partie aus.

Frankfurts Chancenverwertung gnadenlos

Auch nach der Pause hatte Magdeburg gegen den Europapokalsieger durchaus Chancen auf den Anschlusstreffer und agierte mitunter auf Augenhöhe. Mehr gespielte Pässe (551/441), eine höhere Passquote (83 Prozent/81 Prozent) und mehr Ballbesitz (55 Prozent/45 Prozent) waren am Ende aber nicht ausschlaggebend, sondern die Chancenverwertung. Und da war die Eintracht schlicht eine Klasse besser, was auch Titz eingestand. "Wir haben unsere Möglichkeiten einfach nicht verwertet. Spiele werden durch Fehler entschieden und die wurden heute brutal bestraft. Es war ein verdienter Sieg für Frankfurt."

Wir haben die Tore zu leicht hergeschenkt, das darf uns gegen solche Mannschaften, die eiskalt sind, nicht passieren.

Baris Atik 1. FC Magdeburg
Frankfurts Daichi Kamada jubelt nach dem Tor zum 0:1
Magdeburg macht die Fehler, Frankfurt die Tore. Daichi Kamada avancierte mit seinem Doppelpack zum Matchwinner. Bildrechte: IMAGO/Sven Simon

Schon in den ersten beiden Ligaspielen gegen Düsseldorf (1:2) und Karlsruhe (3:2) brachte sich der FCM durch individuelle Fehler im Spielaufbau und im Defensivverhalten in Schwierigkeiten. Gegen Frankfurt sorgte ein Abspielfehler von Tatsuya Ito im eigenen Sechzehner, den Doppeltorschütze Daichi Kamada eiskalt nutzte, für das 3:0. Damit war "der Deckel drauf", wusste auch Titz. Spielmacher Baris Atik pflichtete seinem Trainer bei. "Wir haben die Tore zu leicht hergeschenkt, das darf uns gegen solche Mannschaften, die eiskalt sind, nicht passieren."

FCM vor dem Tor zu harmlos - Fokus auf Kiel

Trotz des gebrauchten Abends könne sein Team "aus dem Spiel viel mitnehmen", sagte Atik, der nach 70 Minuten verletzt ausgewechselt werden musste. Damit dürfte der 27-Jährige in erster Linie die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gemeint haben. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass der FCM am Ende nur drei klare Torabschlüsse zu verzeichnen hatte - den verschossenen Elfmeter und Leon Bell Bells Nachschuss an die Latte miteingerechnet.

Nun richtet sich der Fokus wieder auf die Liga. Beim Sieg gegen Karlsruhe hatte Magdeburg zuletzt seine zweifelsohne vorhandenen Offensivqualitäten unter Beweis gestellt. Nun wartet Holstein Kiel am kommenden Sonntag, verbunden mit der Hoffnung auf den ersten Heimsieg in dieser Saison.

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jsc/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 02. August 2022 | 17:45 Uhr

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